Mitten in einer Führung in der Lübecker Marienkirche entdeckt eine Teilnehmerin die Leiche einer Frau tief unter sich im Turm. Die Ermordete war Mitglied eines Ostholsteiner Chores. Pia Korittki stellt bei ihren Ermittlungen fest, daß die Chormitglieder einige Geheimnisse voreinander verbergen. Pia steht vor der Frage, ob ein eifersüchtiges Chormitglied der Mörder ist. Oder gibt es gar noch andere Motive? Der Fall zieht seine Kreise bis hin zu Ermittlungen des LKA, wo ausgerechnet Pias Lebensgefährte in die Ermittlungen verstrickt ist. Pia und ihr Team werden von dem Fall abgezogen.
"Ostseehölle" ist bereits der 21. Fall für Pia Korittki. Man kann diesen Band jedoch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Eva Almstädt versteht es perfekt, alles Wissenswerte rund um Pias Privatleben so zu vermitteln, daß keine Fragen offen bleiben, es aber für Kenner der Serie nicht langweilig wird. Diese Serie brilliert durch ihre Regionalität, sympathische Charaktere und jede Menge Spannung. Man merkt, daß die Lübecker Bucht und Ostholstein für Eva Almstädt zur Heimat geworden ist. Detailreich, ohne dabei zu sehr zum "Reiseführer" zu werden, beschreibt sie Lübeck und die Region. Für mich ist es jedesmal ein Wiedersehen mit einer Region, die ich sehr gut kenne und dadurch viel wiedererkannt habe. Pia und ihr Team sind absolute Sympathieträger. Hier arbeitet jeder gut mit dem anderen zusammen, keiner sucht seinen eigenen Vorteil. Die Ermittlungen wirken sehr authentisch mit falschen Spuren und einigen Verdächtigen. Den Ermittlern fällt die Auflösung nicht einfach in den Schoß, sondern sie wird durch hartnäckige Arbeit erzielt. Auch Pias Privatleben ist sehr glaubhaft dargestellt. Ihre Probleme sind nachvollziehbar und überragen nicht die Krimihandlung. Mir gefiel dieser Krimi wieder sehr gut und ich bin schon jetzt gespannt darauf, welchen Schauplatz sich Eva Almstädt für ihren nächsten Fall ausgesucht hat!