Fesselnder Krimi über die Folgen eines Geschehens der Vergangenheit
"...Als er sich nach ihr umschaute, hatte sie sich in den Schatten eines Baumes zurückgezogen, wo sie weder vom Haus noch von der Straße im Blickfeld war. Das, sagte er sich, ist die Gelegenheit. Er spannte seine Muskeln an..."Mit diesen Zeilen endet er Prolog. Er lässt damit eine Menge an Fragen offen.Die Autorin hat erneut einen spannenden Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er sorgt für den hohen Spannungsbogen.Werner Meier ist mit Zita und den Kindern auf den Opernhausplatz. Dort werden Arien übertragen. Währenddessen wird die Chorleiterin Lou von ihrem Ex bedrängt. Werners Tochter Lily sieht, wie ein Mann aus der blinden Loge geschubst wird. Er liegt tot im Orchestergraben. Lou verlässt den Tatort. Wer würde ihr glauben, dass dies Notwehr war?Bei den Ermittlungen bei Lous Familie und Freunden stößt Werner auf hartnäckiges Schweigen. Er bittet Zita um Hilfe.Schnell wird klar, dass Lou nicht nur die Polizei auf der Spur ist. Irgendjemand will sie tot sehen. Ihr Ex war das Werkzeug.Plötzlich stellt Zita fest, dass die Spuren weit in die Vergangenheit führen. Sie erfährt die Geschichte einer jüdischen Familie. Jemand will, dass das damalige Geschehen im Dunkeln bleibt.Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Er streift ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte während der Nazizeit.