der schwächste Band für mich, aus der gesamten Reihe. :(
Der Sommerfänger, der fünfte Band der Jette-Thriller von Monika Feth, hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Obwohl die Reihe insgesamt einen soliden Eindruck macht, hat mich dieser Teil zumindest nicht gänzlich überzeugen können. Ein großer Kritikpunkt für mich ist die charakterliche Nähe des Täters zu einem Antagonisten aus dem vorangegangenen Buch der Reihe. Diese Wiederholung eines Archetyps schwächt für mich die erzählerische Spannung, weil sie den Überraschungseffekt und die Einzigartigkeit des Konflikts reduziert. Ich hatte den Eindruck, dass hier narrative Muster wiederholt werden. Dazu kommt, dass Szenen expliziter Gewalt, in diesem Fall auch gegen Tiere, in ihrer Schwere und Häufigkeit für mich einfach überschreiten, was ich persönlich als Leserin ertragen möchte, auch wenn ich grundsätzlich verstehe, dass reale Täter keine Rücksicht kennen. Luke selbst bleibt im Roman überraschend blass: Seine emotionale Verschlossenheit wirkt im Angesicht seiner Biografie verständlich, macht ihn aber dadurch auch weniger zugänglich für mich. Gerade in einem Genre, das stark von Figurenbindung lebt, schafft diese Figur dadurch kaum Identifikationsfläche. Merles Skepsis gegenüber Luke hingegen erscheint als eine der wenigen emotional logisch nachvollziehbaren Reaktionen innerhalb der Gruppe. Insgesamt wirkt Der Sommerfänger stilistisch solide, aber erzählerisch schwächer als frühere Bände. Eckdaten zum Buch:Titel:Der SommerfängerAutor: Monika FethVerlag:cbtErscheinungsjahr:April 2011Seitenzahl:448Genre:KrimiSprache:DeutschMeine Bewertung:1/5 SternePreis:3 € (gebraucht)