
Das Berliner Maxim Gorki Theater wurde 2013 unter der Intendanz von Shermin Langhoff als postmigrantisches Theater bekannt, das marginalisierte Perspektiven auf der Bühne eines Stadttheaters repräsentiert. Anhand von Interviews und Aufführungsanalysen zeigt Johanna Munzel erstmals, wie am Maxim Gorki Theater gegen strukturellen Rassismus, Sexismus und Antisemitismus Widerstand geleistet wird. Zusätzlich gibt ein Interview mit der Schauspielerin Ruth Reinecke Einblicke in die Rolle des Theaters zur Zeit der politischen Wende 1989. Die Ergebnisse machen eine hegemoniekritische Perspektive in den deutschen Theaterwissenschaften sichtbar, die in die kolonialen Kontinuitäten in den deutschen Theaterwissenschaften interveniert.
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