Grappa, Band 4: Bei Maria Grappa kommt es zu einem unliebsamen Wiedersehen mit einer früheren Schulkollegin. Rita Masul beklagt den Tod ihres Mannes, der von dem Hochhaus gestürzt ist, in dem er gearbeitet hat. Sie ist überzeugt, dass es kein Selbstmord war, doch die Versicherung will nicht zahlen. Maria soll ermitteln. Sie schleust sich geschickt bei Masuls früherem Arbeitgeber ein sie erhält den nun freien Job des TV-Journalisten bei Teleboss. Das Betriebsklima ist unterirdisch
Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch nicht meinem Geschmack.
Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war 1994. Einleitend gibt es ein hilfreiches Personenregister (die zuweilen kryptischen Anspielungen versteht man erst am Schluss). Dies ist Band 4 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Maria Grappa hat einen veritablen Alptraum: Ein Mann stürzt vom 18-stöckigen Hochhaus zu Tode, sie sieht und riecht Hyazinthen, der Tote sagt ihr, dass sie den Mörder finden müsse puh, welch Erleichterung, als sie aus dem Traum erwacht. Aber war es wirklich nur ein Traum? Oder ist sie reif für den Psychiater? Sie ist eine vielseitig interessierte Frau: Sie arbeitet fürs Bierstädter Tagblatt, aber auch für Radio und Fernsehen, schreibt Kochbücher und gibt Kochkurse. Dass sie kurzum für Teleboss arbeiten würde, kam für sie auch überraschend. Die Atmosphäre beim Sender ist grottenschlecht ich würde dort wohl keine Woche aushalten. Doch Marias journalistischer Ehrgeiz ist geweckt; sie will herausfinden, wer für den Tod des Journalisten-Kollegen verantwortlich ist. Ihre Ermittlungen zusammen mit ihrer Freundin Bertha, die gerne einkauft, ohne zu bezahlen führen sie in dunkle Ecken der Stadt. Und es kommt zur Bekanntschaft mit Alfons Brokkoli, der auf junges Gemüse steht und es auch vermarktet, und einen auf Bierstädter-Mafia macht.
Der Buchtitel besagt, dass Grappa durchdreht. Ich habe mich lange gefragt, wann und wie das erfolgen wird. Ja, sie ist eskaliert, und wie! Mehr verrate ich nicht. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mich sehr gut unterhalten 4 Sterne.