Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in das Buch zu finden (was bestimmt auch damit zusammenhing, dass ich mit englischen Büchern nicht so viel Übung habe), sodass ich erst nach etwa 13 Kapiteln so richtig gefesselt war. Das Lesen fiel mir zunehmend leichter: entweder ist der Einstieg also unnötig kompliziert geschrieben oder, und das wird vermutlich zutreffender sein, ich habe mich einfach daran gewöhnt. Lada, die Hauptfigur, ging mit ziemlich auf den Keks, aber ich mag, dass sie nicht wunderschön beschrieben wird wie sonst die meisten Heldinnen. Mit der Zeit wird sie als Figur und damit ihre Beweggründe auch greifbarer. Es hat mir gut gefallen, eine extrem starke Frau als Hauptfigur zu haben, aber ich finde es schade, dass sie wirklich alle Aspekte des Frauseins ablehnt. Das impliziert, dass "feminine" Frauen nicht dasselbe erreichen und so stark sein können wie Lada.Im Klappentext wird die Beziehung von Lada, Radu und Mehmed als toxisch bezeichnet - treffender könnte man es nicht ausdrücken. Trotzdem habe ich das bleibende Gefühl, dass Klappentext und auch das Cover (ich habe die Ausgabe mit lila Blüten gelesen) irgendwie irreführend sind. Das zweite Cover (Gesicht mit Bemalung) finde ich sehr viel treffender; ich habe die Ausgabe mit den lila Blumen gelesen.