Nach "Sommerhimmel über dem Möwenhof" kehren wir wieder an den Möwenhof und nach St. Peter-Ording zurück. Diesmal stehen Ole und Allegra im Mittelpunkt. Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt. Beide merken, dass da mehr entstehen könnte. Doch aus Anstand und Respekt wollen sie ihre Gefühle zunächst nicht zulassen. Gerade dieses vorsichtige Annähern hat mir gut gefallen.
Sehr gefreut hat mich, dass wir viele bekannte Gesichter aus dem ersten Band wieder treffen. Auch das Cover gefällt mir ausgesprochen gut: Das Meer im Hintergrund, der Hängesessel, die herbstlichen Farben und der schöne Titel passen wunderbar zum ersten Band. Der Wiedererkennungswert ist da und das Cover vermittelt sofort eine gemütliche Atmosphäre.
Die Geschichte ist schön geschrieben und durch die bildhafte Sprache konnte ich mir viele Szenen gut vorstellen. Da ich Anfang des Jahres selbst in St. Peter-Ording war, hatte ich beim Lesen viele Bilder vor Augen. Besonders die kleinen Details haben die Geschichte für mich lebendig gemacht.
Mir gefallen die Themen Familienzusammenhalt, Freundschaft und Liebe. Besonders berührt haben mich der Aktionismus der Kinder und wie selbstverständlich sie füreinander einstehen. Auch wenn mir relativ schnell klar war, wohin die Geschichte führt, blieb sie für mich spannend und ich habe die Entwicklung gerne verfolgt.
Etwas schwer fiel mir am Anfang, die familiären Zusammenhänge auf dem Möwenhof zuzuordnen. Eine kleine Übersicht im Buchdeckel hätte mir hier geholfen gerade auch für Leser, die den ersten Band nicht kennen.
Das Ende hat mir gut gefallen. Ich habe mich gefreut, dass die Liebe siegt und zwei Menschen zueinanderfinden, die gut zusammenpassen. Gleichzeitig hätte ich gerne noch erfahren, wie es ein Jahr später weitergeht.
Fazit: Eine schöne, gefühlvolle Fortsetzung mit viel Familienzusammenhalt, Freundschaft und Liebe. Ich freue mich schon auf das Winterbuch und darauf, welche Geschichte die anderen bekannten Gesichter erzählen werden.