In ihren Roman "In die Schweiz" erzählt Emma Cline von David Hastings, einem alten Mann, der seine letzte Reise macht, um in der Schweiz sein Leben selbstbestimmt zu beenden.
Er macht die Reise mit seinem persönlichen Assistenten Cody, der ihn in seiner schweren Demenz unterstützt und alles für David regelt.
Man erfährt einiges ober Davids Gedanken und sein Leben. Er trifft zum Beispiel ganz kurz seinen alten Freund Tom, deren Beziehung nur angedeutet wird. Überhaupt kann man im gesamten Buch viel zwischen den Zeilen lesen, was einerseits ordentlich Konzentration verlangt, der Geschichte andererseits eine besondere Tiefe verleiht.
Der Schreibstil ist ganz speziell, viele kurze Sätze, viele Wiederholungen, kurze Fragmente und Memes. Das macht das Lesen emotional, ein bisschen bedrückend, weil man meint, sich in die Demenz einzufühlen.
Insgesamt ein eindringlicher Roman, toll geschrieben, aber nicht ganz leichte Kost. Von mir klare Leseempfehlung!