Einen Namen für ein Kind auszusuchen ist nicht leicht, doch für Gordon ist es ganz einfach, denn schon seit Generationen erhält der erstgeborene Sohn in seiner Familie den Namen "Gordon¿. Da hat auch Cora, seine Frau, nichts mitzureden, die zum Amt gehen soll, um sich um die Geburtsurkunde zu kümmern und den Namen eintragen zu lassen. Cora hat allerdings andere Vorstellungen als ihr Mann, aber traut sie sich auch, sich ihm zu widersetzen? Nach außen hin ist Gordon zwar der nette, fürsorgliche Arzt, doch seiner Frau gegenüber ist er manipulativ, kontrollsüchtig und brutal.Das ist die Ausgangslage des Romans und hier beginnen nun drei unterschiedliche Erzählungen, je nachdem, welchen Namen Cora eintragen lässt und wie Gordon darauf reagiert.Es ist spannend zu lesen, wie unterschiedlich die drei Leben verlaufen und zwar nicht nur das Leben des Jungen, sondern aller Familienmitglieder. Mir hat der Schreibstil von Florence Knapp sehr gut gefallen und ich hoffe auf weitere Bücher von ihr."Die Namen¿ ist ein sehr intensives Buch mit dem zentralen Thema "häusliche Gewalt¿. Wie auch bei dem von mir zuvor gelesenen Buch "Verbrenn all meine Briefe¿ ist das schwer zu ertragen, kommt doch in diesem Buch nicht nur seelische, sondern auch körperliche Gewalt vor. Das kann man dem Klappentext leider in keinster Weise entnehmen und so war ich froh, durch andere Rezensionen vorab gewarnt worden zu sein.Nicht bewusst war mir allerdings, dass der Roman in England spielt. Gedanklich hatte ich bereits eine typische amerikanische Kleinstadt vor Augen, die ich nach kurzer Zeit gegen viktorianische Reihenhäuser ersetzen musste, was dem Buch einen ganz anderen Vibe gegeben hat. Kennt Ihr das auch?