Staatsverschuldung, hohe Steuern und bankrotte Sozialversicherungen: Warum steht Deutschland hierbei soviel schlechter da als die Schweiz? Der Grund liegt in den Verfassungen der beiden Staaten, nämlich im Unterschied zwischen direkter und parlamentarischer Demokratie. Andreas Glaser zeigt dringend notwendige Reformschritte für den Weg aus der Krise auf.
Based on a concept of sustained development in three-dimensions (ecology, economy and social welfare), Andreas Glaser studies the substantive situation in constitutional law and the institutional development of the political decision-making process as well as the new Swiss federal constitution, which has been in effect since 2000, and the German Basic Law. In each case, he focuses on the protection of natural resources, retirement insurance and the national debt, all of which are particularly important for the model of sustained development. One of the main explanatory approaches in the book is the difference between direct democracy, in which according to the Swiss constitution the citizens are included to a large extent, and the German Basic Law, which is strictly representative. Ausgehend vom Konzept der nachhaltigen Entwicklung in seinem dreidimensionalen Verständnis (Ökologie, Ökonomie und Soziales) untersucht Andreas Glaser die materielle Verfassungsrechtslage und die institutionelle Ausgestaltung des politischen Entscheidungsprozesses sowohl der neuen Schweizerischen Bundesverfassung aus dem Jahre 2000 als auch des Deutschen Grundgesetzes. Der Schwerpunkt liegt jeweils auf den für das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung besonders aussagekräftigen Bereichen des Schutzes der natürlichen Ressourcen, der Ausgestaltung der Rentenversicherung und der Staatsverschuldung. Hierbei wird die jeweils aktuell geführte Diskussion aufgegriffen. Ein zentraler Erklärungsansatz des Buches ist der Gegensatz von direkter Demokratie unter starkem Einbezug der Staatsbürger in der Schweizerischen Bundesverfassung auf der einen Seite und des unter Ausschluss der Staatsbürger strikt repräsentativ ausgerichteten Deutschen Grundgesetzes. Der Autor wartet im Anschluss an die rechtsvergleichende Analyse mit zahlreichen konkreten Reformvorschlägen für beide politischen Systeme auf, verwirft ebenso dezidiert andere in der Diskussion befindliche Änderungsvorschläge.