Atmosphärischer Auftakt mit Suchtpotenzial
Nach dem Tod ihrer Eltern landet Grace an einem Internat in Alaska und merkt schnell, dass dort irgendetwas nicht stimmt. Genau dieses geheimnisvolle Umfeld hat mich sofort in die Geschichte gezogen. Das verschneite Setting, die Katmere Academy und die vielen Rätsel sorgen für eine tolle Atmosphäre, bei der man ständig wissen möchte, was als Nächstes passiert.Besonders gut gefallen haben mir die Protas. Grace war mir trotz ihrer manchmal etwas naiven Art sympathisch und ihre Verbindung zu Macy fand ich sehr schön. Noch spannender war natürlich Jaxon. Hinter seiner unnahbaren Fassade steckt deutlich mehr, als man anfangs vermutet, und die Dynamik zwischen den beiden hat für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht.Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, sodass die vielen Seiten überraschend schnell vergehen. Humor, Spannung und die übernatürlichen Elemente sorgen für eine gute Mischung. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas Zeit nimmt, bis die Fantasy-Aspekte richtig in den Vordergrund treten. Manche Entwicklungen waren für mich zudem recht vorhersehbar oder wirkten etwas klischeehaft.Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Vor allem das Setting, die Charaktere und das spannende Ende haben dafür gesorgt, dass ich neugierig auf die Fortsetzung geworden bin.