Ein Notruf geht ein, eine Wissenschaftlerin ist von einem Forschungsschiff verschwunden. Einige Teilnehmer einer Übung der niederländischen und deutschen Grenzschützer helfen bei der Suche, die allerdings erfolglos verläuft. Unter ihnen ist auch Xander Rimbach, der dann erste Vernehmungen führt. Sein erfahrener Kollege Liewe Cupido versucht aus der Ferne eine gewisse Hilfestellung zu geben. Es sieht so aus, als könne es sich um einen Unfall handeln. Da die Forscherin wohl depressiv war, könnte sie sich auch das Leben genommen haben. Doch die Stimmung auf dem Schiff ist eigenartig und Xander führt die Befragungen intensiver als geplant. Ein weiterer Hinweis bestärkt das ungute Gefühl.Zum vierten Mal ermitteln Liewe Cupido und Xander Rimbach. Teilweise muss sich Xander hier alleine behaupten. Bei seinen Kollegen kommt das nicht nur gut an. Allerdings ist auf seine Spürnase mehr Verlass als ihm selbst bewusst ist. Liewe Cupido ermittelt schweigsam wie immer. Da unterscheiden er und Rimbach sich doch sehr und ergänzen sich beinahe perfekt. Die Nachforschungen in einem Fall, der vielleicht keiner ist, gestalten sich dennoch nicht einfach. Keiner erweckt den Eindruck als würde er gerne mit der Polizei zusammenwirken. Wenn niemand etwas zu verbergen hat, müsste den Einsatz der Beamten doch eigentlich leichter vonstatten gehen.Wenn man in die Welt von Liewe Cupido eintaucht, ist man zeitweilig für die wahre Welt verloren. Bei den Alltagsproblemen, die man vielleicht so hat, bietet dieser wunderbare Kriminalroman eine schöne Auszeit. Man begibt sich auf Schiffe, sieht Wellen rollen, spürt förmlich wie einem der Wind um die Nase weht. Cupido und Rimbach bilden ein Team mit Ecken und Kanten, das sich Schwierigkeiten eingestehen kann und auch die Fähigkeit hat, sich zusammenzuraufen. Die Nachforschungen um die Hintergründe zum Tod gestalten sich so spannend, dass man einfach immer weiterlesen will. Für ein Buch andere Dinge liegen zu lassen, passiert auch nicht so oft. Hier gibt man dem Buch immer wieder den Vorzug. Man gibt sich Wind und Wetter hin und den Stimmungen. Und wenn die letzte Seite umgeblättert ist, muss man leider wieder auftauchen und auf den nächsten Fall von Cupido und Rimbach warten. Diese Reihe kann jedem Krimilesenden, ach allen, die Bücher lieben empfohlen werden. 4,5 Sterne