Eine schöne Fantasyidee mit einer interessanten Welt, deren Vorhersehbarkeit und sehr schnelle Romance mich leider nicht überzeugen konnte.
Meine MeinungDas Cover von Wolf Girl gefällt mir grundsätzlich gut und passt für mich zur Geschichte, ist für mich persönlich aber kein besonderes Highlight.Der Schreibstil von Leia Stone ist leicht und flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Gleichzeitig blieb er für mich stellenweise etwas oberflächlich. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Demi, wodurch wir die Ereignisse unmittelbar mit ihr erleben.Die Grundidee hat mich dabei tatsächlich sehr angesprochen. Ich mag Geschichten, in denen magische Wesen ganz selbstverständlich Teil der Welt sind, und auch die Ausarbeitung dieser Fantasywelt fand ich interessant und unterhaltsam. Gerade deshalb hatte ich zu Beginn durchaus Hoffnung, dass mich die Geschichte richtig packen könnte.Leider hat das bei Demi und ihrer eigentlichen Handlung für mich nicht funktioniert.Sie entspricht sehr stark dem Bild der klassischen tragischen Heldin: schwere Vergangenheit, schwierige Ausgangssituation und plötzlich steht ausgerechnet sie im Mittelpunkt, weil sich herausstellt, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Grundsätzlich habe ich mit diesem Konzept überhaupt kein Problem - hier fühlte es sich für mich allerdings zu bekannt und vorhersehbar an.Auch bei der Liebesgeschichte ging mir alles viel zu schnell. Die Entwicklung zwischen den Charakteren konnte ich emotional kaum nachvollziehen, weil die Beziehung gefühlt schon mehrere Schritte weiter war, während ich selbst noch versucht habe zu verstehen, wie wir überhaupt dort angekommen sind. Und irgendwie hatte ich teilweise das Gefühl, dass Demi selbst genauso wenig hinterherkommt. Generell war das Tempo für mich eines der größten Probleme. Viele Entwicklungen passieren schnell, während mir gleichzeitig die Tiefe gefehlt hat, um wirklich mit den Charakteren mitzufühlen. Dadurch wirkten einige Situationen vorhersehbar und die Handlung rund um Demi für mich leider ziemlich nach dem bekannten Schema.Das ist besonders schade, weil ich die eigentliche Grundidee und die Welt durchaus mochte. Die magischen Wesen und das Worldbuilding hatten definitiv Potenzial und waren für mich sogar die stärksten Aspekte des Buches.Am Ende reicht eine interessante Welt für mich aber nicht aus, wenn mich die Geschichte der Hauptfigur nicht richtig packen kann. Ich habe Wolf Girl zwar beendet, hatte danach aber nicht das Bedürfnis zu erfahren, wie Demis Geschichte weitergeht.Mein FazitWolf Girl hatte mit seiner Welt voller magischer Wesen eigentlich genau eine Grundidee, die mir normalerweise richtig gut gefällt. Auch das Worldbuilding konnte mich durchaus unterhalten.Leider blieb mir die Geschichte rund um Demi zu vorhersehbar und oberflächlich. Die klassische Entwicklung von der tragischen Heldin zur plötzlich ganz besonderen Protagonistin war mir etwas zu sehr nach bekanntem Schema und auch die Liebesgeschichte entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu schnell.Ein Buch mit einer interessanten Grundidee und einer Welt, in der ich durchaus Potenzial sehe - die Charaktere und ihre Geschichte konnten mich persönlich aber nicht genug erreichen, um die Reihe weiterlesen zu wollen.