Leichte Second Chance Romance. Lässt sich leicht lesen, aber das gewisse Etwas fehlt.
Charlie ist neu an der Valentine Academy und wünscht sich nichts sehnlicher als einen Neuanfang. Allein. Doch dann landet er in einem Doppelzimmer mit leider genau der Person, die er seit Jahren vergessen möchte. Probleme vorprogrammiert.Meine Gedanken:Es ist schwer in Worte zu fassen, was ich über den Roman denke, denn einerseits ließ er sich durch den einfachen Schreibstil gut lesen, auf der anderen Seite war der Spannungsbogen eher eine Linie mit gelegentlichen Ausreißern. Nach dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet.Die Charaktere an der Academy waren teils doch sehr skurril, was ich bei manchen noch auf ihr Alter schieben kann, bei dem Großteil hat es sich jedoch einfach etwas zu überspitzt angefühlt (die Darstellung, die Art, ihr Verhalten im Allgemeinen).Die Dialoge, die öfter zum Schmunzeln bringen, haben leider auch nicht wett gemacht, dass selten etwas Spannendes passiert ist und viele Probleme schnell gelöst wurden, was im Gesamtbild für mich einfach unrealistisch wirkte.Die Beziehung der beiden Hauptpersonen zueinander war schwer greifbar und nicht so tiefgründig gestaltet, dass man sie hätte nachvollziehen können. Die beiden haben eine Vorgeschichte, ich hätte gerne viel mehr darüber erfahren, zum Beispiel durch Rückblenden. Diese Verbindung war für mich eher oberflächlich.Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, waren die Freundschaften, die entstanden sind und die Offenheit und Sympathie mit denen die Charaktere einander begegnet sind. Es scheint keinen einzigen Funken Hass oder Abneigung in diesem Roman zu geben und dieser starke Zusammenhalt, besonders gegen Ende, hat mir wahnsinnig gefallen.Das Setting an der Academy hätte für mich noch mehr ausgearbeitet sein können, ein richtiger Wohlfühlort. Leider war er so nicht beschrieben. An einigen Stellen hatte der Roman viel Potential, das einfach nicht voll ausgeschöpft wurde.And they were roommates hätte so viel mehr sein können, gerade bei der emotionalen und ernsten Thematik. Es war nicht schlecht, ein Highlight war es allerdings auch nicht.