Agnes Aubert führt ein akribisch organisiertes Leben, und das muss sie auch. Denn als Chefin einer dringend benötigten Katzenzuflucht ist sie oft die Einzige, die zwischen ihren geliebten Katzen und dem sicheren Tod steht. Als sie umziehen muss, erfährt Agnes, dass ihr neuer Vermieter der Dunkle Lord Havelock Renard ist, der das Heim nur als Fassade für seinen völlig illegalen Zauberladen benutzt. Dass Renard mit seiner verbotenen Magie einmal beinahe die Apokalypse herbeigeführt hat, macht ihn nicht sympathischer.Agnes ist das erstmal herzlich egal - ihre Sorge gilt allein den Katzen. Doch als ein Feind aus Renards Vergangenheit auftaucht, muss Agnes Partei ergreifen und ihr Organisationstalent für etwas dunklere Zweck einsetzen: den Schutz des Mannes, der als einer der größten Verbrecher des Jahrhunderts gilt.Mir war nach etwas Gemütlichem und da dieses Buch als "Cosy Fantasy" angepriesen wurde, habe ich mich dafür entschieden.Allerdings hatte ich anfangs große Probleme mich fallen zu lassen.Ich kann dabei nicht mal genau sagen, woran es gelegen hat, aber irgendetwas am Erzählton hat mich gestört. Aber vielleicht lag es auch an meinen Leseumständen, die nicht gerade ideal waren, um mich ganz auf diese Geschichte einlassen zu können.Schnell wurden mir aber einige Parallelen zu "Das wandelnde Schloss" ("Howl's Moving Castle" von Diana Wynne Jones) deutlich. Da das eines meiner Lieblingsbücher ist, wusste ich erst mal nicht, was ich davon halten sollte, denn dadurch wurde für mich die Handlung leider allzu vorhersehbar.Zwar war die Geschichte durchaus gemütlich und sehr angenehm zu lesen, aber zwischendurch habe ich mich auch einfach ein wenig gelangweilt.Es gab für mich wirklich so gar keine Überraschungen, Gefahren wurden immer sehr schnell gebannt und am Ende war ich sehr froh, dass sich zumindest nicht noch herausgestellt hat, dass in Agnes doch jede Menge ungenutztes Magiepotenzial steckt (das wäre echt einen Ticken zu viel "Howl's" gewesen für mich), obwohl sie natürlich die Retterin der Geschichte werden musste und Dinge herausfinden konnte, die zuvor niemand erkennen konnte ...Na ja, immerhin gab es ganz viele unterschiedliche Katzen, die für ganz viel Chaos und Gemütlichkeit sorgen durften.Fazit: Alles in allem ein wirklich gemütliches, nettes und angenehm zu lesendes Buch, aber für mich nicht immer ganz überzeugend. Einiges zum Weltenbau hätte ich gerne tiefergehender gehabt, hier wurde jedoch eindeutig mehr Wert auf die Katzen und den Gemütlichkeitsfaktor gelegt, was zwar durchaus nett war, aber für mich nicht hundertprozentig gepasst hat.Die eindeutigen Parallelen zu "Das wandelnde Schloss" waren auch nicht hilfreich, da dies eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist und Agnes und ihre Katzen den Vergleich damit einfach nicht so gut überstehen konnten - zudem wurde dadurch die Handlung etwas zu vorhersehbar für mich. (3,5 Sterne)