Nach einem klassifizierenden Überblick über die umfangreiche Literatur zum Thema Globalisierung widmet sich der empirische Hauptteil des Buches einem Politikfeld, in dem staatliches Handeln in den letzten Jahrzehnten durch enorme Marktveränderungen herausgefordert wurde. Vier detaillierte und historisch fundierte Fallstudien (über die Vereinigten Staaten, Großbritannien, die Bundesrepublik und die Schweiz) liefern Material für eine differenzierte Analyse der konkurrierenden Hypothesen - wachsende Angleichung von Politik versus Verfolgung nationalspezifischer Pfade - und die abschließenden These, dass nationale Institutionen als "Filter der Globalisierung" wirken.
Inhaltsverzeichnis
I. Theorie: Globalisierung als Gegenstand politikwissenschaftlicher Forschung. - 1. Globalisierung und die Handlungsfähigkeit des Staates: Eine Einführung in die Debatte. - 2. Zu Forschungsstrategie und Aufbau der Studie. - 3. Der Staat und die Regulierung des Bankensektors. - II. Empirie: Staatliche Regulierung des Geschäftsbankensektors Vier Länderstudien. - 4. Blockade durch Zersplitterung: regulative Modernisierung in den USA. - 5. Den Staat auf Distanz halten: Bankenregulierung in der Bundesrepublik Deutschland. - 6. Späte Kodifizierung, frühe Reform: Bankenaufsicht in Großbritannien. - 7. Hohes Risiko, gemeinsame Bewältigung: Bankenaufsicht in der Schweiz. - III. Resümée: Vergleich und Fazit. - 8. Staat und Bankenregulierung in vergleichender Betrachtung. - 9. Fazit: Nationale Institutionen als Filter der Globalisierung.