
James, ein schwarzer Mann, von Weißen versklavt, soll verkauft und damit von Frau und Tochter getrennt werden. Er ergreift die Flucht und begibt sich, zusammen mit Huck, einem weißen Jungen, der vor seinem gewalttätigen Vater davonläuft, auf eine gefährliche Reise entlang des Mississippi. Doch James geht es nicht nur um seine eigene Freiheit. Er will zurück zu seiner Familie. Dafür muss er sie allerdings erst einmal finden.
Anders als in Mark Twains Adventures of Huckleberry Finn wird die berühmte Fluchtgeschichte in Percival Everetts Roman nicht von Huck erzählt, sondern von James. Und was für einen Unterschied es macht, wessen Stimme wir hören! Bei Everett ist James all das, was ein versklavter Mensch in den Augen der Weißen weder sein kann noch sein darf: ein kluger, gebildeter und wortgewandter Mann, der das Unrecht des weißen Rassismus durchschaut. Der ebenso gutmütige wie harmlose Jim, den die Weißen sehen, ist nur eine Rolle - eine Strategie, um zu überleben.
National Book Award for Fiction 2024, Pulitzer Prize for Fiction 2025
Themen: African Americans, Racism, Slavery, USA, History, Historical Fiction, Change of Perspective, Intertextuality
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