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Die Malerin

Roman. Originaltitel: Saving Kandinsky. 'Aufbau Taschenbücher'. 'Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe'. 6.…
Taschenbuch
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Eine Liebe in der Bohème

München, 1902: Gegen alle Widerstände will die junge Gabriele Münter, genannt Ella, Malerin werden. Sie nimmt Unterricht bei Wassily Kandinsky und verliebt sich in ihn, sie wird seine Muse ebenso wie seine Gefährtin auf der Su … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Malerin
Autor/en: Mary Basson

ISBN: 3746633389
EAN: 9783746633381
Roman.
Originaltitel: Saving Kandinsky.
'Aufbau Taschenbücher'. 'Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe'.
6. Auflage.
Taschenbuch.
Übersetzt von Gabriele Weber-Jaric
Aufbau Taschenbuch Verlag

4. Dezember 2017 - kartoniert - 448 Seiten

Beschreibung

Eine Liebe in der Bohème

München, 1902: Gegen alle Widerstände will die junge Gabriele Münter, genannt Ella, Malerin werden. Sie nimmt Unterricht bei Wassily Kandinsky und verliebt sich in ihn, sie wird seine Muse ebenso wie seine Gefährtin auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Doch während Kandinsky schon bald als Meister der Abstraktion und Begründer des Blauen Reiters zu Weltruhm gelangt, ringt Ella zeitlebens mit ihrer Rolle als Frau in der Kunst. Und dann bricht Krieg aus, und ihre Liebe droht tragisch zu scheitern ...

Nach der wahren Geschichte der großen Malerin Gabriele Münter, die mit ihrer Hingabe an die Kunst und an die Liebe allen Gefahren ihrer Zeit trotzte.

Portrait

Mary Basson arbeitet im Milwaukee Art Museum, das die größte Gabriele-Münter-Sammlung Nordamerikas beherbergt. Münters Malerei faszinierte sie so sehr, dass sie sich auf die Spur ihrer Geschichte begab und nach München und zum Gelben Haus in Murnau am Fuße der Alpen reiste.

Pressestimmen

"es wird spannend wie in einem richtig gelungenen Krimi" "Es lohnt sich, "Die Malerin. Die Kunst war ihr Leben - Kandinsky ihr Schicksal" zu lesen" "persönliche, politische und kunsthistorische Fragen werden in "Die Malerin. Die Kunst war ihr Leben - Kandinsky ihr Schicksal" beantwortet" Blog Buchszene 20181017

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Die Malerin reiht sich ein in die wirklich lesenswerte Reihe der Künstlerromane vom Aufbau Verlag. Diesmal geht es um Gabriele Münter aus dem Künstlerkreis des Blauen Reiters. Obwohl sie von ihrer großen Liebe Kandinsky menschlich enttäuscht wird, rettet sie in der Nazizeit viele seiner Gemälde. Mary Bassons hat mich nach dem Lesen so neugierig gemacht, dass ich im Nachgang noch einiges über die handelnden Figuren nachrecherchiert und gelesen habe.
Bewertungen unserer Kunden
Saving Kandinsky
von Bücher in meiner Hand - 27.07.2018
Die Serie um die mutigen Frauen zwischen Kunst und Liebe aus dem Aufbau-Verlag fand ich bisher sehr interessant und so nahm ich mir Die Malerin von Mary Basson vor, auch wenn ich von Gabriele Müntner noch nie gehört hatte. Von Wassily Kandinsky sehr wohl - er gehört nicht zu meinen Lieblingsmalern, aber ein bisschen Weiterbildung in unterhaltender Form schadet ja nie. Ella wird als verliebtes Mädchen und Schülerin von Kandinsky beschrieben. Bald beginnen sie eine Affäre, denn Kandinsky ist verheiratet. Irgendwie kommen sie dann doch zusammen, aber Ella spielt immer nur die zweite Geige. Kandinsky macht ihr Versprechungen, die er nicht hält. Er findet immer wieder Ausreden. Kandinsky kommt nicht sympathisch rüber, er hält Ella kurz. Er lobt sie zwar, doch hilft oder motiviert er sie kunstmässig nicht, noch heiratet er Ella. Ein schwacher Mann, der die Frau klein hält. Kein Wunder hat sich seine erste Ehefrau von ihm getrennt, aber die hatte selbst Geld. Ellas Schwester sorgt sich immer wieder um Ella und steht ihr bei, als sie Tragisches über Kandinsky erfährt. Auch als Kandinsky nicht mehr als agierende Figur vorkommt, ist er noch immer allgegenwärtig. Als Ella sich wieder erholt, lernt sie Johannes Eichner kennen. Und nun machen auch die Bildbeschreibungen Sinn, die zwischen den Kapiteln stehen. Eichner ist Kunstkritiker und hilft Ella beim Verstecken von Kandinskys Bildern während der Nazizeit. Bis Eichner in der Geschichte auftauchte, fand ich diese Bildbeschreibungen eher langweilig, da mir die Bilder dazu fehlten. Leider konnte mich die Geschichte zu wenig fesseln, als dass ich Lust hatte, mir Ellas Gemälde im Internet zusammen zu suchen, um zu wissen, von welchem Bild gerade die Rede ist. Ella als Die Malerin kam mir in diesem Roman zu kurz. Nur in ihrer Dänemark-Zeit erfährt man, dass Ella Porträts auf Bestellung malte, um ein wenig Geld zu verdienen. Doch von was lebte sie vorher und nachher? Teilweise sicher von der Unterstützung von Bruder Carl, aber konnte sie ihre Bilder auch verkaufen? Was geschah nach der Ausstellung in Paris (unabhängige Künstler) mit ihren Bildern? Wenn man den Originaltitel Saving Kandinsky nimmt, macht der Inhalt mehr Sinn, doch als Die Malerin geht es mir zu wenig um Ella als Malerin. Sie wird als eine Frau beschrieben, die sich völlig in einer aussichtslosen Liebe verliert und als Hauptziel im Leben den Titel Frau Kandinsky sieht und nicht ihre Malerei an erste Stelle stellt. Zudem fand ich es sehr schade, dass sich der Roman zum grössten Teil eher wie ein Ablesen biografischer Eckdaten las. Fazit: Nach der Lektüre weiss ich nun mehr über Gabriele Münter und Kandinskys Leben, aber der Roman vermochte es nicht mich zu fesseln. 3.5 Punkte.
Was für ein bewegtes Leben!
von G. Schad (Hugendubel Landshut) - 19.03.2018
Der Malerei und Wassily Kandinski verschrieben, gegen die Konventionen nicht nur in der Malerei! Lernen Sie Gabriele Münter kennen und lassen Sie sie bei einem Besuch im Lenbachhaus durch ihre Bilder sprechen.
Gabriele Münter
von Connie Ruoff - 20.02.2018
"DIE MALERIN" VON MARY BASSON 1. KLAPPENTEXT Eine Liebe in der Bohème Die junge Gabriele Münter, genannt Ella, verliebt sich in ihren Lehrer Wassily Kandinsky. Ihr Haus in Murnau wird zum Zentrum der Avantgarde, hier malen, streiten und lieben sich die beiden und entwickeln ihre Kunst zu jener Abstraktion weiter, für die er in die Geschichte eingeht. Ella ist seine Muse ebenso wie seine Kritikerin und selbst eine außergewöhnliche Malerin. Mit dem Ersten Weltkrieg werden sie getrennt. Ella wähnt ihren Geliebten tot, trauert um ihn. Doch Kandinsky lebt - und heiratet eine andere. Ella droht daran zu zerbrechen. Aber als die Nazis Kandinskys »entartete Kunst« rauben wollen, wagt sie das Unglaubliche: Sie rettet die Sammlung des Blauen Reiters vor dem Zugriff der Nazis und erhält sie der Nachwelt. »Ein ergreifender Roman und eine einzigartige Geschichte.« Kirkus Reviews 2. ZUM INHALT UND DEN PROTAGONISTENcover die maler von mary basson "Die Malerin" von Mary Basson interpretiert das Leben Gabriele Münters. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zu Wassily Kandinsky. Mary Basson zeigt uns die Person Gabriele Münter tatsächlich als das, was sie immer störte, wahrgenommen zu werden. »Ich war in vieler Augen doch nur eine unnötige Beigabe zu Kandinsky. Dass eine Frau ein ursprüngliches, echtes Talent haben und ein schöpferischer Mensch sein kann, das wird gern vergessen.« Wassily Kandinsky wird als der "immer auf der Suche seiende" geschildert. Sein Publikum lag ihm zu Füßen. Gabriele Münter ist ein unsicheres, sich unterordnendes und naives Weibchen, der es gefällt mit Frau Kandinsky angeredet zu werden. Kandinsky verhält sich schäbig, feige und unsensibel. Dennoch rettet dieses "Weibchen" mithilfe ihres zweiten Mannes einige von Kandinsky Werken vor den Nazis. 5/10 Punkten 3. SPRACHLICHE GESTALTUNG Der Schreibstil ist sehr melodisch. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Mary Basson erzählt aus der Perspektive "Ellas". Am Ende jedes Kapitels werden Gemälde von Gabriele Münter oder Wassily Kandinsky in anschaulicher Weise beschrieben. 4/5 Punkten 4. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUNG "Die Malerin" von Mary Basson, übersetzt von Gabriele Weber-Jari¿ hat 448 Seiten, einen flexiblen Einband und ist am 04.12.2017 unter der ISBN 9783746633381 bei Aufbau TB im Genre Historische Romane erschienen und kostet 12,99 €. Auf dem Cover im Retro-Style sehen wir eine Frau im roten Kleid, die Straße entlang laufen. Ich finde das Cover sehr apart. 5/5 Punkten 5. FAZIT Ich mache heute 4 Punkte Abzug für Inhalt und Protagonisten, weil ich finde, dass Gabriele Münter sehr einseitig dargestellt wird. STOP! Ja ich weiß, das ist kein Dokumentarbericht, sondern ein Roman! Aber aus meiner subjektiven Sicht gefällt es mir nicht. Die sprachliche Gestaltung bekommt bei mir vier Punkte und das Cover finde ich sehr apart und attraktiv - volle Punktzahl. Wer sein Bild über Gabriele Münter vervollständigen möchte, ist hier richtig. Ich vergebe insgesamt 3,5/5 Punkten.
Ella und ihre Liebe zur Malerei
von schafswolke - 22.01.2018
Ella liebt die Kunst und die Malerei, dafür ist sie bereit auf vieles zu verzichten. Sie verliebt sich in Wassily Kandinsky, doch der ist verheiratet. Auch wenn nicht alle es gutheißen, entscheidet sie sich für ein Leben an seiner Seite. Das Leben von Gabriele Münter war begleitet von Höhen und Tiefen. An der Seite von Wassily Kandinsky lernt sie viele Künstler und die Welt kennen. Sie erlebt zwei Weltkriege und wie sich die Welt verändert. Die Autorin Mary Basson hat es schnell geschafft mich in die malerische Welt von Gabriele Münter zu entführen. Die Geschichte ist eher ruhig, es geht viel um Gefühle, die Malerei und die Gedanken zu Bildern und Kunst. Ich kenne mich da nicht so aus und mein Grundwissen im Bereich Kunst ist eher laienhaft, doch auch ich hatte Gefallen an dem Buch. Für mich war es eine gute Mischung zwischen Kunst und dem Leben einer Frau an der Seite eines russischen Malers. Das Buch dreht sich um Gabriele Münter, doch ich hätte auch gerne Kandinsky etwas näher kennengelernt. Am Ende fehlte mir ein Nachwort der Autorin und vielleicht eine Zeittafel zu Gabriele Münter und Kandinsky, dass hätte für mich alles noch etwas abgerundet. Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich 5 Sterne, denn ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat mich einfach gefangen genommen.
Das Leben der Künstlerin Gabriele Münter
von Klaudia K. - 07.01.2018
Die Handlung des Romans spielt in München und beginnt um das Jahr 1902, Gabriele Münter, genannt Ella war eine junge angehende Künstlerin, die Unterricht bei dem bekannten Maler Wassily Kandinsky nahm. Sie war zunächst seine Muse und später sogar seine Lebensgefährtin. Durch die aufopfernde Unterstützung Ellas entwickelte sich Kandinsky schon bald zu einem Meister der Abstraktion und schließlich gründete er mit Gleichgesinnten die berühmte Künstlerbewegung Der blaue Reiter . Ella stand immer in seinem Schatten und obwohl Kandinsky ihr die Ehe versprochen hat, wird sie nie seine Ehefrau. Mit ihm an ihrer Seite bereist sie nahezu ganz Europa, entwickelt ihr eigenes Talent weiter und lernt nebenbei viele bedeutende Künstler der damaligen Zeit kennen. Als der erste Weltkrieg ausbricht verschwindet ihr Geliebter Kandinsky in seine Heimat Russland. Für sie stürzt damit eine Welt ein. Doch sie erholt sich wieder und lernt eine neue Liebe kennen. Ella bringt sogar Kandinskys von den Nazionalsozialisten als entartete Kunst eingestuften Gemälde in Sicherheit, was unter den damaligen Verhältnissen alles andere als ungefährlich war. In dieser sehr ansprechenden Biografie über die Künstlerin Gabriele Münter, die mit dem bekannten Maler Wassily Kandinsky liiert war erhält der kunstinteressierte Leser wertvolle Einblicke sowohl in de Schffensperiode als auch den Charakter Wassily Kandinskys. Zwischen den Kapiteln bietet die Autorin bemerkenswerte Beschreibungen zu den einzelnen Kunstwerken Gabriele Münters. Diese kurzen Darstellungen und Hintergrundinformationen machen das Werk in meinen Augen besonders wertvoll. Vom Romantechnischen her hat der Geschichte etwas an Schwung gefehlt. Erst im letzten Drittel nahmen Spannungsbögen an Fahrt auf und boten spannende für Romane typische Momente, die der Leser besonders schätzt.Das Cover ist wunderschön gestaltet und weckt die Neugier auf dieses Buch. Eine Dame im roten Kleid schreitet auf einem freien Platz ganz offensichtlich mutig voran.Der verständliche Schreibstil und die einfache Sprache ermöglicht eine mühelose Lektüre. Ich hätte mir gewünscht, die an sich hochinteressanten Protagonisten hätten deutlich ausgearbeitetere Charakterzüge erhalten und wären in der Story besser aufgelebt. Nur aus diesem Grund kann ich die Beurteilung nicht mit der Bewertung ausgezeichnet beurteilen. Auch detailliertere Informationen rund um den Charakter Kandinskys fehlen mir im an sich sehr interessanten letzten Drittel des Romans sehr. Für den Leser verschwindet diese zentrale Figur plötzlich von der Bildfläche und man erfährt in Folge kaum mehr etwas über ihn und die Beweggründe seines kaltherzigen Handelns. Ansonsten halte ich mit dem Werk Die Malerin eine gute Biographie über die Malerin Gabriele Münter in Händen. Die Kunst war ihr Leben und Kandinsky ganz offensichtlich ihr Schicksal.
Gabriele
von Tulpe29 - 04.01.2018
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es erzählt die Lebensgeschichte von Gabriele Münter, genannt Ella, auf unterhaltsame, interessante und einfühlsame Weise. Aus wohlhebendem Hause stammend, beginnt das Leben für Ella zunächst verheißungsvoll, aber das ändert sich leider schnell. Mit ihrer großen Liebe zu dem berühmten russischen Maler Kandinsky beginnt auch ein privates Drama für sie. Er nutzt sie mehr oder weniger aus, verspricht ihr die Ehe und hält sie hin, während Ella nicht von ihm loskommt. Auch finanziell geht es ihr oft nicht gut. Tapfer kämpft sie sich durch ihr trotzdem aufregendes und schönes Künstlerleben und findet ihr spätes Glück.
Eine umstrittene Frau und Künstlerin
von hasirasi2 - 25.12.2017
Ella, Gabriele, wird schon als Kind immer als Sonderling angesehen, weil sie lieber malt, als mit anderen zu reden oder gar zu spielen: "Mit Ella stimmt was nicht." (S. 19) Sie war ein Nachzügler, ihre Geschwister viel älter, der Vater verstarb früh. Niemand versteht, dass sie als Erwachsene ihr Leben der Kunst und nicht einer eigenen Familie widmen will. Ich will etwas anderes, nicht das Gewöhnliche - ich will eine Künstlerin sein." (S. 127) 1902 wird Wassily Kandinsky ihr Lehrer. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und er nutzt ihre Naivität aus - denn natürlich ist er verheiratet. Sie wird seine "Gefährtin" nicht nur Geliebte. Zusammen entwickeln sie sich und ihre Kunst weiter, Kandinsky immer als Vorreiter. Obwohl sich ihre künstlerischen Wege bald trennen (er malt abstrakter, fortschrittlicher), bleiben sie ein Paar. Und immer hofft sie, dass er sich scheiden lässt um sie zu heiraten ... Ich habe "Die Malerin" förmlich inhaliert. Es ist extrem fesselnd und beschreibt Gabriele Münters Leben und Arbeiten sehr bildlich. Sie hatte es nicht leicht, wurde hinter ihrem Rücken als Hure verschrien, weil sie unverheiratet mit Kandinsky zusammen gelebt hat und war auch nie so erfolgreich - sie war eben "nur" eine Frau. Ella war mir sehr sympathisch, ich habe sie um ihr Leben aber nicht beneidet. Ihre Entwicklung von einer etwas weltfremden, schüchternen aber talentierten jungen Frau zur selbstbewussten Künstlerin und Kandinskys "Mädchen für alles" (sie hat ihm immer den Rücken freigehalten und alles organisiert) war sehr beschwerlich. Kandinsky hingehen war mir von Beginn an unsympathisch. Er hält sie über Jahre hin, nur sein Wille, seine Ideen und Werke zählten. Ab einem gewissen Zeitpunkt macht er ihre Arbeiten vor seinen Freunden und Künstlerkollegen sogar schlecht - dabei hatte er das doch gar nicht nötig. Sie hat ihm seinen Erfolg nie streitig gemacht. Aber Gabriellas große Stunde schlägt, als die Nazis an die Macht kommen. Ich war verblüfft, wie unpolitisch sie lange Zeit war. Was deren Ideologie bedeutet versteht sie erst, als sie 1937 die Ausstellung für "entartete Kunst" besucht. Sie begreift, dass sie die über Jahre gesammelten Bilder irgendwie retten muss: "Ich bin kein aufopferungsvoller Held. Aber hier geht es um Kandinsky." (S. 346) Bemerkenswert ist auch, wie die Autorin die über den Prozeß des Malens, die Formen und Farben schreibt. Sie macht das sehr plastisch und ich hatte auch die abstrakten Bilder dadurch immer vor Auge. Mary Basson hat hier ein sehr berührendes Portrait einer bewundernswerten Frau und Künstlerin geschaffen. Chapeau.
Die Malerin im Schatten von Kandinsky
von leseratte1310 - 14.12.2017
Mary Basson befasst sich in ihrem Roman "Die Malerin" mit dem Leben der Malerin Gabriele Münter. Obwohl mir die Städtische Galerie im Lenbachhaus bekannt ist, war mir der Name Gabriele Münter nicht geläufig. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass sie nicht so im Rampenlicht stand wie ihr langjähriger Lebensgefährte Wassily Kandinsky. Der Schreibstil der Autorin ist ansprechend und packend. Ella besuchte zwar eine Kunstschule, aber der Zugang zu staatlichen Kunstakademien blieb ihr als Frau verwehrt. Als sie Wassily Kandinsky kennenlernt, ist sie noch jung. Er ist älter als sie, als Künstler angesehen und verheiratet. Ella ist fasziniert von diesem Mann und verliebt sich in ihn. Sie wird seine Schülerin und Muse. Die beiden machten aus ihrer wilder Ehe kein Geheimnis, was zu jener Zeit ein Skandal war. Auch wenn sie viel reisen, wird ihr Zuhause in Murnau zum Zentrum der Avantgarde. Hier leben und arbeiten sie, entwickeln ihre Kunst weiter und streiten und lieben sich. Ella würde Kandinsky gerne heiraten, aber er ist unstet und labil. Dann kommt der Krieg und sie werden getrennt. Ein furchtbare Zeit für Ella, denn sie glaubt, dass ihr Geliebter tot ist und trauert. Doch als sie sich noch einmal sehen bricht er endgültig mit ihr, er heiratet eine andere. Dank der Unterstützung ihrer Schwester kommt sie aus dem Loch heraus, in dass sie hineinfiel nach dem Bruch. Mir ist Ella sehr nahe gekommen, ich habe mit ihr gelitten. Vor dem Krieg war Gabriele Münter erfolgreich, aber in der Zeit mit Kandinsky verlor sie ihre Eigenständigkeit, obwohl sich die beiden sich als Künstler ebenbürtig waren. Es gelingt ihr nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Als sie die Sammlung des Blauen Reiters und damit die Bilder Kandinskys vor den Nazis rettet, beweist sie, was für eine außergewöhnliche Frau sie ist. Eine wundervolle Geschichte über eine Künstlerin, der viel zu wenig bekannt ist.
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