Humorvoll, flott und mit einigen Twists versehener lesenswerter Regionalkrimi!
Meine MeinungDer Autorin Fanny Svoboda ist mit "Mariandlmord" die Fortsetzung der Reihe um den kultigen Krimiautorschreiber Horvath aufs Beste gelungen. Ein spritziger, mitreißender und humorvoller Cosy-Crime unterhielt mich wunderbar und ich verbrachte herrliche Lesestunden. Horvath hat bei seinem letzten Krimimanuskript getrickst und die KI in seinem Namen schreiben lassen. Was allerdings dabei herauskommt, versetzt ihn in Angst und Schrecken und nicht nur ihn! Wie im KI-Krimi beschrieben, sterben zwei Menschen an einem präparierten Leierkasten, der das Mariandllied von sich gibt. Auch Horvath fürchtet nun um sein Leben, falls der Roman tatsächlich gänzlich in die Wirklichkeit umgesetzt wird, und versucht mit Hilfe seiner esoterisch angehauchten nunmehrigen Ehefrau Mimi und einigen anderen bereits bekannten Protagonist*innen Licht ins Dunkel zu bringen. Mit viel Humor und einer guten Portion Ironie erzählt die Autorin eine Krimigeschichte, die durch Regionalität und Originalität punktet. Der Schmäh rennt, ohne brachial zu wirken. Auch die privaten Verwicklungen der Darsteller*innen, die mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet wurden, ließen mich immer wieder schmunzeln. Besonders erfrischend fand ich den Gebrauch von niederösterreichischen Dialektausdrücken in den Dialogen und auch immer wieder einmal im restlichen Text. Ich konnte mir die Gegend und die Personen wunderbar vor meinem geistigen Auge abrufen, zumal ich die Wachau persönlich kenne. Aufgrund des flotten Schreibstils flog ich nur so durch die mit zahlreichen Wendungen gespickte Krimigeschichte und konnte mich beim Lesen gar nicht mehr einbremsen. Mein FazitWer einen kurzweiligen Krimi mit einem eigenwilligen, aber liebenswerten Schnüfflerteam und viel Wachauer Lokalkolorit sucht, dem sei "Mariandlmord" wärmstens empfohlen. Ich fühlte mich witzig und spannend unterhalten und hoffe auf eine baldige Fortsetzung der Reihe rund um den kultigen Krimiautor Horvath!