Grappa, Band 5: Journalistin Maria Grappa kommt ziemlich rum sie begleitet eine Bierstädter Reisegruppe nach Griechenland. Sie soll anschliessend über die Tour Klassisches Hellas berichten. Nichts leichter als das, oder? Nun ja, die Reise steht offensichtlich unter keinem guten Stern: Der Reiseleiter wird des Kunstdiebstahls verdächtigt, eine Frau wird vergewaltigt, ein nervtötender Ehemann wird über die Klippen befördert. Und das war noch nicht alles! Wo sind die ganzen griechischen Götter, wenn man sie mal braucht?
Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch nicht meinem Geschmack.
Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war 1995. Einleitend gibt es ein hilfreiches Personenregister. Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Als ich die Inhaltsbeschreibung las, dachte ich gleich, dass eine solche Reise nichts für mich wäre. Eine so lange Zeit mit mir bis dahin fremden Menschen und einem mir vorgegebenen Tagesprogramm zu verbringen, ist nicht mein Ding. Aber hier geht es schliesslich nicht um mich, sondern um Maria. Von den Mitreisenden war mir niemand auf Anhieb sympathisch, eher im Gegenteil. Waldemar Unbill die Autorin hat es mit interessanten Nachnamen war wirklich ein Unbill. Er weiss alles, kann alles. Aber mit seinem Sohn umgehen, das kann er nicht. Alfred Traunich macht die Reise nur deshalb, weil seine ihm 25 Jahre angetraute Ehefrau dies wünschte. Ihm ist alles zuwider. Insbesondere seine Frau. Pater Benedikt ist auch eine interessante Figur: Er kann diese Reise machen, da er gesundheitlich angeschlagen war. Andere gehen zur Reha, er fährt mal eben nach Griechenland. Ich wusste nicht, was ich von Reiseleiter Jason Kondis halten sollte: Ist er ein Opfer der Umstände? Oder stimmen die Gerüchte um ihn? Interessiert er sich wirklich für Maria oder bezweckt er etwas damit? Maria ist auch angetan von ihm. Manchmal. Wie bitte?
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Die griechische Mythologie, die sicherlich einen grossen Rechercheaufwand bedeutete und für die vorliegende Geschichte wichtig war, empfand ich leider als etwas ermüdend (sorry!). Von mir gibt es 3 Sterne.