Die Teehändlerin

3. Auflage. Klappenbroschur.
Taschenbuch
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Die große Welt des Tees, das bewegende Schicksal einer starken Frau und der Aufstieg einer berühmten Kaufmannsfamilie: Teil 1 der Ronnefeldt-Saga

Frankfurt 1838: Als Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt genießt Friederike es … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Teehändlerin
Autor/en: Susanne Popp

ISBN: 3596706033
EAN: 9783596706037
3. Auflage.
Klappenbroschur.
FISCHER Taschenbuch

25. August 2021 - kartoniert - 556 Seiten

Beschreibung

Die große Welt des Tees, das bewegende Schicksal einer starken Frau und der Aufstieg einer berühmten Kaufmannsfamilie: Teil 1 der Ronnefeldt-Saga

Frankfurt 1838: Als Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt genießt Friederike es sehr, ab und an hinter der Theke ihres Geschäfts zu stehen - sie liebt den blumigen, leicht erdigen Duft der dunklen Teeblätter. Doch tiefere Einblicke in den Handel bleiben ihr verwehrt. Das ändert sich, als Tobias 1838 zu einer monatelangen Reise nach China, dem Land des Tees, aufbricht. Ausgerechnet jetzt, wo sie schwanger ist. Bald merkt sie, dass sie dem neuen Prokuristen, den Tobias eingestellt hat, nicht trauen kann. Das ganze Unternehmen ist in Gefahr. So bleibt Friederike nichts anderes übrig, als die Geschicke des Hauses selbst in die Hand zu nehmen. Um diese Herausforderung zu bestehen, muss sie neue Kräfte entwickeln - und den Mut, sich zu behaupten.
 
»Eine sinnliche Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Toll recherchiert und liebevoll erzählt. Zum Eintauchen und Wegschmökern.« Miriam Georg
Die Ronnefeldt-Saga von Susanne Popp
Band 1: »Die Teehändlerin«
Band 2: »Der Weg der Teehändlerin« (Erscheinungstermin 30.03.2022)

Portrait

Susanne Popp, geboren 1967, ist die Tochter von Jugendherbergseltern - Hagebuttentee, serviert in großen Metallkannen, gehört daher zu ihren Kindheitserinnerungen. Heute bevorzugt sie jedoch eine Tasse Darjeeling oder Oolong, und sie liebt es, in die Teeregionen der Welt zu reisen. Mit der Schriftstellerei begann sie als Verfasserin von Privatbiographien. Die Geschichte der Familie Ronnefeldt zu erzählen, war ihr daher ein ganz persönliches Anliegen, denn in diesem Traditionsunternehmen verbindet sich die Sehnsucht nach fernen Ländern mit dem Schicksal einer Familie im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter am Zürichsee in der Schweiz.

Leseprobe

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Pressestimmen

Man muss kein bekennender Teetrinker sein, um von den ersten Buchzeilen an in den Sog dieser Familiensaga gezogen zu werden. Die Rheinpfalz

[...] ein spannender, kulturhistorischer Roman [...]. Die Rheinpfalz

schön erzählt und hochinteressant Rüsselsheimer Echo

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Der Weg der Teehändlerin
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Bewertungen unserer Kunden
Teehandel
von crazy girl - 19.10.2021
Frankfurt 1838, Tobias Ronnefeldt hat einen Teehandel und plant eine monatelange Reise nach China. Er möchte alles über den Tee lernen und Samen und Pflanzen mitnehmen, um den Tee in seiner Heimat anzubauen. Seine Frau Friederike Ronnefeldt, Mutter von drei Kindern, ist wieder schwanger und sieht der Abfahrt ihres Mannes mit gemischten Gefühlen entgegen. Als der Prokurist des Geschäftes einen Unfall hat, stellt Tobias kurzfristig einen Ersatz ein. Als der später als Betrüger entlarvt wird, steigt Friederike ins Geschäft ein, obwohl Frauen der Handel untersagt ist. Mit den Protagonisten wird man schnell warm. Die Handlung liest sich flüssig und unterhaltend. Die Handlungsorte auf der Reise des Ehemannes werden sehr anschaulich beschrieben. Man erfährt viel über China und deren Einwohner. Der Tee mit seinem Anbau und der Aufbereitung und Haltbarmachung der Blätter war für mich als Laien sehr interessant. Ich freue mich schon auf den 2. Teil.
Toller historischer Schmöker
von holdesschaf - 06.10.2021
Die Handlung beginnt im Frankfurt des Jahres 1838. Friederike, Frau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt und Mutter von vier Kindern, steht voll und ganz hinter dem Unternehmen ihres Mannes, ist interessiert an dessen Waren und voll von Ideen. Doch als Frau kann sie nur sehr wenig auf das Geschäft einwirken. Das ändert sich, als Tobias Ronnefeldt zu einer lange geplanten Reise nach China aufbricht, wo er die Herkunft des Tees erforschen möchte. Leider kommt es kurz vor Abreise zu einem Unfall, so dass er kurzerhand einen Prokuristen einstellt, der zu Friederikes Entsetzen ein alter Bekannter und wenig zuverlässig ist. Schwanger und in Sorge um das Geschäft, steigt sie ins kaufmännische Gewerbe ein. Ob sie den guten Namen des Hauses Ronnefeldt bewahren kann? Und was wird ihr Mann wohl bei seiner Rückkehr davon halten? Die Geschichte um Friederike, ihre Familie und den Teehandel ist wirklich ein kurzweiliges Lesevergnügen. Abwechselnd begleiten wir die unterschiedlichen Charaktere durch das historische Frankfurt samt Umgebung. Die Beschreibungen sowohl der Charaktere, als auch der Orte sind dabei so lebendig, als wäre man wirklich dabei. Fast fühlt man sich schon als Teil der Familie. Dabei gibt es schöne, tragische und gefährliche Momente. Auch der historische und politische Hintergrund Mitte des 19. Jahrhunderts wird sehr gut dargestellt. Besonders beeindruckt hat mich das beherzte Eingreifen Friederikes als Frau, die eigentlich für Haushalt und Kinder sorgen soll und ihr Wandel zu einer selbstbewussten Kauffrau. Wer historische Familiengeschichten mag, macht mit dieser hier garantiert nichts falsch. Leseempfehlung!
Die Teehändlerin
von Elisabeth 9+ Ullmann - 06.10.2021
Wir werden hier in das Frankfurt um 1840 geführt, Biedermeierzeit. Die Familie Ronnefeldt betreibt hier einen Tee- und Kolionalwarenhandel. Während Tobias Ronnefeldt sich um das Geschäft kümmert, ist seine Frau Friedericke für die fünf Kinder und den Haushalt zuständig. Als sich eine Möglichkeit ergibt, nach China zu reisen, entschließt sich Tobias dazu. Hier möchte er neuen Tee kaufen und neue Geschäftsverbindungen knüpfen. Da er außerdem ein begeisteter Hobbyforscher ist, möchte er seine Zeit in China auch dazu nutzen. Während dieser Zeit soll sich sein Prokurist um den Laden kümmern. Da Friedericke dort auch aushilft, entdeckt sie, dass der Prokurist Geld veruntreut und auf eigene Faust irgendwelche Waren verkauft. Als sie ihn auf frischer Tat ertappt, kündigt sie ihm fristlos und kümmert sich von da an selbst um das Geschäft. Als nach vielen Monaten Tobias aus China zurückkommt, gefällt ihm die Selbständigkeit seiner Frau überhaupt nicht. Die Autorin hat sich für diesen Roman ausreichenden Recherchen unterworfen, da es das Teehaus Ronnefeldt wirklich gibt. Sehr gekonnt vermischt sie hier Wirklichkeit mit Fiktion, verschmilzt reelle Personen mit Romanfiguren. Wir sehen, dass die Stellung der Frau zu dieser nicht viel ausmachte. Die Frauen waren für Küche, Kinder und Kirche zuständig und dem Manne untertan. Auch wurden die Juden schon damals verfolgt und sollten nicht zu engen Kontakt mit den Christen haben. Außerdem war die Kluft zwischen Protestanten und Christen sehr groß, eine Ehe zwischen Beiden wäre undenkbar gewesen. Am Anfang liest sich das Buch etwas langatmig. Aber dann geht es um so interessanter und spannender weiter. Die Ereignisse überschlagen sich und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wir lernen die gesamte Verwandtschaft und Freunde der Ronnefeldts kennen. Auch über den Tee erfahren wir einiges Wissenswerte und dürfen auch kurz nach China hineinschnuppern. Die Ronnefeldts sind heute noch im Teegeschäft tätig. Die Sprache im Buch liest sich leicht und flüssig, die Kapitel sind jeweils mit einem Datum versehen. Am Anfang finden wir einen Stadtplan und ein Namensverzeichnis. So kann man sich immer informieren. Dies war der erste Teil der Ronnefeldtsaga. Er endet mit vielen offenen Fragen und man wartet schon voller Ungeduld auf die Fortsetzung selbst. Das Cover ist ganz im Stil der damaligen Zeit gehalten. Ein junge Frau schaut sinnend aus dem Fenster auf eine Häuserzeile in Frankfurt. Davor sind einige Teeutensilien aufgereiht. Auf alle Fälle eine wunderbare und lehrreiche Unterhaltung.
Friederike, was für eine mutige Frau!
von Jeanette Lube - 03.10.2021
Dieses Buch erschien 2021 in der S. Fischer Verlag GmbH und beinhaltet 524 Seiten. Die große Welt des Tees und das bewegende Schicksal einer Frau Frankfurt 1838: Friederike genießt es als Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt sehr, ab und an hinter der Theke ihres Geschäfts zu stehen, denn sie liebt den blumigen, aromatischen Duft der dunklen Teeblätter. Doch leider bleiben ihr tiefere Einblicke in den Handel verwehrt. Das ändert sich jedoch, als Tobias zu einer monatelangen Reise nach China aufbricht. Und ausgerechnet jetzt, wo sie schwanger ist. Sie merkt bald, dass sie dem neuen Prokuristen nicht trauen kann, das ganze Unternehmen ist in Gefahr. Friederike bleibt nichts anderes übrig, als die Geschicke des Hauses selbst in die Hand zu nehmen. Sie muss neue Kräfte entwickeln, um diese Herausforderung zu bestehen. Außerdem braucht sie den Mut, sich zu behaupten. Nach einer wahren Geschichte: Der Aufstieg des Tee- und Kolonialwarenhandels Ronnefeldt Der Schreibstil der Autorin Susanne Popp gefällt mir sehr gut. Diese Geschichte ist sehr interessant, zudem sie ja nach einer wahren Geschichte erzählt wird. Friederike Ronnefeldt ist eine mutige Frau. Ihr Mann Tobias macht eine längere Reise nach China, um noch mehr über Tee zu erfahren und stellt den Prokuristen Mertens ein, den Friederike von früher kennt. Und der führt nichts Gutes im Schilde Ich finde Friederike echt toll, denn zu dieser Zeit war es nicht wirklich üblich, dass Frauen arbeiteten. Sie hatten sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Doch nicht mit Friederike! Zunächst findet sie und auch Nicolaus, der Bruder ihres Mannes, einiges über Mertens heraus. Sie setzt sich ihrem Mann gegenüber durch und führt einen ewigen Kampf. Ob sie diesen letzten Endes gewinnt, erfahrt ihr, wenn ihr dieses Buch lest! Ich hatte tolle Lesestunden und empfehle euch dieses Buch sehr gern weiter. Schon jetzt bin ich gespannt auf den zweiten Teil. Ich finde es immer wieder interessant, über Menschen, die wirklich gelebt haben, mehr zu erfahren. Es handelt sich um eine tolle Geschichte, die mir wunderbare Lesemomente beschert hat!
Beginn des Ronnefeldt Tees
von Annabell95 - 02.10.2021
Frankfurt im Jahr 1838. Friederike, die Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt genießt es ab und an hinter der Theke im Teeladen zu stehen. Sie mag den herrlich blumigen Duft des Tees. Tiefere Einblicke in die Welt des Handelns bekommt sich allerdings nicht. Doch das soll sich ändern, als ihr Mann auf eine Reise nach China aufbricht. Zu dem Zeitpunkt ist sie grade schwanger und dem neuen Prokuristen traut sie nicht über den Weg. Das ganze Unternehmen ist in Gefahr und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Geschäfte selbst in die Hand zu nehmen. Die Teehändlerin ist der erste Band der Ronnefeldt-Saga. Mir hat sofort der schöne Schreibstil und die tollen detailreichen Beschreibungen gefallen. Der Schreibstil ist zeitgemäß, aber lässt sich dennoch sehr angenehm lesen. Durch die tollen Beschreibungen hatte ich die ganze Zeit Bilder vor Augen und konnte in das damalige Frankfurt abtauchen. Ich bin eine Teeliebhaberin und da es hier um die Geschichte des Ronnefeldt-Tees geht, hatte ich gedacht, dass auch ein paar Hintergrundinformationen allgemein zu Tee einfließen. Hier und da gab es auch ein paar Informationen, doch sie blieben sehr dürftig. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Anfangs ist die Handlung etwas vor sich hingeplätschert und erst gegen Mitte des Buches wurde es dann interessanter und spannender. Die Handlung wurde in verschiedenen Erzählperspektiven der Protagonisten erzählt. So hat man auch über die Gedanken und Gefühle der anderen etwas erfahren. Die Protagonisten wurden sehr gut ausgearbeitet. Grade Friederike hat mir sehr gut gefallen. Als Frau zur damaligen Zeit war sie sehr mutig, taff und hat schon versucht ihren eigenen Kopf durchzusetzen. An ihr wurde auch gut der Stand der Frau , was von ihnen zur damaligen Zeit erwartet und zugemutet wurde, gut dargestellt und kritisiert. Bisschen schade fand ich die Zeitsprünge während der Handlung. Es endet mit einem Cliffhänger und ohne dass der Leser im weiteren Verlauf erfährt, wie es den Protagonisten ergangen ist, wird die Handlung zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt, wo schon alles gelaufen ist. Auch das Ende des Buches hat mich nicht ganz zufrieden gestellt. Es gibt noch viele offene Fragen und der nächste Teil soll ja schon eine Generation weiter spielen. Fiktion und wahre Begebenheiten wurden hier klasse miteinander verknüpft. Ohne das Nachwort zu lesen, hätte ich nicht gewusst was wahr und was erfunden ist. Mein Fazit: Eine schöne Geschichte über die Familie Ronnefeldt. Die schönen Beschreibungen lassen den Leser in die Geschichte abtauchen. Es hat zwar ein paar Mängel wie die Zeitsprünge, aber trotzdem finde ich es gelungen.
Schöne Familiengeschichte
von manu63 - 28.09.2021
Die Teehändlerin ist der Auftaktband zur Familiengeschichte der Familie Ronnefeldt. Die Autorin Susanne Popp vermischt in ihrer Geschichte historisch belegtes rund um die Familie mit fiktionalen Elementen. Tobias Ronnefeldt gründete im Jahr 1823 ein auf Tee spezialisiertes Unternehmen das noch heute existiert. In diesem Roman geht es um die Zeit von Frühjahr 1838 bis zum Sommer 1840. Die Autorin fängt die damalige Zeit und die Rechte und Pflichten der Frauen sehr gut ein. Fredericke Ronnefeldt wird als starke Frau gezeichnet die ihren Weg trotz etlicher Widrigkeiten geht. Die Charaktere sind gut gezeichnet und im vorangestellten Personenverzeichnis erfährt man, welche Personen fiktiv und welche wirklich gelebt haben. Ein ausführliches Nachwort zu Wahrheit und Fiktion ergänzt das Leseerlebnis. Der Schreibstil ist gut lesbar und die Autorin ergeht sich nicht in langatmigen Situations-oder Landschaftsbeschreibungen. Die Charaktere hätten an einigen Stellen mehr Tiefe vertragen. Insgesamt ein Buch das mir gut gefallen hat und das ich mit Vergnügen gelesen habe.
Männer sind wie Tee: vorübergehend muß man sie ziehen lassen. (aus Frankreich)
von Dreamworx - 28.09.2021
1838 Frankfurt. Tobias Ronnefeldt steht kurz vor einer Forschungsreise nach China, denn das war schon sein Kindheitstraum, wollte er doch immer schon als Naturforscher arbeiten. Sein eigenes mäßig laufendes Teehandelshaus in der Innenstadt übergibt er für die Reise einem neuen Prokuristen und lässt auch seine Frau Friederike mit schwanger und mit vier Kindern allein zurück. Schon bald stellt sich heraus, dass der eingestellte Prokurist nicht vertrauenswürdig ist und Friederike sich um das familieneigene Geschäft kümmern muss. Schnell übernimmt sie in Abwesenheit ihres Mannes die Verantwortung für das Geschäft, entledigt sich des Prokuristen und führt das Teegeschäft in Eigenregie, bis ihr Ehemann endlich von seiner langen Reise zurückkehrt. Dieser staunt erst einmal nicht schlecht über Friederikes Geschäftstüchtigkeit, doch Tobias Ronnefeldt ist ein Mann seiner Zeit und gar nicht begeistert über Friederikes Eigenmächtigkeiten Susanne Popp hat mit Die Teehändlerin den Auftaktband ihrer historischen Ronnefeldt-Saga vorgelegt, in der sie sich sehr nah an der wahren Geschichte des noch heute bestehenden Teehandelsunternehmen Ronnefeldt orientiert und den Leser auf eine spannende Zeitreise zurück ins 19. Jahrhundert einlädt, um diese Familie und ihr Umfeld näher kennenzulernen. Der flüssige, bildhafte und einnehmende Erzählstil verschafft dem Leser schnell einen Platz im Haus der Ronnefeldts, wo er hautnah die Familienverhältnisse, die zwischenmenschlichen Beziehungen sowie das tägliche Geschäft im Kontor mitverfolgen kann. Die akribische Recherche der Autorin lässt nicht nur den historischen Hintergrund wunderbar mit der Handlung verwachsen, sondern gibt auch einen guten Einblick in die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Tobias Ronnefeldt steht der Familie vor und führt das Geschäft, lebt aber auch seine ganz eigenen Wünsche aus, für die die Familie, allen voran seine Ehefrau zurückstecken muss. Doch Friederike Ronnefeldt ist nicht aus dem Holz gestrickt, die Dinge so zu belassen, wie sie sind. Während der Abwesenheit ihres Gatten muss sie schon bald die Geschicke des Teeladens übernehmen, damit dieses überhaupt überlebt. Frauen wurde in der damaligen Zeit nur die untergeordnete Rolle der Ehefrau und Mutter angetragen, für das Führen eines Geschäfts hielt man sie für ungeeignet. Popp hat diesen Standpunkt sehr gut herausgearbeitet und zeigt auf, wie sehr Frauen in ihrem Wirken und Denken reduziert wurden. Gerade deshalb wirkt Friederike als Protagonistin besonders erfrischend, denn was aus der Not geboren wurde, möchte sie bald nicht mehr missen. Als Leser hofft man einfach, dass sie sich gegen ihren Ehemann am Ende durchzusetzen weiß. Die farbenfrohen Beschreibungen von Tobias Chinareise nebst Schilderungen über Teeanbau und dessen Verarbeitung, aber auch von dem Geschäft in Frankfurt lassen während der Lektüre schnell Bilder vor dem inneren Auge erscheinen. Liebevoll ausgestaltete Charaktere sind lebendig inszeniert und wissen mit glaubwürdigen Ecken und Kanten zu überzeugen. Friederike ist eine sympathische Frau, die nicht nur über einen langen Zeitraum die Familie allein führen muss, sondern plötzlich auch die Verantwortung für das Teegeschäft tragen muss. Aus der Not geboren, wächst sie schnell über sich hinaus, was sich auch an ihrem Selbstbewusstsein und ihrem Auftreten widerspiegelt. Friederike gewinnt immer mehr an Mut und Stärke, die sie sich so schnell nicht mehr nehmen lassen wird. Tobias ist ein dickköpfiger und egoistischer Mann, der sich selbst verwirklichen will und dafür seine Familie allein zurücklässt. Julius Mertens ist ein undurchsichtiger, mieser Kerl, der mit allen Wassern gewaschen ist, um sich einen Vorteil zu sichern. Paul Birkholz ist ein feiner, talentierter und sensibler Mann, der sich leider unglücklich verliebt. Protagonisten wie Nikolaus, Käthe, Amalie und einige mehr bringen unterschiedlichste Schattierungen in die Handlung und machen sie durchweg kurzweilig. Mit Die Teehändlerin hat Susanne Popp einen unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, der mit seiner Handlung aus Fiktion und Realität besticht. Familiengeschichte basierend auf wahren Begebenheiten, Liebe, Intrigen sowie Reisen in die Ferne - dieser bunte Mix überzeugt und lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Verdiente Leseempfehlung!
Emanzipierte Frau
von Anonym - 26.09.2021
Die Teehändlerin von Susanne Popp erzählt und die Geschichte der Familie Ronnefelft von der es bis heute Tee zu kaufen gibt. Hier provetiert eher die Familie Ronnefeldt um ihren Tee zu vermarkten als der Leser selbst. Der Roman ist zeitweise wirklich spannend geschrieben, vor allem wenn es um Fredericke geht die eine clevere und emanzipierte Geschäftsfrau ist. Auch interessant wird kurz von den Reisen ihres Gatten Tobias nach China berichtet. Leider ist die Handlung oft flach und wirkt abgedroschen. Der Schreibstil ist dagegen hervorragend und man stellt fest das die Autorin ihr Handwerk absolut versteht. Meiner Meinung nach hätte man daraus mehr machen können. Bei solch einer großen Anzahl dieser Art von Werberomanen stellt sich für mich die Frage ob die Firmen die Autoren im Vorfeld schon engagieren und es somit für diese kein großer Anreiz mehr bietet ein grandioses Buch zu schreiben. Es wäre hier deutlich mehr drin gewesen, schade.
Die Geschichte der Friederike Ronnefeldt
von Flyspy - 23.09.2021
Rechtzeitig vor dem 200jährigen Jubiläum 2023 wird eine Trilogie zur Familiengeschichte des Teehauses Ronnefeldt aufgelegt. Friederike, Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt, sieht sich gezwungen während der China-Reise ihres Mannes die Geschäfte zu Hause in Frankfurt selbst zu leiten. Der neue Prokurist, der ihr von früher nicht unbekannt ist, erweist sich als nicht vertrauenswürdig. Gestützt von Freunden nimmt sie sich trotz vieler Widrigkeiten der Aufgabe mit Elan und Freude an - und dies mit Erfolg. Und erzieht weiter ihre vier Kinder und durchlebt eine neue Schwangerschaft. Basierend auf der realen Familienchronik der Frankfurter Familie Ronnefeldt und ihres Teehandels wird hier die Lebensgeschichte von Friederike erzählt. Da nicht alle Fakten bekannt sind, wurde hier einiges in schriftstellerischer Freiheit dazu gedichtet (gut im Nachwort ausgeführt), dabei wurden historische Erkenntnisse aus dem bürgerlichen Leben der Biedermeierzeit eingebunden, dies zeigt sich auch in der Darstellung des damaligen Verständnisses der Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft. Das ist auch weitgehend gelungen. Auch die Rolle von Religion und die Beziehung der Konfessionen untereinander ist Bestandteil der Geschichte. Hilfreich ist das Personenverzeichnis am Anfang des Buches, dort ist auch zu erkennen, welche der Personen wirklich gelebt haben. Gut gefallen hat mir auch, dass einige Frankfurter Persönlichkeiten wie Goethe, Schopenhauer, Hoffmann erwähnt werden, sowie der Einbezug der Familie Willemer. Die Karte des historischen Frankfurts ist schön, leider etwas zu klein zu lesen. Das Buch ist in einem gut lesbaren Stil geschrieben, aber es konnte mich nicht begeistern. Ich fand den Roman an und für sich nicht uninteressant. Aber mir fehlt etwas Spannung, es wirkt so wie eine gut zu lesende, an die Realität angelehnte, Biographie, kein Buch zum Mitfiebern. Den Umstand, dass Friederike das Geschäft vor dem Untergang retten muss, hätte man sicher interessanter aufbauen können. Auch die Passagen, in denen sie sich dem kriminellen Prokuristen stellen muss, sind nicht wirklich fesselnd zu lesen. Von einem Buch, welches sich dem Thema des Teehandels widmet, hätte ich zudem noch auch mehr zur Welt des Tees erwartet, wer annimmt, in eine Welt voller Aromen einzutauchen, wird leider enttäuscht. Friederike war mir als Person zwar sympathisch, in Summe bleibt sie für mich doch farblos. Da haben einige der Nebenfiguren mehr Pepp , so wie ihre Freundin Clotilde und Amalie, die Besitzerin der Buchdruckerwerkstatt. Fazit: ein gut lesbares Buch für Zwischendurch, welches jedoch nicht unbedingt neugierig auf den zweiten Band macht, trotz angefügter Leseprobe.
Die Welt des Tees
von Magnolia-sieben - 21.09.2021
Der erste Blick in die Schaufensterauslage setzt gleich Bilder im Kopf frei - all die hübschen Seidenstoffe, die aufwendig bemalten Lackdosen, Teekannen und feinstes Porzellan laden ein hineinzugehen, mehr zu sehen, die Aromen der zum Verkauf bereiten Teesorten tief einzuatmen. Mit Friederike Ronnefeldt gehen wir ins Jahr 1838 zurück, erfahren viel über die Rolle der Frau, die tunlichst im Hintergrund agieren und bleiben sollte. Das Reisen damals war noch sehr beschwerlich und Tobias, ihr Ehemann, war gerade im Begriff, seine lange geplante China-Reise anzutreten. Sie blieb mit den Kindern zurück, musste sich mit so manch ungeahnten Schwierigkeiten auseinandersetzen. Eine Frau war häuslich, hatte sich nicht in die Belange der Firma einzumischen! Was aber blieb Friederike anderes übrig, wollte sie doch nicht zusehen, wie vieles so ganz anders läuft als von Tobias im Voraus geplant. Susanne Popp hat die Anfänge einer Teedynastie gut verpackt, hat historisches mit Fiktivem angereichert. Der erste Teil der Ronnefeldt-Saga, diese gut 500 Seiten, sind schnell gelesen, sehr unterhaltsam dargeboten und ich schätze es sehr, gerade zu Lesebeginn auf ein Figurenverzeichnis zurückgreifen zu können. Den Charakteren hatte sie viel Leben eingehaucht, ich war über so manche Figur zutiefst empört, konnte mich mit weiteren so gar nicht anfreunden und mochte wieder andere sehr gerne. Angelehnt an die historischen Fakten und das gesellschaftliche Leben vor etwa 200 Jahren war und ist die Story drumherum nachvollziehbar. Lediglich das Schicksal so mancher Figur bleibt leider im Unklaren, verläuft im Sande, ist nicht auserzählt. Was unbefriedigend ist, da diese einen durch das Buch begleiten. Ein Einblick in die ersten Jahre des in Frankfurt gegründeten Teehauses, die Einsicht, dass in unseren Breitengraden diese Pflanze nicht gedeihen kann, eine beschwerliche Schiffsreise nach China - dahin, wo die besten Bedingungen herrschen, die familiären Gegebenheiten: All dies und noch viel mehr rund um die titelgebende Teehändlerin Friederike Ronnefeldt hat Susanne Popp gut lesbar und kurzweilig aufbereitet. Ein spannender Einblick, eine Reise zurück ins 19. Jahrhundert, eine starke Frau - interessant und unterhaltend erzählt. Den zweiten Band werde ich mir nicht entgehen lassen, bin ich doch tief drin und sehr vertraut mit Friederike Ronnefeldt.
Der Beginn des Hauses Ronnefeldt
von Ascora - 20.09.2021
Zum Inhalt: Der historische Roman die Teehändlerin beleuchtet einen ersten kurzen Abschnitt zwischen 1838 und 1840 des Traditionshauses Ronnefeldt. Bereits 1823 als Tee- und Kolonialwarenhandlung in Frankfurt a.M. gegründet existiert das Teeunternehmen noch heute. Und tatsächlich hatte Friederike Ronnefeldt in einer Zeit, in der das absolut nicht üblich war, großen Einfluss auf das Geschäft bzw. die Leitung des Unternehmens. 1838 tritt Tobias Ronnefeldt eine Reise nach China an, seine Frau Friederike bleibt, schwanger mit dem fünften Kind in Frankfurt zurück. Als ihr Unstimmigkeiten in dem Unternehmen auffallen, nimmt sie das Heft selbst in die Hand. Meine Meinung: Der Autorin Susanne Popp ist es sehr eindrucksvoll gelungen aus trockenen biographischen Daten und historischen Fakten einen lesenswerten historischen Roman zu ersinnen. Er dreht sich zum einen um eine interessante Frauenfigur, aber ermöglicht auch einen faszinierenden Einblick in die Geschichte des Teehandels. Heute ist es kaum noch vorstellbar, aber damals stand es unter Strafe Teepflanzen oder auch nur seine Samen aus China herauszuschmuggeln, man ging damit ein hohes Risiko ein. Aber das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt bei Friederike. Erzählt wird in der 3. Person und man begleitet im Wechsel Friederike und Tobias. Gerade diesen Wechsel zwischen den Schauplätzen fand ich sehr interessant und dank des flüssigen und lockeren Schreibstils verschlingt man ein Kapitel nach dem anderen. Da die Geschichte der Familie und des Unternehmens ja etwa 200 Jahre umfasst, bleibt natürlich noch genügend Raum für eine Fortsetzung, aber man bleibt am Ende des Buches nicht in Luft hängen, es gibt zumindest eine klare Zäsur. Es gibt übrigens vorweg ein Personenregister (bei dem die fiktiven Personen gekennzeichnet sind) und bei der Taschenbuchversion findet sich eine Karte von Frankfurt und Impressionen zum Unternehmen.
Buch anders als erwartet
von Internetmaus - 19.09.2021
Teehandel, eine starke Frau in der Zeit des Biedermeiers, ein Thema das mich neugierig machte. Was mich auch gleich anzog, war Frankfurt als Handlungsort. Meiner Meinung nach waren die Händler, gerade auch für Waren aus Übersee, in Hamburg ansässig. So war ich sehr gespannt auf eine interessante Geschichte über einen Kaufmann, der mit Tee und Manufakturwaren, wie feines Porzellan und Seide, handelte. Die große Welt des Tees, so steht es auf dem Cover. Leider habe ich über diese Welt kaum etwas erfahren. Der Kaufmann Tobias Ronnefeldt ist mit Friederike, der Hauptprotagonistin, verheiratet. Sie haben bereits vier Kinder und das fünfte hat sich angekündigt. Trotzdem geht Tobias auf eine lange Reise. Er will nach China und mehr über Tee und dessen Anbau erfahren. Aber das sind nicht die einzigen Gründe die ihn treiben. In erster Linie ist er seit seiner Kindheit ein Forscher, der die bunten Falter fing und immer ein Schmetterlingsnetz bei sich hatte. Mittlerweile ist er Mitglied der Senckenberg ­ Gesellschaft, die sich mit Naturkunde befasst. So tritt er dieses Abenteuer, das er mehrere Jahre vorbereitete, als Handels- und Forschungsreisender an. Friederike muss sich in seiner Abwesenheit mit vielen Problemen des kleinen Unternehmens herum schlagen. Dank ihrer Freundinnen und Freunde gelingt ihr das. So wird sie im Laufe der Zeit gut mit der kaufmännische Arbeit vertraut. Die Handlung tröpfelt vor sich hin und konnte mich nicht begeistern. Immer war ich gespannt, wann ich endlich mehr über die große Welt des Tees erfahre. Aber leider passiert zu diesem Thema kaum etwas im Buch. Es steht vielmehr die Familiengeschichte im Vordergrund. Schade. Das Buch ist in einem leichten Schreibstil verfasst. Trotzdem musste ich mich zwingen, immer weiter zu lesen. Es kam keine Spannung auf. Was ich vom Buch erwartete, mehr über den Tee zu erfahren, erfüllte sich leider nicht. Die einzelnen kleinen Geschichten der Familienmitglieder hätten überall in dieser Zeit, so passieren können. Es tauchen bekannte Persönlichkeiten, die in Frankfurt lebten auf. Genauso Ereignisse, die historisch belegt sind. Aber das wird nur leicht tangiert. So muss ich bedauerlicherweise sagen, dass mich die Teehändlerin nicht begeistern konnte. Ich hatte, nach der Ankündigung der Ronnefeldt-Saga, über eine große Welt des Tees, etwas völlig anderes erwartet. In eine Welt der Aromen ließ mich das Buch nicht eintauchen. Dadurch kann ich das Buch nicht als gut bewerten und vergebe nur zwei Sterne.
Perfekte Mischung aus Fiktion und Realität
von lisbethsalander - 19.09.2021
Wir lernen in diesem Roman von Susanne Popp, wohlbemerkt mein erstes Buch der Autorin, die Protagonistin Friederike kennen, die mit Tobias Ronnefeldt in Frankfurt verheiratet ist, der im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts den Grundstein für das noch heute existierende Familienunternehmen legte, das seinen Ruhm und Bekanntheitsgrad durch den Handel mit Tee begründete. Tobias Ronnefeldt war ein naturwissenschaftlich interessierter Mensch mit einem ausgeprägten Forschergeist, der sich aus diesem Grunde auf eine ausgedehnte Chinareise begab, hier vermischt die Autorin reale mit fiktionalen Elementen, alles sehr gekonnt, so dass eine spannende Geschichte entstanden ist, die mich als Leser gekonnt in ihren Bann zog. Friederike bleibt zu Hause in Frankfurt und hütet die vier Kinder der Familie, ein fünftes ist unterwegs, und kümmert sich, anfangs notgedrungen durch die Abwesenheit ihres Gatten um das familiäre Geschäft. Doch entdeckt sie nach und nach nicht nur ihren Spaß daran, sondern ebenfalls ein gewisses Talent hierfür, das alles trägt zum Gelingen und Erfolg des Unternehmens. Dass diese berufstätige Beschäftigung der Dame des Hauses zur damaligen Zeit nicht dem rollenüblichen Bild einer Frau entsprach, stößt nicht nur ihrem Ehemann Tobias nach seiner Rückkehr auf. Doch Friederike lässt sich von den gesellschaftlichen Ressentiments in keinster Weise beeindrucken und geht auf eine sehr selbstbewusste und sympathische Art ihren Weg. Nebenbei lässt Susanne Popp die eine oder andere kleine Liebesgeschichte mit einfließen, alles perfekt dosiert und an keiner Stelle kitschig oder überladen. Der Schreibstil ist extrem flüssig und angenehm, die Charaktere sind sehr authentisch geschildert, so dass man sich allen auf eine unterschiedliche und angemessene Weise nahe fühlt. Ich wurde großartig unterhalten und habe ganz nebenbei viele historische Details erfahren. Das Titelbild ist sehr geschmackvoll gestaltet, es zeigt ein Bild der Protagonistin, man bekommt Lust auf die Handlung, und ich habe das Buch immer wieder gerne zur Hand genommen. Von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!
Familiengeschichte des Handelshauses Ronnefeldt im Frankfurt des Biedermeier
von takabayashi - 18.09.2021
Friederike Ronnefeldt, die junge Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt, ist die Hauptfigur dieses Historischen Romans. Diese starke Frauenfigur gibt sich nicht zufrieden mit Kinder, Küche, Kirche , sie will sich auch stärker in das Teegeschäft ihres Mannes einbringen, speziell als ihr Mann zu einer sehr langen Einkaufs- und Forschungsexpedition nach China aufbricht. Ihr - eigentlich sehr freundlicher und liebenswerter Mann - ist noch zu sehr im Denken seiner Zeit verhaftet, was die Rolle der Frau angeht, woraus sich Konflikte zwischen den Ehepartnern ergeben. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte auch in Bezug auf andere Frauen aus Friederikes Umfeld. Außerdem geht es auch um Differenzen zwischen Protestanten und Katholiken, die zur damaligen Zeit noch eine extrem große Rolle spielten und um den vorherrschenden Antisemitismus und die sehr eingeschränkten Bürgerrechte von Juden. Zuerst fand ich die Lektüre etwas zäh, doch dann bin ich ca. ab der Hälfte doch gut reingekommen und habe das Buch in einem Zug zu Ende gelesen. Die Krisen, die Friederike zu bewältigen hatte, waren spannend, auch wenn der intrigante Prokurist für meine Begriffe etwas zu böse geraten ist, nur schwarz, kein bisschen grau! Das erscheint mir doch etwas konstruiert. Auch sonst gab es für meinen Geschmack etwas viel Drama, zu dick aufgetragen. Die Atmosphäre und die Stimmung der Zeit werden jedoch recht anschaulich geschildert und man erfährt einiges über den Teehandel. Was mir vorher nicht bekannt war: damals galt China als einzige Bezugsquelle für Tee, dass es in Indien sehr guten Tee gibt, wusste man tatsächlich noch nicht! Ein flüssig geschriebener, gut lesbarer, auf eine weibliche Hauptfigur fokussierter historischer Roman mit echten und fiktiven Personen, der interessante Einblicke in die damalige Gesellschaft liefert. Vor allem aber ein Familiengeschichte. Lesenswert!
Emanzipation im Biedermeier
von SusanK - 18.09.2021
Friederike Ronnefeldt ist die Ehefrau des Frankfurter Kaufmannes Tobias Ronnefeldt, der mit Tee und anderen Importgütern aus Ost- und Westasien handelt. Entsprechend der Zeit des Biedermeiers bestehen ihre Pflichten in der Führung des Haushaltes und der Erziehung der (vier) Kinder; darüberhinaus pflegt sie gesellschaftliche Beziehungen und musiziert. Als ihr Mann Tobias seinen lange gehegten Traum verwirklicht und zu einer Reise in die Heimat des Tees nach China aufbricht und es Anlass zum Misstrauen gegenüber dem neuen Geschäftsführers gibt, erlernt Friederike die Grundlagen des Kaufmännischen und übernimmt immer mehr das Geschäft, was den Argwohn ihrer Mitmenschen weckt. Und auch ihre Schwester Käthe sowie die heimliche Geliebte ihres Schwagers finden sich in der Zeit außergewöhnlichen und schwierigen Situationen wider .... Als passionierte Teetrinkerin und Kennerin der renommierten Firma Ronnefeldt, die nun bald ihr 200. Jubiläum feiert, war ich außerordentlich gespannt auf den neuen Roman der Geschichtsdidaktikerin Susanne Popp - und ich wurde absolut nicht enttäuscht! Susanne Popp hat genau recherchiert und erzählt in ihrem Roman von einer starken Frau, die sich zur Zeit des Biedermeiers von einer klassischen Hausfrau zu einer außergewöhnlichen und ihren Mann stehenden Geschäftsfrau entwickelt und verbindet dabei wahre Geschichte mit fiktiven Elementen zu einem wunderschön erzählten Roman, der mit viel Zeitgeschichte aufwartet. Denn wenn auch die frühen Jahre des Handelshauses im Vordergrund stehen, so geht es vielmehr um starke Frauenleben, um frühe Emanzipation, um die freie Stadt Frankfurt und das Leben im 19. Jahrhundert. Ein Personenregister am Anfang des Buches, in dem historische Personen von fiktiven Figuren unterschieden werden und ein Nachwort, das wahre Geschichte von fiktiven Elementen abgrenzt, runden das Ganze ab und machen den Roman umso interessanter. Durch den herrlichen Schreibstil der Autorin konnte ich tief in die Geschichte abtauchen und fühlte mich zuhause in Zeit und Ort. Der Roman lebt von den vielen Informationen, die anschaulich und unaufgeregt den Leser*Innen näher gebracht werden und ich habe die nicht unbedingt große Spannung zu keiner Zeit vermisst. Die Figuren sind zumeist mehrdimensional angelegt und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Herausragend ist dabei die Titelheldin Friederike, die aufgrund der äußeren Umstände ihre angestammte Rolle als Ehefrau, Mutter und Hausfrau verlassen muss und sich zu einer toughen Geschäftsfrau entwickelt, was nicht gerade auf Sympathien in ihrem weiteren Umfeld trifft; war Emanzipation der Frauen im Biedermeier keinesfalls tolerabel oder gar üblich. Ihr Mann Tobias war in seinen Einschätzungen ein Produkt seiner Erziehung, wenngleich ich ihn dennoch als liebevollen Familienvater zu schätzen wusste. Und auch weitere Frauen (wie Clotilde Koch oder die Buchdruckerin Amalie Stein) in Friederikes direktem Umfeld waren durchaus unangepasst und fortschrifttlich. Lediglich der Bösewicht Julius sorgte für menschliche Dramen neben den zeitgeschichtlichen. Ein zweiter Erzählstrang, der von Tobias jahrelanger Reise nach China berichtete, den Gefahren, Erlebnissen in der Fremde und Vorschriften rund um den Teehandel, war ebenfalls höchst interessant und aufschlussreich; diese Reise hätte durchaus ein eigenes Buch verdient, hätte aber mit größerer Ausführlichkeit den Rahmen dieses Buches gesprengt Quasi nebenbei habe ich erfahren von der Seckenberggesellschaft für Naturforschung und ihrem heute noch bestehenden Naturmuseum, von Shungas (Bildern jeder Art, die in expliziter Weise sexuelle Handlungen darstellen) und Antisemitismus im 19. Jahrhundert. Und immer wieder kam Bohea ins Spiel, der frühere englische Handelsname der exquisiten Tees aus dem nördlichen China, von dem ich gerne ein Tässchen genieße. Für mich ein höchst gelungener Auftakt einer großen Saga, der Lust auf die weiteren Bände macht!
Wie eine gute Tasse Tee
von Skandinavischeleserin - 17.09.2021
Inhalt: Friederike Ronnefeldt lebt im Jahre 1838 mit ihrer Familie mitten in Frankfurt und ist für ihre Schönheit und für ihren regen Geist bekannt. Als sich ihr Ehemann Tobias auf den Weg macht, um seiner Entdeckerleidenschaft rundum den Tee nachzugehen und die Weiten Chinas zu erkunden, stellt sich schnell die Frage, wie es nun mit ihrem kleinen Teegeschäft in dessen Abwesenheit weitergeht soll. Während sich im Jahre 1838 eine Frau um die häuslichen Pflichten zu kümmern hat, verlangen die Umstände schon bald einen anderen, unkonventionellen Weg von Friederike, ...denn das Unternehmen ihres Mannes ist in höchster Gefahr. Meine Meinung : Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich nicht nur Tee liebe, sondern vor allem gut erzählte historische Romane. Dieser historische Roman befasst sich mit der Geschichte der Familie Ronnefeldt, dabei lässt sich die Autorin von wahren Begebenheiten inspirieren, bringt aber auch einige ihrer Fantasie entsponnenen Elemente mit ein. Und dies macht sie auf überaus gelungene Art, sodass ich als Leser durch die Geschichte geflogen bin und jede der gelesenen Seiten sehr genossen habe. Dabei ist der Schreibstil für einen historischen Roman stets passend, aber nie zu beschwerlich oder stockend, sondern mutet durch einen sehr ausgewogenen Schreibstil absolut schön und flüssig an, sodass dieser Roman auch sehr gut für Einsteiger in das Genre zu empfehlen ist. Die besondere Stärke der Autorin liegt in ihrer feinfühligen und sehr intensiven Ausarbeitung ihrer Charaktere, denn in dieser Geschichte bleibt kein Charakter blass oder gar lieblos, sondern alle sind so plastisch und lebendig beschrieben, dass sich die kleinste Randfigur in das Gedächtnis des Lesers einbrennt und man jeden bildlich vor Augen hat. Dabei kann sie negative Charakter ebenso plastisch beschrieben, dass man als Leser eine Wut in sich verspürt, wie sie auch einige Lieblingscharaktere entwerfen kann, die man schon nach dem Beenden des Buches schmerzlich vermisst. Des weiteren schafft die Autorin ein realistisches, sehr passend dargestelltens Abbild der Gesellschaft rundum die Jahre um 1838 und die Rolle der Frau und Wege der Frauen aus dieser Rolle. Diese Szenen konnten mich aufgrund ihrer authentischen Darstellung besonders packen. Alles in allem ein großartiges Buch, das nur wenige kleine Kritikpunkte aufzuweisen hat. Zum einen waren mir manche Zeitsprünge zu abrupt und ich hätte mir dabei wenige Details mehr gewünscht. Eine kleine Sache, die mir bei de
die Teehändlerin
von gagamaus - 17.09.2021
Das Thema Teehandel hat mich magisch angezogen. Als Teetrinker und Fan der Länder, in denen bevorzugt Tee angebaut wird, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Die Teehändlerin liest sich leicht weg. Allerdings fand ich, es plätschert etwas zu viel zwischen den Befindlichkeiten einer jungen Frau dahin, die bereits einige kleine Kinder hat und deren Mann sich auf eine lange Handelsreise begibt, was ihr Angst macht und nicht ihr Wunsch. In dessen Abwesenheit muss sie sich emanzipieren um den unfähigen Verwalter auszubooten und das Handelshaus gegen einige Unbillen zu schützen. Es passiert irgendwie nicht viel in diesem Buch und das was passiert ist nur mäßig spannend und ich habe wirklich gar nichts Neues erfahren über den Teehandel und diese Zeit. Schade.
Dieses Buch verzauberte meine Seele (jester)
von jester - 16.09.2021
Der historische Roman von Susanne Popp erzählt die faszinierende Geschichte der Ehefrau Friederike Ronnefeldt des Teehändlers Tobias Ronnefeldt sowie die Bewohner der Freien Stadt Frankfurt am Main während der Biedermeierzeit. Zu dieser Zeit üblich, spielte sich das Leben der (wohlhabenden) Ehefrauen im Haus ab. Man musizierte, trank Tee in Gesellschaft und kümmerte sich um die Kindererziehung. Die Ehemänner waren für den Lebensunterhalt zuständig. Dieses Leben änderte sich für Friederike als ihr Ehemann nach China reist. Susanne Popp versteht es den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil zu fesseln und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Die Autorin schafft es geschickt, berühmte Persönlichkeiten, die ebenfalls in Frankfurt waren (wie zum Beispiel Arthur Schoppenhauer) in die Geschichte mit einzubeziehen. Super finde ich auch, dass man bereits zu Beginn im Figurenverzeichnis nachlesen kann, welche Personen historisch belegt und welche erfunden sind. Im Nachwort kann man auch noch nachlesen, welche Handlungen / Ereignisse historisch belegt bzw. erfunden sind. Begeistert war ich auch von dem historischen Stadtplan von Frankfurt am Main in der Innenseite sowie dem beigefügten Lesezeichen. Ich bin mir sicher, dass ihr damit ein Bestseller gelungen ist und ich bin schon auf Teil 2 gespannt.
Ronnefeldt
von Castilleja - 16.09.2021
Der Untertitel des Buches heißt Die Ronnefeldt-Saga und somit hatte ich bei diesem Buch erwartet, mehr über die Anfänge dieses Tee-Geschäfts oder dieser Tee-Firma zu erfahren oder zumindest mehr über die unterschiedlichen Teesorten, die Modeerscheinungen und den Ankauf des Tees, da der Firmengründer Tobias Ronnefeldt immerhin zu einer weiten Reise nach China aufbricht, um dort Teepflanzen zu stehlen (denn der Export war nicht erlaubt). Darüber erfährt man auch etwas, allerdings geht es hier in diesem Buch viel zu wenig um Tee und das Teegeschäft. Im Mittelpunkt steht Friederike Ronnefeldt, die Frau von Tobias Ronnefeldt und Mutter seiner fünf Kinder. Als ihr Mann auf Reisen geht, gibt es Probleme im Geschäft und so springt sie ein, dann gibt es noch eine amouröse Anziehung, wenn auch keine Liaison. Zwischendurch geht es auch mal um Friederikes Schwester Käthe und um Tobias Bruder Nicolaus. Dann wieder um andere Personen, den Alltag in Frankfurt,... Insgesamt bleibt der Roman aber leider etwas zu oberflächlich.
Zu wenig Tee bzw. Teehandel
von peedee - 16.09.2021
Die Ronnefeldt-Saga, Band 1: Frankfurt 1838. Friederike Ronnefeldt, Ehefrau des Tee- und Kolonialwarenhändlers Tobias Ronnefeldt, hat mit den Geschäften ihres Mannes nichts zu tun. Als er jedoch auf eine monatelange Reise nach China aufbricht und der eingestellte Prokurist sich als unzuverlässig herausstellt, muss Friederike handeln, um das Unternehmen für ihre Familie zu retten. Sie merkt, dass ihr diese Arbeiten und die Materie sehr liegen. Doch es ist nicht üblich für eine Frau ihres Standes, ein Unternehmen zu leiten Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut - eine Frau schaut nachdenklich zum Fenster auf die Stadt hinaus. Die Frau wird wohl Friederike darstellen. Mich überrascht es daher, da auf dem beigefügten Lesezeichen eine dunkelhaarige Frau abgebildet ist, die wohl die echte Friederike abbildet. Somit hätte ich auf dem Cover auch eine dunkelhaarige Frau gewählt. Mir gefällt der metallic-farbige Schriftzug. Im Innern gibt es eine historische Karte Frankfurts, die zwar sehr schön, aber auch klein ist. Ebenso ist die gewählte Text-Schriftgrösse eher etwas klein ausgefallen. Die Auflistung der Protagonisten ist sehr hilfreich. Friederike ist mit dem fünften Kind schwanger und Tobias steht kurz vor seiner Expedition nach China. Die geschilderte Expedition muss für die damalige Zeit ein unwahrscheinliches Unterfangen gewesen sein. Da war noch nichts mit Internet und kurz mal Informationen beschaffen, oder auch mal kurz ein Whatsapp schreiben, um Bescheid zu geben, dass man gut angekommen ist. Nein, man schreibt einen Brief und es dauert ein paar Monate, bis dieser zu Hause ankommt. Es ist auch Wahnsinn, dass diese Expedition ungefähr ein oder anderthalb Jahre gehen wird. Nun gut, man steigt eben nicht ins nächste Flugzeug ein und ist ein paar Stunden später in China. Friederike hat mir gleich von Beginn an gefallen: sie ist eine taffe Frau, die mehr möchte, als nur Ehefrau und Mutter zu sein - auch wenn dies bei bald fünf Kindern nicht nur eine kleine Aufgabe ist. Obwohl es ihr lieber wäre, wenn Tobias zu Hause bliebe, sagt sie es ihm nicht, da sie weiss, wie viel ihm diese über Jahre geplante Expedition bedeutet. Nicolaus Ronnefeldt hat seinem Bruder Tobias versprochen, auf dessen Familie aufzupassen. Nicolaus hat sich zu meiner männlichen Lieblingsfigur in dieser Geschichte entwickelt (bei den Frauen war es Käthchen, die Schwester von Friederike). Die Protagonisten haben mir grundsätzlich gut gefallen, mit Ausnahme von Julius Mertens (der jedoch der Erzählung ein wenig Pfeffer verleiht). Rolle der Frau, Expeditionen, Konfessionen, Gier - dies waren einige der behandelten Themen. Tee und Teehandel waren aus meiner Sicht zu wenig präsent. Für mich war es das erste Buch der Autorin, wird aber bestimmt nicht das letzte gewesen sein. Die Geschichte über den Zeitraum von rund zwei Jahren hat sich flüssig lesen lassen und mir haben auch die Ausführungen der Autorin im Nachwort betr. Realität und Fiktion des Buches gefallen. Fazit: Ein interessanter erster Band, aber zu wenig Tee bzw. Teehandel - 4 Sterne.
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