Pretty Little Liars Vibes - nur am Strand.
Wer Pretty Little Liars - genauso wie ich - geliebt hat, sollte dieses Buch definitiv lesen. Nein, eigentlich sollte man gleich die ganze Reihe lesen!Denn "One Second to Love" hat für mich einfach SO starke PLL-Vibes. Fünf Freundinnen, eine verschwindet plötzlich spurlos und die Freundschaft der verbliebenen vier zerbricht daran. Schon allein diese Ausgangslage hat mich sofort neugierig gemacht. Und auch wenn die Parallelen zu PLL wirklich nicht zu übersehen sind, hat mich das überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil - ich habe die geheimnisvolle, leicht düstere Atmosphäre total geliebt!Im Mittelpunkt steht Avery, die Jahre später nach Harbor Bridge zurückkehrt. Eigentlich möchte sie dort nur eine Auszeit nehmen, denn ihr Job hat sie komplett ausgelaugt und auch ihr Herz ist nicht gerade heil geblieben. Doch aus der geplanten Pause wird schnell etwas ganz anderes, denn plötzlich ist Avery wieder mitten in der Geschichte um Josies Verschwinden.Josie ist vor zehn Jahren verschwunden. Niemand weiß genau, was damals passiert ist und warum sie nie gefunden werden konnte. Und je mehr Avery sich mit der Vergangenheit beschäftigt, desto mehr Fragen tauchen auf. Was ist damals wirklich passiert? Warum gibt es so viele Ungereimtheiten? Und warum scheint niemand die ganze Wahrheit zu kennen?Dabei kommen nach und nach auch die anderen Freundinnen wieder ins Spiel. Besonders schön fand ich, wie sich die alte Freundesgruppe langsam wieder zusammenfindet. Avery findet in Odina wieder eine Verbündete und zwischen den beiden entsteht nach und nach erneut diese alte Verbindung. Natürlich ist nicht plötzlich alles wieder wie früher, schließlich liegen zehn Jahre voller Schmerz, Schuldgefühle und ungeklärter Fragen zwischen ihnen. Aber genau das hat die Dynamik für mich so interessant gemacht.Und dann gibt es natürlich noch Jake.Averys Bandkollege und ihre erste große Liebe - nur leider wurden ihre Gefühle damals nicht erwidert. Zwischen gebrochenem Herzen, alten Wunden und all den Geheimnissen ist Jake definitiv noch einmal eine ganz eigene Baustelle.Während Avery und ihre Freundinnen versuchen, Josies Verschwinden aufzuklären, tauchen immer mehr Hinweise auf: alte Akten, Anzeigen in der lokalen Zeitung, Aussagen von Freunden und Bekannten ... Immer wieder hatte ich das Gefühl: Jetzt kommen sie der Wahrheit bestimmt näher! Und genau dadurch wollte ich natürlich immer weiter lesen.Die Spannung wird dabei Stück für Stück aufgebaut und je mehr man über Josie und die damaligen Ereignisse erfährt, desto mehr Fragen entstehen. Man weiß nie so genau, wem man eigentlich glauben kann und welche Information vielleicht noch fehlt.Und dann kommt das Ende.Eine weibliche Leiche taucht auf ...UND DANN IST DAS BUCH AUS!Ja. Danke für nichts.Dieser Cliffhanger ist wirklich mies - aber gleichzeitig natürlich genau das, was man von so einer Reihe erwartet. Zum Glück sind mittlerweile alle Teile erschienen, sodass man nicht monatelang auf die Auflösung warten muss. Ich kann mir nämlich absolut vorstellen, dass ich damals beim Erscheinen wahnsinnig geworden wäre.Besonders gut gefallen hat mir das Setting in Harbor Bridge. Die Inselatmosphäre passt einfach perfekt zur Geschichte und gibt dem Ganzen dieses abgeschlossene Gefühl, bei dem man sich fragt, welche Geheimnisse wohl noch hinter den einzelnen Häusern und Personen stecken.Und natürlich darf auch das langersehnte Happy End für Avery und Jake nicht fehlen. Für mich war eigentlich von Anfang an klar, dass diese beiden irgendwann wieder zueinanderfinden würden. Manche Gefühle verschwinden eben nicht einfach.