Der zehnte Fall für Andreas Brander und sein Team beginnt kurz vor Weihnachten. Die leibliche Mutter seiner Adoptivtochter Natalie wird tot aufgefunden und aufgrund ihrer Vergangenheit wird Natalie verdächtigt. Mir gefällt, dass Andy keinen Moment an Natalie zweifelt und sie wie ein Löwe verteidigt.
Aber Brander bleibt wenig Zeit für einen geruhsamen Advent, denn in einer Reinigungsfirma wird eine weitere Frau tot aufgefunden.
Eines der Heiligtümer der Schwaben ist die wöchentliche Kehrwoche, da sollte man meinen, dass wenig Bedarf für eine Reinigungsfirma besteht.
Hier hat niemand eine weiße Weste und das Team der Kripo Esslingen hat alle Hände voll zu tun, bei all den Lügen den Überblick nicht zu verlieren.
Natürlich wird wieder jede Menge Whisky getrunken, auch der Humor kommt nicht zu kurz und dann hat auch noch Bruno der Bär einen kleinen Auftritt .
Ich fühle mich schon richtig zuhause im Schwabenländle. Sybille Baecker erweckt ihre Protagonisten gekonnt zum Leben und ich leide mit ihnen. Wie traurig, wenn man die Weihnachtsfeiertage in einer Kneipe verbringen muss, einen sehnlichen Kinderwunsch nicht erfüllt bekommt oder wenn Wut die Trauer überlagert.
Kehrwoche ist ein vielschichtiger Krimi, voller Spannung und tragischer Schicksale und so lebensecht, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen mag, sondern einfach immer weiterlesen muss.
Von mir gibt es für die gesamte Reihe eine Leseempfehlung.