Ein Ort zwischen den Welten: das Sommerhaus als Protagonist in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
Sommerhäuser sind in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur eindrücklich präsent und eng mit der nach wie vor steigenden Popularität des Ländlichen verknüpft. Als eine Form der Gegenwelt und als Kompensation zu bestehenden Ordnungen verkörpern sie Gegenentwürfe, die zwischen Stadt und Land, Alltag und Gegenwelt, Arbeit und Freizeit, Utopie und Dystopie, aber auch zwischen Gemeinschaft und Isolation changieren. Anhand ausgewählter literarischer Texte von Christa Wolf, Jenny Erpenbeck und Judith Hermann knüpft Sara Maatz an die hochaktuelle Stadt-Land-Forschung an und führt sie mittels der Perspektivierung des Sommerhauses literaturwissenschaftlich weiter. Dabei wird deutlich, dass das Sommerhaus nicht weniger sein soll als eine Antwort auf die Frage »Wo und wie leben? «.