Wie kann eine fürsorgliche Hochschule aussehen? Impulse aus der intersektionalen Care- und Hochschulforschung.
In der Organisation Hochschule wird Sorge häufig als Problem der Vereinbarkeit verhandelt. Ein Blick in die Praxis zeigt jedoch, dass Sorgearbeit nicht nur die private Betreuung und Pflege von Angehörigen umfasst, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil des professionellen Hochschulalltags aller Mitglieder ist: im kollaborativen Forschen ebenso wie in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung oder in der Lehre und Beratung von Studierenden. Die Beiträger*innen bieten konzeptionelle und empirische Analysen und setzen zugleich politische Impulse. Dabei legen sie ein breites Verständnis von Sorge zugrunde, betrachten Sorgeverhältnisse in der Wissenschaft aus diskriminierungskritischer und intersektionaler Perspektive und stellen die Frage, wie eine fürsorgliche Hochschule aussehen könnte.