Schwarze Schuld ist der Auftakt einer neuen Kriminalreihe um den Bürgermeister Hajo von Kiesow und die Schornsteinfegerin Lena Becker. Die Handlung spielt im alten Land, genauer in Jork, welches südwestlich an Hamburg liegt. Die kleine Gemeinde ist idyllisch, jeder kennt jeden und bis auf ein geplantes Neubaugebiet gibt es keinen Ärger... bis zwei ältere Männer kurz hintereinander auffällige und tödliche Unfälle haben. Die neue Schornsteinfegerin fängt an zu ermitteln. In der Story begegnen wir seltsamen Menschen, die alle etwas eigensinnig, aber nicht unsympathisch sind. Und der Roman plätschert über weite Teile dahin. Jeder spricht mit jedem, oft auch über die gleichen Dinge und für mich hätten die ersten 10 Kapitel deutlich gekürzt werden können. Ab der Mitte ungefähr wird es nach einem Autounfall etwas ermittlerischer, auch durch den hiesigen Polizisten Kevin, und ab da lässt sich die Story interessanter lesen. Man ahnt schon recht früh, wer der oder die Täter sind und das Warum setzt sich nach und nach zusammen. Und bis auf die bösen Buben haben sich am Ende alle lieb, weswegen ich Schwarze Schuld auch absolut zu den Cosy Crime zähle. Muss man mögen, mir waren es stellenweise zu häufige Wiederholungen. Ich muss nicht ständig lesen, wer welches Brötchen bestellt, dass Isabell trottelig und verkehrsgefährend fährt, dass das EEG - Gesetz wichtig ist usw. Aber die Story ist intelligent aufgelöst und findet mit Sicherheit Fans unter den LiebhaberInnen von Krimis mit vielen Personen und deren Beziehungen untereinander. In Teil 2 wird bestimmt auch mit einer Romanze gestartet... Ich würde hier gerne imaginäre 3,5 Sterne vergeben