Ein außergewöhnlicher und abwechslungsreicher Young Adult Thriller zum Miträtseln für Fans von 13 Reasons Why.
"1% der Menschen, die verschwinden, werden nie gefunden."Inhalt:Pippa/Pip schreibt ein Schulprojekt über den 5 Jahre alten Vermisstenfall von Andie Bell, weil sie nicht an die Schuld des verurteilten Täters Sal glaubt.Meine Eindrücke:Die 17-jährige Pip ist eine ehrgeizige, schlaue und mutige Jugendliche, die definitiv für Gleichaltrige als Vorbild gesehen werden könnte. Zwischen ihr und ihrem helfenden Partner entsteht durch die intensiven und berührenden Recherchen etwas viel Schöneres und Engeres als nur eine "normale" Freundschaft.Insgesamt hat mich die Story teilweise an "13 Reasons Why" bzw. "Tote Mädchen lügen nicht" erinnert - eine Serie, die mir damals ebenfalls sehr nah ging und so real wirkte.Trotz schwieriger Themen wie Mobbing, Drogen und Gewalt hat A Good Girls Guide To Murder einen angenehmen, lockeren und humorvollen Schreibstil. Somit habe ich die beinah 500 Seiten innerhalb von nur 2 Tagen verschlungen!Das Buch ist nicht unbedingt immer ein Roman im eigentlichen Sinne - vielmehr wirkt es manchmal durch Protokolle und Ausschnitte zu Recherchen wie eine Art Tagebuch, wodurch es sich super schnell weglesen lässt.Zusätzlich erhält man durch die unterschiedlichen Interviews viele verschiedene Sichtweisen auf den Vermisstenfall und kann selbst gut miträtseln und eigene Schlüsse ziehen.Es lässt sich also sagen, dass es ein sehr abwechslungsreicher YA-Thriller ist, der im Kopf bleibt und nachhallt. Ich werde definitiv auch die folgenden 2 bzw. 3 Bände lesen und hoffe, dass sie an den starken Band 1 anknüpfen können.