Lelibeth lebt und liebt das Mont Lacroix, ein altes, ehrwürdiges Luxushotel, das ihrer Familie seit Generationen gehört. Doch die Zeiten sind schwierig. Die Konkurrenz ist groß (und kämpft mit allen Mitteln) und das Mont Lacroix braucht dringend Geld um weiterhin zu den besten Hotels der Alpenregion zu gehören. Lelibeth hat aber einen Plan: in Zukunft soll das Mont Lacroix ein Ort für schöne und exklusive Hochzeiten werden. Doch die Klatschpresse und Herr Goldbach wollen die junge, willensstarke Frau fallen sehen. Und dafür ist, besonders Herrn Goldbach, jedes Mittel recht. Sein Sohn Noah soll, als Florist unter falschen Namen für die Hochzeit, über Familie Lacroix und das Hotel alles herausfinden, was zum Untergang des alten Schlosses führen könnte. Noah scheint keine andere Wahl zu haben, da seine Zukunft beziehungsweise seine finanziellen Mittel von seiner Mission abhängen. Doch je näher er dem Hotel und seinem Bewohnern - allen voran Lelibeth kommt, desto mehr kommt Noah ins Grübeln. Denn zwischen Flurgossip, einer anstrengenden Brautmutter und den alten Gemäuern findet er das, was er so lange gesucht hat. Doch wie wird Lelibeth reagieren wenn sie erfährt, dass Noah nicht nur vorgab jemand anderes zu sein, sondern auch der Sohn ihres persönlichen Widersachers ist?
Eines vorweg, in dem Buch gab es keine großen Überraschung für mich. Warum mir dieses Buch trotzdem gut gefallen hat? Die Beschreibungen von dem Hotel(alltag) und besonders Noahs Gefühlswelt haben mich bewegt. Lelibeth, von Allen nur Leli genannt, spricht immer von ihrer Familie und meint damit das komplette Hauspersonal. Ein Luxushotel funktioniert nur, wenn Alle mit anpacken und im verborgenen ihre Arbeit leisten. Auch Lelis Kernfamilie hat mir in ihrer Dynamik sehr gefallen. Leli ist sehr diszipliniert, denn sie weiß: Junge, noch dazu blonde Frauen, haben es in der Männerdomäne Hotellerie nicht leicht. Sie ist immer am Arbeiten und kann kaum eine Aufgabe aus der Hand geben. Noah ist das komplette Gegenteil. Er verbringt seine Zeit mit Partys, Alkohol und Frauen. Für deinen Vater ist er ein Nichtsnutz und das bekommt Noah tagtäglich zu spüren. Er beschließt irgendwann einfach der Versager zu sein, den jeder in ihm sieht. Der Start von der Zusammenarbeit von Leli und Noah verläuft holprig. Doch mit der Zeit werden die Beiden ein gutes Team und es knistert gewaltig. Auch das hat mir gefallen. Aber am besten gefallen hat mir die Intensität, mir der die Autorin das Gefühchaos von Noah widerspiegelt.
Das war mein erstes Buch von der Autorin. Ihr angenehmer Schreibstil war entspannt zu lesen und ich konnte mich gut in das Buch fallen lassen. Es werden noch zwei Folgebände im Sommer erscheinen, in denen geht es dann um die Adoptivgeschwiester von Leli. Ich werde auf jeden Fall Mal reinlesen.