Warenkorb
€ 0,00 0 Buch dabei,
portofrei
Charles Baudelaire als Taschenbuch
PORTO-
FREI

Charles Baudelaire

Ein Lyriker im Zeitalter des Hochkapitalismus. 'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'. Neuauflage.
Taschenbuch
Charles Baudelaire. Ein Lyriker im Zeitalter des Hochkapitalismus - ein Buch, an dem Benjamin von 1937 bis 1939 arbeitete und das er aus dem Passagenwerk ausgliederte - ist Fragment geblieben. Der vorliegende Band vereinigt die als einzige abgeschlos … weiterlesen
Taschenbuch

15,00 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Charles Baudelaire als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Charles Baudelaire
Autor/en: Walter Benjamin

ISBN: 3518276476
EAN: 9783518276471
Ein Lyriker im Zeitalter des Hochkapitalismus.
'suhrkamp taschenbücher wissenschaft'.
Neuauflage.
Herausgegeben von Rolf Tiedemann
Suhrkamp Verlag AG

1. Mai 2007 - kartoniert - 194 Seiten

Beschreibung

Charles Baudelaire. Ein Lyriker im Zeitalter des Hochkapitalismus - ein Buch, an dem Benjamin von 1937 bis 1939 arbeitete und das er aus dem Passagenwerk ausgliederte - ist Fragment geblieben. Der vorliegende Band vereinigt die als einzige abgeschlossenen Texte Das Paris des Second Empire bei Baudelaire und Über einige Motive bei Baudelaire mit den Zentralpark-Fragmenten: aphorismen- und thesenartige Aufzeichnungen, in denen die ungeschrieben gebliebenen Teile des Baudelaire-Buches Kontur gewinnen.

Portrait

Walter Benjamin wurde am 15. Juli 1892 als erstes von drei Kindern in Berlin geboren und nahm sich 26. September 1940 in Portbou/Spanien das Leben. Benjamins Familie gehörte dem assimilierten Judentum an. Nach dem Abitur 1912 studierte er Philosophie, deutsche Literatur und Psychologie in Freiburg im Breisgau, München und Berlin. 1915 lernte er den fünf Jahre jüngeren Mathematikstudenten Gershom Scholem kennen, mit dem er Zeit seines Lebens befreundet blieb. 1917 heiratete Benjamin Dora Kellner und wurde Vater eines Sohnes, Stefan Rafael (1918 -1972). Die Ehe hielt 13 Jahre. Noch im Jahr der Eheschließung wechselte Benjamin nach Bern, wo er zwei Jahre später mit der Arbeit Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik bei Richard Herbertz promovierte. 1923/24 lernte er in Frankfurt am Main Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer kennen. Der Versuch, sich mit der Arbeit Ursprung des deutschen Trauerspiels an der Frankfurter Universität zu habilitieren, scheiterte. Benjamin wurde nahegelegt, sein Gesuch zurückzuziehen, was er 1925 auch tat. Sein Interesse für den Kommunismus führte Benjamin für mehrere Monate nach Moskau. Zu Beginn der 1930er Jahre verfolgte Benjamin gemeinsam mit Bertolt Brecht publizistische Pläne und arbeitete für den Rundfunk. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwang Benjamin, im September 1933 ins Exil zu gehen. Im französischen Nevers wurde Benjamin 1939 für drei Monate mit anderen deutschen Flüchtlingen in einem Sammellager interniert. Im September 1940 unternahm er den vergeblichen Versuch, über die Grenze nach Spanien zu gelangen. Um seiner bevorstehenden Auslieferung an Deutschland zu entgehen, nahm er sich das Leben.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 17.01.1995

Neue Überzeugung gesucht
Claude Pichois und Jean Ziegler kennen ihren Baudelaire

Als Baudelaire 1867, mit sechsundvierzig Jahren, starb, war er in Paris als eine Mischung aus Dandy und Bohemien bekannt, nicht als Dichter. Die "Fleurs du mal" hatten nur einen Skandalerfolg erzielt. Daß er dann in wenigen Jahren vom verkannten Genie zum Klassiker aufstieg, verdankt er der Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit seiner Freunde: Schon 1870 war die erste siebenbändige Gesamtausgabe abgeschlossen, schon kurz vor seinem Tod erschien die erste Biographie. Ein unermüdlicher später Freund war Eugène Crépet, der seine Baudelaire-Leidenschaft auf seinen Sohn Jacques übertrug.

Genau hundert Jahre nach Eugènes "Étude biographique" von 1887 erschien die Standardbiographie von Claude Pichois und Jean Ziegler. Sie ist den beiden Crépets gewidmet. Ziegler ist ein Enkel von Eugène. Pichois wiederum ist heute für die Baudelaire-Forschung, was einmal Figaro für die Haarpracht seiner Kunden war: immer und überall präsent. Er ist Herausgeber der Werke und der Briefe in der edelsten Klassikerausgabe, der "Pléiade", hat mit Friedhelm Kemp auch den deutschen Baudelaire herausgegeben, wirkt womöglich bei allen Baudelaire-Symposien, -Kolloquien und den daraus gezeugten Sammelbänden mit, ist an den Baudelaire-Forschungszentren in Nashville, Tennessee, und in Neufchâtel beteiligt und hat auch Briefe an Baudelaire, eine Ikonographie des Dichters und Urteile der Zeitgenossen veröffentlicht. Die Übersetzung dieser späten Frucht von Pichois' lebenslanger Baudelaire-Bemühung war seit langem fällig, nun kann man sich an der Lückenlosigkeit und Ungeschminktheit der Tatsachen und manchmal auch an Pichois' lakonischem Humor erfreuen.

"Eine Biographie ist nur eine Biographie", schreibt er im Vorwort, dezidiert sich absetzend von dem beliebten Typus "Leben und Werk". Er versucht sich nicht an Deutungen, gibt nur wieder, was aus Dokumenten, Selbstaussagen und Zeugenberichten zu filtern ist. Mit einem gewissen Stolz besteht er allerdings darauf, daß er im Gegensatz zu seinen Vorgängern die Geschichte eines Menschen aus Fleisch und Blut geschrieben habe. Es gebe zwar in puncto Familiengeschichte noch ein paar weiße Flecken, aber Baudelaire selbst sei restlos erfaßt.

In der Tat wird nichts Heikles ausgespart, weder die Frauenbeziehungen noch die Geldverhältnisse, denen ein eigener Anhang gewidmet ist. Man erfährt, daß Baudelaire mit seinen Büchern im ganzen 900 Franc verdiente, mit den Zeitschriftenaufsätzen 4200, mit den Übersetzungen, vor allem Poes, 8000 Franc. Man lernt auch aus genauer Untersuchung, was es mit Baudelaires revolutionärer Gesinnung und mit seinem Katholizismus auf sich hatte. Er war ein Revolutionär und ein religiöser Mensch von Geblüt, aber seine Überzeugungen wechselten mit den Jahreszeiten.

Von der Nüchternheit des Berichterstatters weicht Pichois nur im letzten Satz seines großen Werkes ab. Er ist der Freundschaft gewidmet. Sie habe es dem Dichter der großen Allegorie "Le voyage" erlaubt, trotz aller Hindernisse, von der Familienaufsicht über den Geldmangel bis zu Krankheit und Süchtigkeit, sofort "die hohe See zu gewinnen". WERNER ROSS

Claude Pichois und Jean Ziegler: "Baudelaire". Aus dem Französischen übersetzt von Tamina Groepper. Steidl-Verlag, Göttingen 1995. 523 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

Mehr aus dieser Reihe

zurück
Kapitalismus
Taschenbuch
von Nancy Fraser, Ra…
Die Regierung der Lebenden
Taschenbuch
von Michel Foucault
Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens
Taschenbuch
von Michael Tomasell…
Bereicherung
Taschenbuch
von Luc Boltanski, A…
Die Macht des Heiligen
Taschenbuch
von Hans Joas
vor
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Bleiben Sie in Kontakt:
Sicher & bequem bezahlen:
akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal
Zustellung durch:
¹ Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche ge-
kennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben.
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.