Toller Schreibstil, interessante Handlung, doch aufgrund des starken Dystopie-Fokus hielt sich meine Begeisterung in Grenzen.
"Stolen Crown" von Valentina Fast spielt nach dem vierten Weltkrieg, in einer dystopischen Welt in welcher nun Fae sowie Menschen erster und zweiter Klasse existieren. Da Zwillinge in dieser Welt nicht existieren dürfen, müssen Ana und Avi sich verstecken um ja nicht aufzufallen, denn das wäre ihr Todesurteil. Aber als Ana plötzlich erkrankt, entschließt sich Avi dazu, sich auf einer Auktion versteigern zu lassen um genug Geld für die Behandlung ihrer Schwester aufzutreiben. Als ausgerechnet Ren - der erste Soldat des Fürsten sie ersteigert beginnt für Avi ein gefährliches Abenteuer.FazitIch fühle mich in die Irre geführt. Ich habe Fantasy erwartet, bekam aber eher eine Dystopie mit einigen wenigen Fantasy Elementen. Das hat das Buch nicht per se schlecht gemacht, aber wirklich überzeugt hat es mich am Ende leider auch nicht. Positiv hervorzuheben sind auf jeden Fall der tolle Schreibstil der Autorin sowie ihr Ideenreichtum. Es ist wahnsinnig viel passiert, es gab viel Abwechslung, viele Informationen, gut ausgearbeitete Charaktere und alles war in sich stimmig. Manche Sachen hätten tatsächlich mehr Tiefe vertragen, wie zum Beispiel die Magie, bzw. das Magiesystem generell, aber auch auf die Fürstentümer sowie die jeweiligen Technologien hätte man gerne noch näher eingehen können. Die Fürstentümer und die Sinnesspiele haben mich tatsächlich stark an das Setting von Panem erinnert, aber zum Glück hatte das Buch genug andere Handlungsorte und -stränge sodass die Parallelen nicht Überhand nahmen. Das Buch kam im Übrigen gänzlich ohne Spice aus, was einige potentielle Leser sicherlich überraschen als auch freuen wird.Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch durchaus gut gewesen ist, meinen Geschmack wegen dem dystopischen Setting allerdings nicht getroffen hat und mich daher nicht so sehr begeistern konnte wie ich es mir gewünscht hätte.