Zwei tote Kinder, ein Bollerwagen im Nebel nichts ist so still wie die See, wenn Schuld an Land gespült wird. Ein stürmischer Oktobermorgen auf Sylt. Zwei kleine Jungen stürzen mit einem Bollerwagen eine Düne hinab für einen ist es das Ende, der andere kämpft ums Überleben. Hauptkommissar John Benthien wird auf die Insel gerufen und findet sich in einem Geflecht aus Schweigen, Schuld und alten Wunden wieder. Die Pension Astarte birgt mehr als nur Urlaubsgäste: Hinter jeder Tür lauern Erinnerungen, Abgründe und Menschen, die mehr wissen, als sie sagen. Während draußen Möwen kreischen und das Meer schweigt, geraten Benthien und sein Team in einen Strudel aus Verdächtigungen, Trauer und düsteren Familiengeheimnissen. Jeder Gast, jede Spur wirkt wie ein Puzzlestück, das nicht passen will. Wer hat die Kinder gesehen? Was verbirgt sich hinter den schweigenden Mauern der Pension? Nina Ohlandt spinnt einen atmosphärisch dichten Nordsee-Krimi, der mit psychologischem Tiefgang und feinem Gespür für menschliche Abgründe überzeugt. Leser, die die Spannung und das norddeutsche Flair von Klaus-Peter Wolf schätzen, werden sich in Möwenschrei verlieren und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.