Ein gesellschaftskritischer Roman mit Tiefgang
Dieser fiktive Roman zeigt deutlich, wie aus einer einfachen Idee, nach Berlin zu gehen, um zu protestieren, da das einst beschlossene zu erhöhende Kindergeld durch die Politik plötzlich wieder auf Eis gelegt wird, eine Menschenmenge inspiriert hat mitzugehen. Daniel bekommt den Beschluss mit, sein Job ist in Gefahr und er findet Unterstützung durch die Dorfbewohner. Immer weiter geht die Reise in Richtung Berlin und er findet immer mehr Anhänger. Doch es geht zusehenst nicht nur um das Kindergeld sondern auch um andere politische Unzulänglichkeiten, die die Menschen unzufrieden machen. Daniel ist ein guter Redner und zieht in kürzester Zeit die Leute an. Sein Cousin Jakob fühlt sich in dieser Situation nicht so behandelt wie gewünscht. Er scheint die Machtposition von Daniel zu hassen. Deshalb spielt er ein falsches Spiel und regelt Dinge mit falschen Namen und setzt sich so in den Mittelpunkt. Inhalte wie Machtgier, Ansehen, Lügen und Gewalt spielen hier eine Rolle. Einiges läuft aus dem Ruder und Drogen und andere kriminelle Leute gelangen in die Gruppe der Anhänger, was Daniel überhaupt nicht gut findet. Durch social media und der Presse finden sie immer Helfer, was ich sehr gut finde. Da Daniel zum Schluss nicht mehr beachtet wird und alle plötzlich verschwunden sind, übernahm Jakob die Führung und bedroht ihn sogar. Das Ende war für mich unerwartet und ein paar Dinge blieben unbeantwortet. Vielleicht ist das so gewollt für einen zweiten Teil. Ansonsten finde ich die Idee zum Buch super, da es ein aktuelles Thema ist. Die lockere und gefühlsbetonte Schreibweise hat mir sehr gut gefallen. Das Buchcover mit der Wahlurne und der Zahl 14,32 ist absolut passend zum Thema. Dieses Buch ist unbedingt weiter zu empfehlen.