"Holland, das ist Wasser. Holland, das ist ein Blumenbeet. Holland, das ist Weideland": Dies ist nur einer der Eindrücke, die Karel Capek bei seiner Reise in die Niederlande gewann. Den Anlass dazu bot ihm der PEN-Kongress, der im Juni 1931 in Den Haag stattfand. Als allseits gefeierter Autor war Capek Vorsitzender des tschechoslowakischen PEN-Clubs und führte dessen Delegation an. In der Folge notierte er auf seinen Streifzügen, was er an Eigentümlichem vorfand: seien es die Windmühlen, Kanäle und Grachten, die flache Landschaft, das geschäftige Treiben an den Häfen, die Kompaktheit der Architektur oder die niederländischen alten Meister von Vermeer bis Rembrandt, die ihn besonders faszinierten. Die in der Brünner Tageszeitung "Lidové noviny" als Feuilletons veröffentlichten Texte illustrierte er mit treffenden Zeichnungen. Mit dem ihm eigenen Blick für das scheinbar Nebensächliche erweist sich Karel Capek als Meister der genauen Beobachtung, und in den abschließenden Gedanken zu einer europäischen Einigung zeigt sich sein geradezu visionärer Geist.