Der Mittelpunkt des Romans im Dunkel dreht sich um Mädchen und Frauen, welche in unterirdisch gelegenen Räumen gefangen gehalten werden. Leider ist die Gefangenschaft nicht das Schlimmste, denn dort werden sie an Männer verkauft, die diese dann sehr übel zurichten. Einziger Wermutstropfen ist dass sie meist betäubt sind und somit die eigentliche Tat nicht mitbekommen, sondern nur die Folgen. Die Geschichte ist also eher für hartgesottene Leser geeignet.
Die Geschichte wird Abwechselnd aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch die Handlung sehr gut vorangetrieben wird und gleichzeitig Spannend bleibt. Mir hat es sehr gut gefallen wie nach und nach jedes Puzzelteil seinen Platz einnahm und wie viele Handlugsstränge sich zu einem großen ganzen ergeben. Die vermeintliche Hauptprotagonistin Rita Voss ist nicht gerade die sympathischste Person im Roman. Mit zunehmenden Fortschreiten der Geschichte, bekommt man aber auch ein bisschen einen Einblick warum sie sich so entwickelt hat.
Mit Christina Puciata musste ich kurz warm werden, was aber wohl am Prolog lag, welcher aus einer Kindlichen Perspektive erzählt wurde. Die Erzählweise des Prologs war mir suspekt, aber nachdem mir bewusst wurde dass es diese Kindliche Sicht war fand ich es sehr passend. Nach dem Prolog empfand ich die Stimme als sehr gut, und sowohl die Stimme selber, als auch die Sprechkunst transportierte die eher beklemmende Stimmung hervorragend.
Fazit. Im Dunkel ist eine Spannende, aber auch bedrückende Geschichte mit einem Hang zu verstörenden Erlebnissen. Die Charaktere empfand Ich als gut ausgearbeitet, auch wenn nicht alle Sympathiepunkte sammeln konnten.
Es ist keine Geschichte für schwache Nerven.