Saint ist wenig so heilig wie seine Privatsphäre. Dass er aufgrund eines Vorfalls jetzt eine Dokumentation drehen muss, ist wirklich das schlimmste für ihn. Getoppt wird das ganze nur davon, dass Callie ihm irgendwie unter die Haut zu gehen scheint und er höllisch aufpassen muss, ihr nicht zu viel zu offenbaren. Callie dagegen kämpft schon länger um Anerkennung, weiß aber nicht, ob sie dafür ihre Integrität opfern möchte. Dennoch ist sie hochentschlossen, Saints harte Schale zu knacken um an seinen geheimen Kern zu gelangen.
Das Buch ist wechselnd aus den Perspektiven von Saint und Callie geschrieben, die authentisch und weitestgehend sympathisch dargestellt werden. Ihren Gedanken und Gefühlen konnte ich gut folgen, genauso wie der gesamten Story.
Der Schreibstil ist angenehm und einfühlsam und hat mir insgesamt gut gefallen.
Callie bringt ein paar Unsicherheiten mit sich, aber Saint ist wirklich kein einfacher Mensch. Er hat einige Verhaltensweisen, die ihm selbst Steine in den Weg legen, die vermeidbar gewesen wären. Dagegen finde ich Callie an ein paar Stellen fast etwas übergriffig, aber das passt zu ihrem Job als Journalistin ganz gut.
Die Nebenprotagonisten haben mir sehr gut gefallen, sie hatten viel Tiefe und haben einiges zum Buch beigetragen, was ich super wichtig fand.
Die Handlung fand ich an einigen Stellen etwas vorhersehbar und etwas übertrieben pathetisch, aber trotzdem hatte ich Spaß beim Lesen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich mag Sportromance-Bücher einfach super gerne und bin auch am Ende mit diesem Buch wieder glücklich gewesen und kann es nur jedem Fan empfehlen.