Inhalt siehe Klappentext.
Der 20. Band von Gregs Tagebuch fällt durch sein rötlich-pinkes Cover auf - ob Jeff Kinney mit dieser Farbe auch Jungs zum Lesen von Bock auf Party? einladen kann? Aber man darf ja heutzutage nicht aufgrund von Farben urteilen. Ich persönlich finde pink für ein Buch sehr schrill. Der Comic-Roman mit seinen 224 Seiten liest sich recht schnell, die Charaktere sind alle bekannt, wenn man die anderen Bände auch kennt - wenn nicht, findet man auch schnell rein. Was mich jedesmal wundert, Gregs Familie altert optisch überhaupt nicht! Und auch die Handlung hat meiner Meinung nach keinen Reifeprozess durchschritten. Greg will so wenig wie möglich für die Schule tun, nicht im Haushalt helfen, dafür chillen und mit Freunden abhängen, das große Geld machen bzw. sich zum Geburtstag schenken lassen. Dumm nur, wenn die Familie den Geburtstag vergisst. Klingt für mich sehr unrealistisch, denn welche Eltern vergessen den Geburtstag des eigenen Kindes? Aber gut, die Story muss schließlich irgendwoher kommen. Und so ist der Leser dabei, wie Greg alles daran setzt, doch noch seine Party zu bekommen und er das Geld (oder die heißbegehrte Sammelkarte, wie man es nimmt). Ein Wettlauf mit der Zeit, Greg tritt auf der Stelle, er ist nicht der große Glückspilz, sein Party-Buch liest sich ganz witzig, aber ich finde, nach 20 Teilen hat es sich irgendwann ausgelutscht. Ich gebe das Buch guten Gewissens zurück in die Schulbücherei, die Unterstufe freut sich drauf, von mir gibt es 3,5 Sterne. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Witziges Gimmick in diesem Band: Eine Greg-Party-Figur in Handgröße zum Anmalen und Aufstellen.