Ein packender Auftakt, der persönliche Schicksale eindrucksvoll mit den politischen Ereignissen des Ersten Weltkriegs verbindet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts scheint die Welt noch von festen gesellschaftlichen Ordnungen geprägt zu sein. Doch politische Spannungen, soziale Gegensätze und nationale Interessen führen Europa immer näher an einen Krieg heran. Ken Follett begleitet mehrere Familien aus Großbritannien, Deutschland, Russland und den USA, deren Lebenswege sich kreuzen und durch den Ersten Weltkrieg entscheidend verändert werden.Die Grundidee von "Sturz der Titanen" hat mich von Anfang an begeistert. Ken Follett erzählt den Ersten Weltkrieg nicht nur anhand großer politischer Entscheidungen, sondern verbindet die historischen Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen mehrerer Familien aus unterschiedlichen Ländern. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild dieser Zeit.Gerade der Erste Weltkrieg interessiert mich politisch sehr. Umso bedauerlicher finde ich es, dass er während meiner Schulzeit kaum behandelt wurde. Der Roman bot mir deshalb die Möglichkeit, mich auf unterhaltsame Weise mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Epoche auseinanderzusetzen.Trotz des großen Umfangs ließ sich die Handlung für mich gut verfolgen. Die wichtigsten Figuren waren sorgfältig ausgearbeitet und besaßen unterschiedliche Hintergründe, Überzeugungen und Interessen. Besonders gelungen fand ich, wie ihre persönlichen Entscheidungen mit den historischen Ereignissen verknüpft wurden. Dabei zeigt der Roman, dass Geschichte nicht nur von Staatsoberhäuptern und Militärs geprägt wird, sondern auch das Leben gewöhnlicher Menschen grundlegend verändert.Ken Folletts Schreibstil ist flüssig und anschaulich. Er vermittelt historische Zusammenhänge verständlich, ohne dass sich der Roman wie ein Geschichtsbuch liest. Zwar sind manche Begegnungen zwischen den Figuren etwas konstruiert, doch das störte meinen insgesamt sehr positiven Eindruck kaum."Sturz der Titanen" ist für mich ein überzeugender Auftakt der Jahrhundert-Trilogie. Der Roman verbindet Weltgeschichte, Politik und persönliche Schicksale zu einer umfangreichen, aber dennoch packenden Erzählung.Für Leserinnen und Leser, die historische Romane, große Familiensagas und politische Zusammenhänge mögen. Besonders empfehlenswert für alle, die sich für den Ersten Weltkrieg und seine Auswirkungen auf Menschen verschiedener Länder interessieren.4 von 5 Sternen