Spannender Krimi, köstliches Essen, schöne Landschaft und nette Figuren!
[17.10.2026]Während Pierre Durand, der chef de police des kleinen Ortes Sainte Valérie in der Provence, privat gerade mit einer Trennung zu kämpfen hat, geschieht auf einmal ein Mord im Weinkeller eines edlen Hotels. Obwohl es seine Befugnisse als chef de police municipale eigentlich überschreitet, kann es der ehemalige Pariser Kommissar einfach nicht lassen, selbst zu ermitteln. Dabei legen ihm nicht nur der Bürgermeister und der externe ermittelnde Kommissar Steine in den Weg, sondern auch die Dorfbewohner, die zwar gerne tratschen, aber natürlich auch niemanden verpfeifen wollen ...So machohaft-nervig ich Pierres Einstellung zu der Trennung von seiner Freundin zu Beginn des Krimis auch fand, im Laufe des Buchs ist er mir doch ans Herz gewachsen und hat sich meinen Respekt erarbeitet.Neben dem spannenden Fall mit der einen oder anderen kleinen Wendung entspannt sich nebenbei eine kleine Romanze, die zwar an sich überflüssig, aber ganz nett gestaltet ist.Pierre stellt sich in seinen Ermittlungen eindeutig gegen die engstirnige, fremdenfeindliche Einstellung mancher anderen Dorfbewohner, was ihm ebenfalls ein paar Sympathiepunkte beschert, und zeigt sich generell anständiger, als ich es nach seiner anfänglichen Sturheit bezüglich seiner gescheiterten Beziehung erwartet habe.Insgesamt ein spannender und kurzweiliger Krimi, der Lust auf einen Urlaub in der Provence macht!