
Nationalparks als Orte der alltäglichen Aushandlung von Nationen - eine praktiken- und ortstheoretische Erkundung aus den Anden und Alpen.
Nationalparks sind weit mehr als Naturschutzgebiete: Sie sind Orte, an denen Nationen präsentiert, erlebt und sozial-räumlich ausgehandelt werden. Am Beispiel von Argentinien und Slowenien zeigt Jessica Balling auf Basis von Orts-, Praktiken- und Nationentheorien, wie Natur(schutz) als Anker nationaler Vorstellungen fungiert, wie die Inszenierung von Kulturerbe Erinnern und Vergessen der Nationenbildung einschließt, wie ein sozial-ökologisches Naturschutzverständnis ein hybrides Nationenverständnis fördert und welche Rolle Tiere und Pflanzen dabei einnehmen. Damit eröffnet sie einen innovativen kultur- und politisch-geographischen Blick auf Nationalparks, der weit über disziplinäre Grenzen hinaus relevant ist.
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