Inhaltsangabe Verlag:Hamburg 1924: Amala Hansen, die Tochter von Luise und Hamza, will endlich ihre Familie in Deutschland kennenlernen. Georg Hansen ist dankbar für den frischen Wind, den die ehrgeizige junge Frau aus den USA in die alte Villa bringt. Amala möchte Schauspielerin werden, doch sie trifft auf eine Welt voller Vorurteile. Genau wie ihre Mutter denkt sie jedoch nicht daran, aufzugeben, und arbeitet stattdessen nur umso härter an ihrer Karriere. Kann sie alle Widerstände überwinden?Franz Hansen hat das Kaffeehaus seiner Mutter in Wien übernommen, kann seine Aufgaben aber kaum ausführen. Der einst so frohe junge Mann hat mit seinen Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg zu kämpfen. Gelingt es ihm, sein Trauma aufzuarbeiten und in sein normales Leben zurückzukehren?Meine Inhaltsangabe:1924: Viel zu früh stirbt Luise Hansen und hinterlässt ihren Mann Hamza und ihre beiden Kinder Robert und Amala. Während Robert in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters getreten und damit sehr zufrieden ist, will Amalas berufliche Laufbahn als Schauspielerin in New York nicht so wirklich greifen. Sie beschließt kurzerhand, nach Hamburg zu reisen, um die Familie ihrer Mutter kennen zu lernen. Großonkel Georg freut sich außerordentlich über den Familienbesuch und unterstützt seine Großnichte vollumfänglich. Die hat jedoch mit sehr vielen Vorurteilen der Hamburger Gesellschaft zu kämpfen, die sie wegen ihrer Dunkelhäutigkeit schneiden. Dennoch beschließt sie, im Theater Fuß zu fassen und schreibt dafür sogar ihr eigenes, auf sie zugeschnittenes Stück. Alle scheint gut zu werden, doch immer wieder stößt Amala gegen Wände aus Ablehnung und Missbilligung. Indessen kämpft Georgs Neffe Franz in Wien mit den psychischen Folgen seiner Kriegserlebnisse, hinterfragt sich selbst und bekommt sein Leben nur noch schlecht auf die Reihe.Erster Satz:"Als das erste Licht des Tages durch die Wolken brach, spürte, nein, wusste sie, dass es der letzte Sonnenaufgang sein würde, den sie je erleben durfte."Mein Eindruck:Erst kürzlich habe ich Band 1 der Hansen-Saga gelesen, in der wir uns im Jahr 1888 befinden, als Luise Hansen noch ein junges Mädchen war. Nun geht es also mit der nächsten Generation weiter, mit Amala, Tochter von Luise. Mir hat das super gefallen, bin mir jedoch auch sicher, dass ohne Vorkenntnisse der Hansen-Saga der Einstieg in diese nächste Generation vielleicht schwerfallen könnte. So viele Namen, so viele Verbindungen. Es gibt zwar vorne im Buch einen Stammbaum, an dem man sich orientieren kann, dennoch fehlt es allein damit an viel Hintergrundwissen. Daher ist es sinnvoll, der Reihe nach zu lesen, also mit der Hansen-Saga anzufangen. Auch insofern, weil die Bücher einfach der Knaller sind! Auch jetzt werde ich wieder sofort hineingezogen in die Welt der frühen 1920er Jahre, deren Beschreibungen lebendig, bildhaft, glaubhaft und gut recherchiert sind. Wieder einmal schafft es die Autorin, dass ich die Figuren wahlweise sofort sympathisch finde und in mein Herz schließe, bzw. andere am liebsten auf den Mond schießen würde. Bücher, die derartige Emotionen in mir auslösen, mag ich am allerliebsten, weil sie mich das Gelesene erleben und fühlen lassen. Großartig! 5/5 Sterne. Ellin Carsta beherrscht ihr Handwerk einfach!