Meinung:
Erster Satz: Sie alle wollten meinen Tod sehen.
Das Cover ist wieder wunderschön, ich liebe den Stil mit den Statuen, das sieht einfach super aus und passt auch zur Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es jeweils Kapitel aus Auroras und aus Coldens Sicht gibt. Wie auch schon bei Band eins flog ich nur so durch die Seiten, allein schon wegen des Stils.
Dieser Band schließt direkt an das Ende von Band eins an. Colden erinnert sich nicht mehr an die letzten 200 Jahre und auch nicht an Aurora. Nicht nur verletzt sie das, sondern es bringt auch ihr ganzes Vorhaben in Gefahr. Als dann auch noch der Bruder von Colden auftaucht, ist das Chaos perfekt.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, was auch an der kurzen Zusammenfassung am Anfang liegt. Sowas sollte wirklich jedes Buch haben. Danach war ich wieder voll dabei und konnte gar nicht erwarten zu erfahren, wie es mit Colden und Aurora weitergehen würde. Die Ausgangslage war auf jeden Fall spannend, denn Colden kann sich an nichts erinnern.
Aurora mochte ich wieder sehr gerne. Man merkt ihr ihre Entwicklung, die sie in Band eins gemacht hat, gut an ihre Entscheidungen, die sie jetzt trifft, sind auch bedachter und nicht so impulsiv. Immer wenn sie mit ihrem Bruder sprach, merkte man, wie sehr sie ihn liebt, diese Verbindung zwischen den beiden fand ich sehr gut gemacht und hat ihrem Charaktere auch noch mehr Tiefe verliehen.
Colden fand ich toll, einerseits lernt man eine andere Seite von ihm kennen, und ich hätte nicht gedacht, dass sich der Colden von vor 200 Jahren so sehr von dem aktuellen Colden unterscheiden würde. Aber das tut er. Colden ist zu Beginn des Buches hart, unnachiebig und hat eine ganz andere Meinung zu Menschen und Valets als vorher. Ich fand seinen Charakter hier am besten, weil man so viele Seiten von ihm kennen lernt und manches auch besser verstehen kann, wieso er sich manchemal so verhalten hat, wie er es eben tat.
Die Geschichte war wieder genial. Mehr muss man eigentlich nicht sagen, außer vielleicht, dass mir der zweite Band noch besser gefallen hat, als der erste. Zuerst hatte ich Angst, dass das nur ein Füller wird, aber dem ist nicht so. Colden verfolgt immer noch sein Ziel Galadon zu stürzen und die Welt der Götter zu einer besseren zu machen, nur geht er dabei anders vor, als ursprünglich gedacht.
Neben den bekannten Charakteren treffen wir auch neue Charaktere an, der wichtigste davon ist Cassius. Er war verschwunden und ist Coldens Bruder. Bei ihm wusste ich nie, ob er nun ehrlich ist oder nicht. Oder was seine Ziele sind, denn er sagt er will Colden helfen, weiß aber auch viel über das Zepter und wie man damit umgeht, was daraufhindeutet, dass er es vielleicht selbst haben will. Ich fand seinen Charakter toll, und ich habe sehr oft meine Meinung über ihn geändert. Außerdem bringt er frischen Wind in die Gruppe, was dem Buch sicherlich nicht geschadet hat.
Was ich ebenfalls sehr gut fand war, dass Aurora lernt mit ihren Kräften umzugehen, oder es zumindest versucht und man als Leser im Zuge dessen auch noch mehr Informationen über das Zepter und seine Macht bekommt. Diesen Teil fand ich spannend, denn ich liebe sowas in Büchern.
Die Liebesgeschichte bekommt auch wieder einen Platz, wenn auch anders als angenommen. Colden kann sich nicht an Aurora erinnern und daher lernen sie sich sozusagen neu kennen. Trotzdem spürt man einfach, dass da was zwischen ihnen ist und auch wenn er es vielleicht nicht will, kommen sie sich wieder näher. Ich fand das gut gelöst, alles, auch mit seinen Erinnerungen, wie sie versuchen diese zurückzubringen und wie er damit umgeht.
Wie der Klappentext schon sagt, fordert Colden den Primarchen heraus. Dies ist der wichtigste und auch spannendste Teil in dem Buch. Es hat mich ein bisschen an die Hungerspiele erinnert, auch wegen der Arena und den Regeln. Und ab da konnte ich fast nicht mehr aufhören zu lesen, weil es so spannend war. Diese Herausforderung hat einfach perfekt gepasst und durch die Teilnehmer wurden unsere Lieblinge auf eine harte Probe gestellt. Man musste sich immer um sie fürchten und ich dachte ein paar Mal wirklich, dass jetzt jemand sterben würde. Außerdem gibt es in dem Teil des Buches noch einige Wendungen, manche waren vorhersehbar und manche eine komplette Überraschung, das war einfach ein Wechselbad der Gefühle.
Das Ende ist gemein. Es ist genauso großer Cliffhanger wie das Ende von Band eins und ich weiß nicht, wie ich nun auf den dritten Band warten soll.
Fazit:
Ich hatte Angst, dass das Buch nur ein Füllerband werden würde, aber dem war nicht so. Durch neue Charaktere und neue Herausforderungen war der Teil sogar noch besser als der erste Band, zumindest für mich. Ich freue mich schon darauf, herauszufinden, wie es nun mit Colden und Aurora weitergehen wird. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.