Inhalt
In Band 2 bekommen wir neben Malins POV auch die ihrer Schwester Lila. Lila ist Schulsprecherin und eines der beliebtesten Mädchen ihrer Schule. Sie lebt angepasst und erfüllt alle Erwartungen bis an ihrem 18. Geburtstag ihr gut gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Sie küsst ihre beste Freundin und löst damit ein riesiges Chaos aus. Um sich ihren Freundinnen im Sommer nicht stellen zu müssen, reist sie widerwillig ins Camp Rainbow. Dort wird sie gezwungen, sich intensiver mit ihrer Sexualität und sich selbst auseinanderzusetzen.
Rezension
Da es sich um den zweiten Band handelt, würde ich empfehlen, zuerst Band 1 zu lesen.Der Schreibstil ist erneut sehr leicht, flüssig und angenehm. Schon vor Beginn war ich besonders gespannt auf Lilas Geschichte, da wir sie in Band 1 bereits kennenlernen durften umso schöner fand ich es, diesmal sowohl ihre als auch Malins Perspektive zu bekommen. Inhaltlich geht es deutlich weniger um das Finden einer romantischen Liebe als vielmehr um Selbstakzeptanz, Identität und Geschwisterliebe.
Für mich war Lila die spannendere Protagonistin, und insgesamt hat mir dieser Band sogar noch besser gefallen als der erste. Ihr Charakterwachstum ist enorm und ihr Weg zu sich selbst hat mich sehr berührt. Auch bekannte Nebenfiguren tauchen wieder auf, und die Rückkehr ins Camp Rainbow fühlt sich nicht nur für die Protagonist*innen wie ein Nach-Hause-Kommen an. Die Atmosphäre ist genau das, was man sich von einem jugendlichen Sommercamp wünscht: leicht, warm und voller Humor. Gleichzeitig scheut das Buch nicht davor zurück, ernste Themen wie Outing, ADHS, Autismus, Transidentität und vieles mehr aufzugreifen.
Bewertung & Empfehlung
Dieses Buch ist eine absolute Herzensempfehlung besonders für Jugendliche, aber auch für alle anderen, die sich auf eine sanfte, ehrliche und zugängliche Weise mit Queerness und Autismus auseinandersetzen möchten.
/ 4,5 Sterne