Meine MeinungMich hat bei diesem Buch der Klappentext neugieirg gemacht. Nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, in der Geschichte zu sein.Dumont wirkt auf mich wie jemand, der viel mit sich herumträgt und gleichzeitig nicht genau weiß, wohin mit all dem, also eine Mischung aus Unsicherheit und innerer Bewegung.Die Erzählweise hat für mich eine besondere Ruhe. Als Florence in die Geschichte tritt, verändert sich für mich der Ton. Zwischen den beiden entsteht etwas, das nicht sofort greifbar ist. Ich mochte diese vorsichtige Annäherung. Beide Figuren tragen ihre ihren eigenen Rucksack mit sich herum und das macht ihre Begegnung für mich glaubwürdig. Ich hatte das Gefühl, dass sie einander nicht retten, sondern eher ein Stück Klarheit schenken / die Augen öffnen.Es gibt Passagen, in denen die Handlung für mich fast stehen bleibt. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht, ein paar Wendungen. KlappentextNachts lauscht Dumont den Stimmen einsamer Menschen. Er ist ehrenamtlicher Telefonseelsorger, bis der Anruf einer Frau ihn tief berührt, und er um eine Auszeit bittet. Von Brüssel aus macht er sich auf den Weg in das südfranzösische Antibes, um der Spur der Unbekannten zu folgen. Dumont ahnt nicht, dass die Reise an die Côte d'Azur seinen Maßstab für Richtig und Falsch bald schmerzhaft in Frage stellt. Eine Geschichte über das Unmaß der Liebe. Über den AutorMartin Ehrenhauser, geboren 1978 in Linz, ist ehemaliger EU-Abgeordneter und Sachbuchautor. Er lebt in Brüssel und Linz. Quelle: Verlag / vlb