Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hat mich hier sofort das Setting angesprochen: eine abgelegene Insel mit einer alten Villa, wo ein Mord vor langer Zeit passierte.
Nun gilt es natürlich herauszufinden, was damals geschah und nachdem auch noch eine weitere Person vermisst wird, stellt sich die Frage, ob diese Fälle etwas miteinander zu tun haben oder ob es doch alles nur Zufall ist.
Was mir hier besonders gut gefallen hatte, waren die Rückblicke in die 30er Jahre, wo wir immer mehr über die Familie, die in der alten Villa lebte, kennenlernen und wie sich ihr Tagesablauf gestaltete. Sehr schnell war bei mir der Punkt erreicht, an dem ich immer mehr aus der vergangenen Zeit wissen wollte und mich die Gegenwart so gar nicht mehr interessiert hatte. Das lag nicht nur an der Erzählperspektive, sondern auch an den Charakteren und dem Spannungseffekt.
In der Gegenwart erfahren wir alles aus Sicht der Protagonistin Marlowe, die eigentlich schon 14 ist, aber oftmals Erklärungen liefert, als wäre sie noch im Grundschulalter. Gleiches gilt für ihre Interaktionen. Die Gedankenwelt, in der wir uns befanden, fand ich irgendwann nur noch abstoßend. Denn alle weiblichen Wesen, die Marlowe begegnen sind unglaublich gutaussehend und potentielle Kandidatinnen für sie das war mir schlichtweg einfach zu viel. Denn niemand läuft durch die Welt und denkt sich bei jedem Gegenüber dich will ich küssen und dich will ich küssen und ohadiese wunderbaren Augen und diese Hände. Sie müssen mich berühren.
Ebenfalls entzog es sich mir, warum die Teenager plötzlich alleine auf der Insel verbleiben, nachdem ein Erwachsener verschwunden ist und keiner sich wirklich darum zu kümmern scheint.
An alle, die ebenfalls das Buch gelesen haben: Habt ihr jetzt auch eine innige Faszination mit dem Thousand Island Dressing, welches gefühlt 10 Mal in jedem Kapitel erwähnt wird??