Das zweite Buch, was ich von Kathy Reichs lese. Ja ich weiß, dass es der dreizehnte Band ist, aber zum Glück kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen und versteht dennoch fast alles. An der ein oder anderen Stelle merkte ich schon, dass mir der grobe Kontext fehlt, aber es sind Kleinigkeiten. Die (vergangene ?) Beziehung zwischen Ryan und Brennan war merklich da. Da mir die Vorgeschichte fehlt, war sie mir ehrlicherweise ziemlich egal. Sicherlich gab es Hinweise darauf, dass die beiden sich noch immer sehr gerne haben, aber wirklich Chemie habe ich nicht gespürt. Mit Danny, einem Kollegen aus Hawaii, hatte Brennan deutlich mehr Chemie. Zwischenzeitlich war ich wirklich sehr enttäuscht, dass Danny eine Frau hat, die er über alles liebt. Über die Geschichte selbst, möchte ich gar nicht so viel sagen. Der Fall startet in Kanada, führt Brennen aber schnell nach Hawaii. Es gibt verschiedene Identitäten, die verschiedenen Knochen zu geordnet werden müssen und dabei entfaltet sich eine Geschichte, die vor Jahrzehnten stattgefunden hat. Ich hatte sehr viel Spaß dabei, eigene Theorien anzustellen und herauszufinden, was damals passiert ist und was das alles mit der Leiche in Kanada zu tun hat. Persönlich mochte ich auch die wissenschaftlichen Hintergründe, die teilweise detailreich erläutert werden. Manchmal war es schon sehr hochgestochen, aber man konnte trotzdem alles verstehen. Wenn nicht, war es auch nicht schlimm. Ich kann mir aber vorstellen, dass andere diese Art und Weise des Schreibens nicht mögen, da es auch größere Ausmaße annehmen kann, die an eine Vorlesung in der Uni erinnern. Etwas, was mich leider gestört hat, waren die ganzen Abkürzungen. Klar lernt man sie, wenn man sie nur häufig genug liest, aber es gab einfach soo viele. JPAC. CILHI. USO. NVA. SEATO...Nicht alle Abkürzungen sind relevant, aber es sind einfach viele. Ich verstehe, dass das Militär diese verwendet und das es im Buch Sinn ergibt, diese zu nutzen, aber als jemand, der mit dem US-Militär nichts am Hut hat, kann es schnell überwältigend werden. Nichtsdestotrotz mochte ich das Buch und die Geschichte. Die Arbeit des JPACs hat mich berührt und die Auflösung des Rätsels hat mich positiv überrascht.