Nachdem ich heute mein erstes Buch von Agatha Christie beendet hatte, musste ich ihr direkt noch eine Chance geben und habe sofort mit Mord im Orientexpress weitergemacht. Und was soll ich sagen? Auch wenn ich mich anfangs wieder etwas schwergetan habe, hat mich die Geschichte am Ende doch überzeugt. Die Handlung ist unglaublich spannend aufgebaut, man fiebert mit, stellt ständig neue Theorien auf und versucht gemeinsam mit Hercule Poirot den Täter zu entlarven. Genau dieses Miträtseln hat für mich den größten Reiz des Buches ausgemacht.Der Einstieg fiel mir allerdings erneut nicht leicht. Es tauchten sehr viele Namen auf und ich wusste anfangs überhaupt nicht, wer welche Rolle spielt. Tatsächlich hat es bis weit über die Hälfte des Buches gedauert, bis ich endlich den Überblick hatte und richtig in der Geschichte angekommen bin. Hinzu kommt, dass man merkt, dass das Buch bereits 1934 erschienen ist. Der Schreibstil und manche Wortwendungen wirkten auf mich ungewohnt, wodurch das Lesen teilweise etwas anstrengender war. Mein größter Kritikpunkt sind jedoch die vielen französischen Sätze, die nicht übersetzt wurden. Ich hätte wirklich gerne gewusst, was dort gesagt wird. Trotzdem hat sich das Durchhalten gelohnt, denn am Ende erwartet einen ein spannender Kriminalfall, der einen bis zur letzten Seite rätseln lässt.