Ostfriesenzorn

Der neue Fall für Ann Kathrin Klaasen. Originaltitel: Ostfriesenzorn. 2. Auflage.
Taschenbuch
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Der 15. Fall für Ann Kathrin Klaasen und eine Ermittlung, die so niemals hätte geführt werden dürfen.
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Ostfriesenzorn als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Ostfriesenzorn
Autor/en: Klaus-Peter Wolf

ISBN: 3596700086
EAN: 9783596700080
Der neue Fall für Ann Kathrin Klaasen.
Originaltitel: Ostfriesenzorn.
2. Auflage.
FISCHER Taschenbuch

11. Februar 2021 - kartoniert - 539 Seiten

Beschreibung

"Ostfriesenzorn" - der 15. Band der Ostfriesenkrimi-Serie mit Kommissarin Ann Kathrin Klaasen von Nummer-1-Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf und eine Ermittlung, die so nie hätte geführt werden dürfen.

Sie will Urlaub machen auf Langeoog und am Strand entspannen. Doch ihr Schicksal ist längst besiegelt. Denn der Mörder weiß genau, wo er sie am Abend finden und ihr den Weg in die Ewigkeit zeigen wird. Astrid Thoben ist das erste Opfer eines Serientäters, der noch weitere Frauen im Visier hat.
Bei ihren Ermittlungen erhält Ann Kathrin Klaasen unerwartet Hilfe von einem alten Bekannten aus dem Knast: Dr. Bernhard Sommerfeldt. Der Mörder wolle ihm beweisen, dass er der Geschicktere sei. Eine Finte, um aus dem Gefängnis zu kommen? Oder ein ehrliches Hilfsangebot? Für Ann Kathrin stellt sich eine hoch moralische Frage: Kann sie die Hilfe eines verurteilten Mörders annehmen, um Leben zu retten?

»Ein begnadeter Erzähler und genialer Schreiber, der seinen Figuren wunderbar Tiefe verleiht.« Rolf Kiesendahl/Sylvia Lukassen/WAZ

Trailer

Portrait

Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im selben Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln an die Küste gezogen und Wahl-Ostfriese geworden. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bislang sind seine Bücher in 26 Sprachen übersetzt und über dreizehn Millionen Mal verkauft worden. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für »Tatort« und »Polizeiruf 110«. Der Autor ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.
Die Romane seiner Serie mit Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen stehen regelmäßig mehrere Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste, derzeit werden einige Bücher der Serie prominent fürs ZDF verfilmt und begeistern Millionen von Zuschauern.

Leseprobe

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Pressestimmen

Literaturstar mit norddeutscher Bodenhaftung. EWE-Magazin Hallo Nachbar

In Büchern schmökern statt in den Urlaub fahren in seinen Krimis nimmt Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf seine Leser mit auf eine gedankliche Reise durch Ostfriesland. Reise-Magazin.de

Klaus-PeterWolf ist das Auflagenwunder unter den Krimi-Autoren. Dr. Stefan Lüddemann, Neue Osnabrücker Zeitung

gewohnt spannend Jeanine Rudat, Stadtradio Göttingen

Bei Klaus-Peter Wolfs Leserschaft hat sich eine Ostfriesland-Krimi-Abhängigkeit entwickelt. Bettina Schack, Neue Ruhr Zeitung

wenn er durch die Straßen seiner Wahlheimat Norden geht, verwandelt er sich auch mal in einen Serienkiller innerlich. Deutschlandfunk Kultur

Es dauert ein Weilchen bis die Handlungsstränge zueinander finden. Aber dann verknüpfen sie sich zu einer spannenden Story. TV Spielfilm

Gewohnte Qualität TV Media

Klaus-Peter Wolf ist einer der auflagenstärksten deutschen Krimiautoren mit einer riesigen Fangemeinde Erla Bartmann, B5 Kulturnachrichten

Fans werden sehr zufrieden sein. Neue Presse

Für Krimifans und echte Ostfriesen erscheint heute eine Pflichtlektüre Lasse Deppe, Nordwest-Zeitung

Neben spannenden Geschichten rund um die Ermittlungsarbeit wird die Urlaubsregion wieder einmal gekonnt in Szene gesetzt. Reise-Magazin

Spannend! Neue Woche

Flüssig, unterhaltsam und spannend erzählt Wolf eine Geschichte nach der anderen. Ein Wunderknabe, wenn es um Schreiben und Geistesblitze geht. Horst Tress, Koellefornia.de

Wenige Schriftsteller haben nämlich eine derart eingeschworene Lesegemeinde wie der Wahl-Ostfriese. Oliver Schwambach, Saarbrücker Zeitung

Dieser vielschichtige Kriminalroman führt mit praller Spannung zur Entspannung pur. Elisabeth Höving, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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Bewertungen unserer Kunden
Der Erste und der Letzte
von Lesezeichenfee - 06.08.2021
Zur Geschichte: Ann Kathrin Klaasen befindet sich in einer neuen Ermittlung, in der sie einen Serienkiller sucht, der Dr. Sommerfeld toppen möchte. Dr. Sommerfeld war wohl Band Nummer 15. Dieser Serienkiller bringt Frauen um. Nicht, weil sie was getan haben, sondern weil Männer sich über sie geärgert haben. Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors wäre nicht schlecht und auch die Charaktere finde ich überwiegend gut getroffen. Allerdings wäre bei 15 Krimis doch ein Personenverzeichnis ganz vorne eine gute Idee, WEIL man manchmal Menschen vergisst, da so viel Banales vorkommt. Das Ganze las sich zäh. Vieles wurde ausgeschmückt, sinnlose Sachen erklärt und dazu die Dauerwerbung für Lokale, für Buchläden, für Autoren, für Leute, die er in Ostfriesland kennt usw. Für mich hat das den Lesefluss enorm gestört. Ständig kamen irgendwelche Belanglosigkeiten, die teilweise auf mehrere Absätze ausgeweitet wurden. Die Geschichte selber hätte man locker auf 200 Seiten erzählen können. Dann wäre es vielleicht spannend gewesen. Der Autor sollte sich überlegen, was für ein Genre er bedient! Und unter einem Ostfriesenkrimi möchte ich nicht ständig dasselbe Cafe oder dieselbe Buchhandlung erwähnt haben. Es ist schön, wenn der Autor für seine Autorenkollegen Werbung macht, aber ein MAL reicht und nicht wiederkäuen. Darauf stehe ich nicht. Und ich mag auch nicht, wenn man ständig so belanglose Sachen einflicht wie z. B. (...) Dazu Dialoge, die mich an Janet Evanovich (Stephanie Plum) erinnerten. Das passt nicht zu dem ansonsten doch etwas höher angesiedelten Schreibstil. Es ist einfach auch zu ausgeschmückt. Der Autor macht die Spannungsbögen damit kaputt und dann wird mir langweilig und ich frage mich, wann kommt er auf den Punkt. Das Schlimmste ist, dass das Highlight, der Showdown, sehr kurz gehalten ist und dann ist das Buch völlig unerwartet zu Ende. Das Open End hat mir noch den Rest gegeben. Das mit dem Open End und dass es schief geht, wusste ich spätestens, als er sich den Chip zwischen Daumen und Zeigefinger gesetzt hat. Da war spätestens die Spannung dahin und zog sich nur noch Das gibt Sterneabzüge ohne Ende Der Autor macht seine Serie kaputt. Was soll das? Gehts nur noch um Werbung ohne Ende und da ein- bzw. abzukassieren? Also Leserunterhaltung stelle ich mir anders vor. Mein - Lesezeichenfees - Fazit: Das Beste an dem Buch war, dass ich es geschafft habe, 504 Seiten in einer Woche auszulesen und dass ich zuvor noch keinen Ostfriesenkrimi von Klaus-Peter Wolf gelesen hatte, sonst hätte ich das nicht geschafft. Es ist das erste und letzte Buch, aus der Reihe, das ich lese möchte. Kurzfazit: Zu viel Werbung, unsinniges im Stil von Stephanie Plum , Ausschmückungen statt Spannung. Showdown mikrokurz. Abruptes offenes Ende. Vorhersehbar. Wiederholungen ohne Ende. PS: Ich hab versucht alles zu erklären, ohne zu spoilern, aber ich kann dieses Buch nicht empfehlen. PS: Ich habe das Buch nicht gewonnen, sondern selber besorgt. Trotzdem fand ich eine Bewertung wichtig. Schade ist, wenn es oft rausblitzt, dass der Autor schreiben kann und dann so was. Ich bin nicht wütend, ich bin einfach traurig über so ein Buch. Wenn das die Zukunft wäre, würde ich nur noch alte Bücher lesen. Denn der Autor übertreibt alles völlig. Manchmal denke ich, das Buch ist pure Satire, völlig übertrieben, aber das Genre Kriminalroman passt für dieses Buch einfach nicht! Werbung trifft es mehr. :-)
von Mine_B - 06.06.2021
Der bekannte Krimi-Autor Klaus- Peter Wolf hat mit "Ostfriesenzorn" den nun mittlerweile fünfzehnten Band seiner Reihe rund um die Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen geschrieben, welche in Norddeutschland spielen. Man kann diese Bücher auch ohne Vorkenntnisse aus bisherigen Bänden lesen. Jedoch finde ich, dass es mehr Spaß macht, wenn man bereits andere Werke aus der Reihe kennt, gewisse Zusammenhänge oder auch charakterliche Entwicklungen ergeben so einfach mehr Sinn. "Ostfriesenzorn" war nicht mein erstes Buch aus der Feder von Klaus- Peter Wolf. Werke, in denen Ann Kathrin Klaasen als Ermittlerin auftritt, kannte ich schon ein paar, wenn auch nicht alle. Der Klappentext hat sich spannend lesen lassen, war ich doch auch schon auf Langeoog und war daher gespannt, wie der Autor diese tolle Landschaft gekonnt in Szene setzt und dort einen Mord inszeniert. Voller Vorfreude habe ich mich in den neuen Kriminalfall gestürzt. Der Schreibstil von Klaus- Peter Wolf ist, wie ich es bereits aus seinen bisherigen Büchern gewohnt bin, wieder sehr bildhaft und lässt sich auch flüssig lesen. Gekonnt malt Wolf ein Bild von der aktuellen Umgebung. Sodass man dabei das Gefühl hat, dass man selbst auf Langeoog an der Küste oder auf dem nordischen Deich steht und einem dabei der Wind um die Nase weht, man wieder tief und frei atmen kann. Dabei lässt Wolf gekonnt Lokalkolorit einfließen. Man bekommt einen guten Eindruck von den dortigen Umständen und den lokalen Gegebenheiten. Auch wird gekonnt eine dichte Atmosphäre aufgebaut. Man wird zu Beginn direkt in das Geschehen hineingeworfen und wird als Leser dabei auch Zeuge einer bösen Tat. Mir hat der Begriff Upskirting vorher nichts gesagt - dank dieses Buches wurde ich aufgeklärt und mir ist es dabei sofort eiskalt den Rücken runtergelaufen. Allein der Gedanke, dass solche Seiten im Netz existieren, indem Leute - aus welchem Grund auch immer- Frauen zum Freischuss freigeben, dass man ihnen unter die Röcke fotografiert. Wirklich ein schrecklicher Gedanke. Die Charakterdarstellung fand ich hier relativ gelungen. Mir hat das Wechselspiel und auch die Zusammenarbeit von Klaasen, Weller und auch Rupert zugesagt. Auch wenn die Ermittler dabei nicht wirklich die strahlenden Helden sind. Nicht selten vermasseln sie die Situation und hinterlassen dabei kein gutes Licht auf die Polizeiarbeit. Aber wie sie miteinander agiert haben, hat mir gefallen - man bekommt den Eindruck, dass sie bei diesem Fall als Team arbeiten. Man bekommt auch einen guten Einblick in die jeweiligen Charaktere und auch die Gedankengänge der jeweiligen Person werden beleuchtet. Etwas schade fand ich, dass hier das private Umfeld recht intensiv beschrieben wird. Hier wird mir persönlich ein bisschen zu viel Werbung gemacht. Diverse aktuelle Projekte werden mehrmals erwähnt und so rührt der Autor für sich selber und auch für seine Frau ordentlich die Werbetrommel. Mir persönlich war dies etwas zu viel - hier wäre weniger mehr gewesen! Gelungen fand ich hier die Beleuchtung des Serienkillers. Dieser wird vielseitig dargestellt und Wolf weiß es, wie er die Gedankengänge von diesem Charakter spannend darstellen kann. Seite für Seite bekommt man ein genaueres Bild von ihm, seinen Zielen und seine Psyche. Als Leser bekommt man diverse Informationsbrocken, aber dabei wird nichts Genaues verraten, sodass man um die genauen Umstände immer noch miträtseln kann. Interessant fand ich, dass Dr. Sommerfeldt eine wichtige Rolle in diesem Krimi einnimmt. Dieser ist ein Charakter aus einer anderen Kriminalreihe von Klaus- Peter Wolf. Die genauen Umstände, wie er in die Ermittlungsarbeiten eingebunden wird, möchte ich bezweifeln, dass dies im wirklichen Leben auch so funktionieren würde. Aber dafür ist es Unterhaltungslektüre und mit Spannung habe ich seine Passagen gelesen. Ich persönlich hoffe, noch mehr von und über ihn zu lesen. Etwas schade fand ich, dass man keinen wirklichen Einblick in die Polizeiarbeit bekommt. Diese ist mir etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt. Manchmal geht es ziemlich schlagartig. Genaue Fortschritte in den Ermittlungsarbeiten werden so gut wie gar nicht diskutiert. Fehlinformationen oder Irrwege eigentlich nicht thematisiert. Oder Sommerfeldt erledigt hier die Arbeit der Polizei und Klaasen geht ihren persönlichen Problemen nach. Auch das Ende konnte mich nicht so ganz überzeugen. Mir persönlich war es zu abrupt. Ein paar Seiten mehr hätten dem Buch meiner Meinung nach hier gutgetan. Insgesamt konnte mich Klaus- Peter Wolf mit "Ostfriesenzorn" gut unterhalten. Flüssig hat er einen spannenden Kriminalfall erzählt, indem sich das Team rund um Ann Kathrin Klaasen nicht immer im besten Licht präsentiert. Auf Grund ein paar kleinerer Schwächen möchte ich 4 Sterne vergeben.
Hin- und hergerissen
von BücherwurmNZ - 18.04.2021
Ich weiß nicht so ganz, wie ich das Buch finden soll. Es gibt viele tolle Szenen und Aspekte, die mir gefallen haben und gleichzeitig war es doch ganz anders als ich erwartet habe. Dies war mein erstes Buch der Reihe (Band 15) und des Autors, was aber nicht schlimm war, da viel über die Protagonisten Ann Kathrin Klaasen und Weller erklärt wird. Mit einem ausführlichen und eindringlichen Schreibstil beschreibt Klaus-Peter Wolf die Gedanken und Empfindungen der Figuren. Allerdings nehmen diese Beschreibungen auch viel Raum ein, wodurch es nur sehr langsam in der Geschichte voran geht. Klassische Polizeiarbeit, wie ich es von anderen Krimis oder Fernsehserien kenne, habe ich hier nicht gefunden. Rückblickend frage ich mich, was sie für die Ergreifung des Serienkillers getan haben (außer einer Handlung, der ich aber zwiespältig gegenüberstehe). Ich hatte ein wenig das Gefühl, sie lassen andere für sich arbeiten. Nicht nur die Ermittler spielen hier eine zentrale Rolle, sondern auch der Serienkiller selbst, den der Leser bei seinen Taten begleiten und in seinen Kopf schauen kann. Einerseits war das mal was anderes, zugleich abstoßendes, andererseits hat dies aber auch die Spannung rausgenommen, weil ich schon so viel über den Täter wusste, wenn auch nicht, wie er heißt oder andere Aspekte, die zur Ergreifung dienlich gewesen wären. Dass nur am Rande vorkommende Nebenfiguren noch Tiefe bekommen und ich lesen konnte, was sich ein Opfer vom Leben wünscht, wie ihr letzter Freund war, ist für mich zu viel und unnötig, wenn das keine Rolle spielt und sie nur zwei Seiten später umgebracht wird. Deshalb habe ich begonnen, lange Beschreibungen absatzweise zu überspringen. Spannend finde ich immer Bücher mit verschiedenen Perspektiven. Hier waren es mir allerdings zu viele. Nicht alle werden bis zum Ende fortgeführt, aber teilweise sind es sieben zur gleichen Zeit gewesen, was nicht für mehr, sondern weniger Überblick gesorgt hat. Vor allem zu Beginn konnte ich nicht alle Sichtweisen einordnen. Trotzdem sind die Morde, die Motive des Täters und die Figuren gut ausgearbeitet. Ein Serienkiller, der um die Gunst und Anerkennung eines anderen Serienkillers kämpft, ein zweiter Serienmörder, der von vielen aus der Bevölkerung gemocht und unterstützt wird, die kleinen Details wie Cafés und andere Orte auf Langeoog, die die Geschichte lebendig werden lassen, haben mir gut gefallen. Fazit: Grundlegend eine gute Story, die Umsetzung hätte ich mir aber anders gewünscht, mit mehr Tempo, weniger langen Beschreibungen und weniger Perspektiven. Der Krimi hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Wer einen ruhigen und sich langsam entwickelnden Krimi mit Lokalkolorit mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen.
Ungleiches Kräftemessen
von Martina Ernst - 16.03.2021
"Ostfriesenzorn" ist Band 15 der Ostfriesen-Krimireihe von Klaus-Peter Wolf. Kommissarin Ann Kathrin Klaasen bekommt es mit einem eiskalten Psychopathen zu tun, der mit seinen Taten die Aufmerksamkeit genießt. Auf Langeoog geschieht an einem der schönsten Aussichtspunkte ein Mord. Der Serientäter hat es auf Frauen abgesehen, die er gezielt ins Visier nimmt. Er spielt mit den Ermittlern und gibt Hinweise, dass er weitermachen wird. Ist er noch aufzuhalten? Der Mörder ist immer einen Schritt voraus und nah am Geschehen. Er beobachtet, wählt aus und schlägt im günstigsten Moment zu. Eine autofreie Insel wie Langeoog scheint die perfekte Kulisse für seine perfiden Spiele zu sein. Perspektivwechsel ermöglichen Einblicke in die Welt der Opfer, Ermittler und des Täters. Morde bereiten dem Serienkiller ein Vergnügen. Nicht alles klappt nach Plan. Eingebaut sind ein paar Verwirrspiele was Identitäten und Handlungsorte anbelangt. Nicht alles ist so, wie es erscheint. Abschweifungen bremsen Tempo und Spannung aus. Der Fokus liegt auf Lokalkolorit und Charaktere. Die Atmosphäre auf der Urlaubsinsel wird greifbar. Eine Idylle zerbricht. Viele aktuelle Themen fließen in die Geschichte mit ein. Das wirkt oft zu gewollt. Der erhobene Zeigefinger blitzt durch. Beim Upskirting funktioniert der Schachzug. Plötzlich droht alles aufzufliegen, und die anonyme Fassade bröckelt. Ein Ruhepol in den Geschehnissen sind Ann Kathrin und Weller. Ihre Beziehung verströmt ausgleichende Harmonie. Ab der Hälfte des Krimis nehmen Unterhaltungswert und Humor zu. Rupert ist in seinem Element. Das Ermittlerteam dreht auf, ist aber lange Zeit viel zu tatenlos und lässt sich auf der Nase herumtanzen. Enttäuschend oft hat der Mörder freie Bahn. Hier wurde mehrmals Spannung verschenkt. Es fehlt an Widrigkeiten und Herausforderungen. Der Leichtsinn greift erschreckend oft um sich und macht auch vor den Ermittern nicht halt. An vielen Stellen enttäuscht der Plot. Das Thema Serienmörder wird zu sehr auf die Schippe genommen und hat einen makaberen Beigeschmack, auch wenn sich der Täter selbst demontiert und oft lächerlich macht. Kann es einen guten und bösen Mörder geben? Die Frage erübrigt sich. Mit Provokationen und riskantem Spiel steigt die Spannung, bekommt aber schnell wieder Risse. Der Showdown wird viel zu schnell abgehandelt. Auch hier sind einige Handlungen und Versäumnisse nicht nachvollziehbar. Es fehlt an packenden, mitreißenden Szenen. Schade, zeitweise ab Mittelteil kann der Krimi tatsächlich überzeugen. Das Cover hat Seriencharakter und zieht mit Titel und Autorenname die Blicke aufs Buch. Der Handlungsort weckt zusätzlich das Interesse. Ostfriesenzorn punktet mit einem eingespielten, eigenwilligen Ermittlerteam, das aber in diesem Fall leider zu oft am falschen Ort ist. Mehr Raffinesse, Durchblick und vorausschauende Ermittlerarbeit wäre schön gewesen. So bleibt die Jagd auf den Mörder zu oft holprig und unausgegoren. Das Kräfteverhältnis ist nicht sonderlich ausgeglichen. Der Krimi hat zu viele Mankos.
Duell der Mörder
von crazy girl - 19.02.2021
Titel und Cover sind typisch für die Krimis mit Ann Kathrin Klaasen von Klaus-Peter Wolf. Judith Rakers interviewt, zusammen mit einem Fernsehteam, Urlauber auf Langeoog. Am Flinthörn beobachtet ein Mann unauffällig die Szene und fotografiert unter die Röcke von Frauen. Diese Fotos von Upskirting werden dann auf einer Webseite gepostet. Eine der Frauen wird am nächsten Tag tot am Flinthörn aufgefunden. Sie wurde mit einer Drahtschlinge um den Hals getötet. Man muss nicht alle Teile dieser Serie gelesen haben. Man kann auch so in die Handlung einsteigen. Leider werden die Landschaften und die einzelnen Protagonisten sehr langatmig beschrieben und tötet ein wenig die Spannung. Interessanter Weise spielt Dr. Bernhard Sommerfeldt, den wir aus einer anderen Serie des Autors kennen, eine wichtige Rolle in diesem Buch.
Ostfriesenzorn
von Susanne Kaminski - 11.02.2021
"Ostfriesenzorn" Was für ein Roman! Ich habe alle Ostfriesland-Krimis von Klaus-Peter Wolf gelesen und hielt eine Steigerung für unmöglich, aber er wird immer noch besser! 504 Seiten geballte Spannung erwarten mich und ich bin sofort in der Geschichte gefangen. "Sie will Urlaub machen auf Langeoog und am Strand entspannen. Dabei ist ihr Schicksal längst besiegelt. Denn der Mörder weiß genau, wo er sie später am Abend finden und ihr den Weg in die Ewigkeit zeigen wird. Sie ist das erste Opfer, weitere werden folgen. Bei ihren Ermittlungen erhält Ann Kathrin Klaasen unerwartet Hilfe von Dr. Bernhard Sommerfeldt. Eine Finte oder ein ehrliches Hilfsangebot?" So verlautet der Klappentext auf der Rückseite des Buches. Langeoog erscheint mir in einem ganz anderen Licht und "das Flinthörn" werde ich in Zukunft mit ganz anderen Augen betrachten. Drei Morde geschehen auf der Insel, weitere auf dem Festland und die Kripo tappt im Dunkeln. Einzig Dr. Bernhard Sommerfeldt, der in der Strafvollzugsanstalt Lingen einsitzt, ist über diese Morde involviert. Warum ausgerechnet er? Welche Verbindung gibt es zwischen dem Täter und Doc Sommerfeldt? Dr. Bernhard Sommerfeldt ist ein - mir - sympathischer Serienmörder, der unter falscher Identität in Norddeich eine Arztpraxis eröffnete und das Leid seiner Patienten auf seine ihm eigene Weise rächt. Ann Kathrin Klaasen hat Dr. Sommerfeldt hinter schwedische Gardinen gebracht. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit ihm und bin schon sehr gespannt, welche Rolle er in diesem skurrilen Fall beinhaltet. In seiner meisterhaft spannenden Erzählweise bringt der Autor Klaus-Peter Wolf Ann Kathrin Klaasen zu einer Ermittlung, die so nie hätte geführt werden dürfen. Zitat Ann Kathrin Klaasen: "Weil wir uns ständig beobachtet und bewertet fühlen, laufen wir völlig verkrampft durchs Leben. Sind nicht wir selbst, sondern wer wir in den Augen anderer sein sollten. Deshalb riskieren wir nichts mehr. Mir stinkt das." Geprägt durch ihr eigenes Zitat führt Ann Kathrin Klaasen Ermittlungen durch, die wider gegen alle Regeln, Vorschriften und Pflichten einer Hauptkommissarin sind. Sie beteiligt Dr. Bernhard Sommerfeldt an der Täter-Ermittlung und geht einen Deal mit ihm ein. Wieder einmal gelingt es Klaus-Peter Wolf erstklassig, die Handlungsstränge spannend zusammen zu führen. Das Lokalkolorit wird sehr gut wieder gespiegelt und für mich ist das, als würde ich "nach Hause" kommen. "Alte Bekannte" tauchen auf (der Maurer Peter Grendl mit seiner Ehefrau Rita, Holger und Angela Bloem, Bettina Göschl, Jörg und Monika Tapper) und neue Bekannte wie Judith Rakers und Aike Ruhr kommen hinzu. Ich mag das Zusammenspiel seiner realen und fiktiven Protagonisten sehr. Durch die präzisen Beschreibungen des Autors kann ich mir alles bildlich vorstellen und fühle mich mitten in der Geschichte. Mein Kopfkino rotiert bei vielen geschilderten Situationen. Klaus-Peter Wolf erfasst tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele und greift brisante gesellschaftliche Themenschwerpunkte auf, die brillant in diesem Roman konzipiert sind. Souverän fügt der Autor Ruperts Rolle ein, und ich muss des Öfteren herzhaft schmunzeln über die Aussprüche von Rupert. Der Kollege, den jeder hat, den aber niemand möchte, zeigt sich von einer Seite, wo man ihm am liebsten auf die Schulter klopft und "das hast du toll mitgemacht" sagen würde. Fazit: Ich bin so begeistert von diesem Roman, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und in einem "Rutsch" ausgelesen habe. Wie sagt schon Elisabeth Höving - WAZ - auf dem Klappentext: "Am Ende ist jeder Leser vor allem nach einem süchtig: nach dem nächsten Roman." Treffender hätte man das nicht auf den Punkt bringen können und ich freue mich schon sehr auf "Ostfriesensturm" nächstes Jahr. Ich wünsche dem Autor Klaus-Peter Wolf einen grandiosen Erfolg und bedanke mich für diesen wahnsinnig mitreißenden, spannenden und - an vielen Stellen - humorvollen Roman. Es war ein ganz besonderes Lesevergnügen.
von Nele33 - 02.02.2021
Der 15. Fall mit Ann Kathrin Klaasen beginnt auf meiner Lieblingsinsel Langeoog. Sie wollte dort nur Urlaub machen und wird bestialisch mit einer Stahlschlinge ermordet. Ann Kathrin und ihr Team ermitteln mit Hochdruck und versuchen alles mögliche um den Täter zu finden, doch er schlägt sofort wieder zu. Wieder wurde eine Frau in den Dünen ermordet. Dr. Sommerfeld, der ja bekanntlich im Gefängnis sitzt nimmt auch in diesem Krimi wieder eine Rolle ein. Der Täter nimmt Kontakt zu ihm auf und buhlt um seine Anerkennung. So kommt es, dass auch Ann Kathrin wieder mit Dr. Sommerfeldt zusammen trifft und ihn zur Lösung des Falls als Helfer braucht. Die Perspektivenwechsel, auch oder gerade die aus Tätersicht, machen das Buch ausserordentlich spannend. Bei den Krimis von Klaus-Peter Wolf schätze ich sehr, dass auch immer ein aktuelles, vielleicht nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit liegendes Thema mit bearbeitet wird, wie in diesem Band das Upskirting. Ruppert, der teilweise wieder sehr schräg agiert ist eine prima Figur im Team und lässt mich doch oft schmunzeln. Durch ihn kommt die genau richtige Prise Humor in die Geschichte, ohne dabie ins alberne abzudriften. Dr. Sommerfeldt ist die Figur, die ich ja eigentlich nicht mögen dürfte, aber ich finde ihn einfach Klasse und versteh sein Denken viel zu oft. Muss ich nun Angst haben? Alles in allem ist Ostfrienzorn wieder ein toller Krimi vor schöner Kulisse und mit spannenden Wendungen.
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