"A First Time for Everything" habe ich immer wieder bei amerikanischen Bookstagrammern gesehen. Auf meiner Wunschliste stand eigentlich "The Summer of Broken Rules" von K. L. Walther, aber hier hat mich der Klappentext sogar noch mehr angesprochen. Und meine Romance-Reading-Mood hält weiterhin an. Somit war das die perfekte Gelegenheit, um eine neue Autorin zu entdecken! :)Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in Mads' Leben zu stecken. Die Geschichte versprüht diesen wunderbaren Vibe zwischen Schulabschluss und Neuanfang, zwischen Unsicherheit und Aufbruchsstimmung. Sie hat mich dabei immer wieder an die Teenie-Filme erinnert, die ich früher verschlungen habe - voller Herzklopfen, peinlicher Momente, Chaos und großer Gefühle.Mads war für mich eine unglaublich nahbare Protagonistin. Ihre Unsicherheiten, ihr Wunsch, dazuzugehören, und ihre Angst, Fehler zu machen, haben sich authentisch angefühlt. Gerade weil sie nicht perfekt ist und manchmal die falschen Entscheidungen trifft, wirkte sie umso echter. Es hat mir großen Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie langsam lernt, für sich selbst einzustehen.Besonders überrascht hat mich, wie viel Raum die Geschichte neben der Romantik auch anderen Themen gibt. Familie, Freundschaft, Selbstfindung und die Frage, wer man eigentlich sein möchte, stehen hier genauso im Mittelpunkt wie die Liebesgeschichte. Vor allem die Dynamik innerhalb von Mads' Familie habe ich geliebt. Ihre beiden Väter sorgen für viele warme Momente und schaffen ein Zuhause, in dem man sich als Leser sofort wohlfühlt. Dieses besondere Setting war für mich sehr interessant und hat viel Charme in die Geschichte gebracht. Auch die Entwicklung zwischen Mads und Katie hat mir ausgesprochen gut gefallen. Anfangs scheinen die beiden kaum Gemeinsamkeiten zu haben, doch genau daraus entsteht eine der schönsten Beziehungen des gesamten Buches. Ihre Entwicklung war für mich sogar emotionaler als manche romantische Szene und hat der Geschichte eine besondere Tiefe verliehen. Die Blind Dates rund um die bevorstehende Hochzeit sorgen immer wieder für humorvolle und charmante Momente. Das Liebesdreieck empfand ich dabei eher als Nebenschauplatz. Viel wichtiger war für mich die persönliche Entwicklung von Mads und genau das macht die Geschichte so besonders.D Handlung baut sich eher ruhig auf und im Mittelteil gab es für mich einige Passagen, die mir zu langsam waren. Trotzdem wollte ich das Buch nie aus der Hand legen. K. L. Walther besitzt die Fähigkeit, ihre Figuren so lebendig wirken zu lassen, dass man sich ihnen sofort verbunden fühlt.Insgesamt ist "A First Time for Everything" für mich eine warmherzige, charmante und emotionale Geschichte über erste Male, Familie, Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden. Ein Buch voller Sommerfeeling, Herzklopfen und Wohlfühlmomente, das mich zum Schmunzeln gebracht hat. Für mich eines dieser Bücher, die man zuklappt und noch lange im Herzen behält.