Normalerweise arbeitet der Anwalt Eddie Flynn vor New Yorker Gerichten. Doch nun wird er von einem Bekannten gebeten, einen Fall in den Südstaaten zu übernehmen, bei dem dem Angeklagten die Todesstrafe droht. Der junge Afroamerikaner soll eine weiße junge Frau umgebracht haben. Die Stadt kocht und der Staatsanwalt will kurzen Prozess machen. Innerhalb nur einer Woche soll der junge Mann zum Tode verurteilt werden. Staatsanwalt Korn ist bekannt dafür, dass er ein Todesurteil nach dem anderen erwirkt. Schon als Eddie und Harry Ford anreisen, gibt es Schwierigkeiten, denn auch Harry ist schwarz. Wie sollen sie es schaffen, den jungen Andy Dubois zu retten.In diesem sechsten Band um den Anwalt Eddie Flynn zeichnet der Autor ein Bild von einem amerikanischen Rechtssystem, dem man nicht gerne ausgesetzt sein möchte. Da wird gemordet, Beweise werden so hingebogen, dass sie zur Anklage passen, und man hat auch keine Hemmungen zu erpressen. Können Eddie und seine Mitstreiter da überhaupt eine Chance haben? Ihre erste Aufgabe ist es, Andy aus der Untersuchungshaft herauszuholen. Schließlich wäre es gut, wenn der junge Mann bis zum Prozess am Leben bleibt und natürlich auch darüberhinaus. Doch alle Bediensteten der Behörden scheinen sich gegen Andy verschworen zu haben. Und sein vorheriger Verteidiger ist verschwunden.Es schüttelt einen, wenn man liest, wie Andy Dubios in die Mühlen des Systems gerät. Man muss befürchten, dass es auch Eddie in Schwierigkeiten kommen wird, wenn er sich mit seinen Gegnern anlegt. Diesbezüglich neigt der Autor machmal dazu den Lesenden einiges zuzumuten. Und in dieser Stadt wirkt es so, als wären die meisten normal und moralisch denkenden Menschen in Gefahr. Was sich da zusammenbraut, wird erst nach und nach klar. Nach einem extrem spannenden Showdown wirkt das eigentliche Finale fast schon entspannt. Dennoch ein packender Thriller, über den sich gut diskutieren lässt.