Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich meine Gefühle nach Curseborn in Worte fassen soll. Ich hatte nach Blackspell schon hohe Erwartungen an den zweiten Band und trotzdem hat Celine Leonora es geschafft, mich noch einmal völlig zu überraschen.
Ich liebe einfach diese düstere, leicht unheimliche Atmosphäre der Wyndhouse Academy. Dieses Gefühl, dass hinter jeder Ecke etwas lauert und man eigentlich niemandem zu hundert Prozent vertrauen kann, hat mich beim Lesen permanent begleitet. Genau dieses Spiel mit Vertrauen und Misstrauen fand ich unglaublich spannend.
Eden hat mir in diesem Band besonders gut gefallen. Ihre Entwicklung, ihre Zweifel und vor allem ihr Umgang mit ihren Kräften haben sie für mich noch greifbarer gemacht. Auch die Dynamik zwischen ihr und Ace mochte ich sehr. Da war für mich genau die richtige Mischung aus Spannung, Konflikten, Gefühlen und diesem ständigen Gefühl, nicht zu wissen, ob man jemandem wirklich vertrauen kann.
Und dann diese Plottwists. Ich habe wirklich mehrfach gedacht, ich hätte endlich verstanden, worauf alles hinausläuft, nur um kurz danach wieder komplett eines Besseren belehrt zu werden. Einige Enthüllungen haben mich richtig sprachlos zurückgelassen. Besonders liebe ich, dass vieles im Nachhinein trotzdem Sinn ergibt und nicht einfach nur für den Überraschungseffekt eingebaut wurde.
Der Schreibstil war für mich wieder unglaublich angenehm. Bildhaft, flüssig und gleichzeitig mit dieser düsteren Stimmung, die perfekt zur Geschichte passt. Ich hatte dieses Gefühl von nur noch ein Kapitel definitiv öfter, als ich zugeben möchte.
Curseborn ist für mich ein richtig starkes Finale einer Dilogie, das mich emotional genauso wie mit seiner Handlung bekommen hat. Düster, magisch, geheimnisvoll, voller Intrigen und mit Charakteren, bei denen man selbst irgendwann nicht mehr weiß, wem man eigentlich glauben soll.
Ganz klare 5 Sterne von mir und eine absolute Empfehlung für alle, die Dark Academia, Fantasy, Geheimnisse und richtig gute Plottwists lieben